A Aschermittwoch

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Der Aschermittwoch bezeichnet den Beginn der Fastenzeit bis Ostern. Das Wort „Aschermittwoch“ rührt daher, dass früher im Gottesdienst an diesem Tag die Asche der im Vorjahr verbrannten Palmwedel gesegnet wird und den gläubigen damit ein Kreuz auf die Stirn gemalt wird.
 

B Bonbons

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Bonbons werden bei Umzügen von den Narren aus den Wägen der Zünfte  geworfen, um die Kinder zu erfreuen. Bei diesen entbrennt immer ein Wettstreit, wer die meisten Bonbons bekommt. Manchmal bekommen die jüngsten Narren aber auch ein Bonbon geschenkt, wenn sie einem Maskenträger ein Fasnachtsgedicht oder –Lied vortragen.
 

Baum

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Der Narrenbaum ist meistens ein Nadelbaum, dessen Äste bis auf die Obersten abgesägt und dessen Stamm geschält wurde. Er ist etwa 30 Meter hoch und bunt geschmückt. Aufgestellt wird er am Schmotzigen Donnerstag von Hand.
 

C Chrützerbrötli

Chrützerbrötli waren Brötchen, die man für einen Kreuzer kaufen konnte. Heute ist es eine Narrenzunft aus Überlingen am Ried, die 1958 gegründet wurde. Der Zunft gehören Bäcker, aber auch Geister an.
 

D Dämonen

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An Fasnacht sollen traditionell der Winter und allerlei böse Geister vertrieben werden. Diese Aufgabe steht seit jeher den Dämonen zu. Es kann also passieren, dass man an Fasnacht auf der Straße einem furchteinflößendem Wesen mit verzerrtem und blutverschmierten Gesicht und Hörnern begegnet.

Doch dahinter stecken natürlich nur Menschen.
 

Dreikönigstag

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Im Südwesten Deutschland beginnt die Fasnacht oft nicht am 11.11, sondern erst am Dreikönigstag. An diesem Tag gibt es die ersten Umzüge, bei denen die Narren lautstark den Beginn der Fasnacht ankündigen.
 

E Elf

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Die Zahl Elf hatte schon im Mittelalter einen schlechten Ruf, da es ja nur zehn Gebote gab. Sie gilt heute als geheimnisvolle, närrische zahl, da ja die Fasnacht offiziell am 11.11. beginnt.
 

Eierweib

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Ursprünglich waren Eierweiber einfach Mägde, die Eier auf Märkten verkauften. Heute ist eine Tradition, dass Lehrlinge als Eierweiber und Teufel verkleide am Rosenmontagt von Haus zu Haus ziehen und sich kleine Gaben ersingen.
 

F Fasten

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Mit der Fasnacht wird die 40- tägige Fastenzeit bis Ostern eingeläutet. Bevor gefastet wird, wird noch einmal mit vielen Leckereien und Alkohol ausgelassen gefeiert. Daher hat der Schmotzige Donnerstag auch seinen Namen, denn „Schmotze“ ist mit Fett gleichzusetzten.
 

Fasnet / Fasching

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Fasnet und Fasching sind andere Begriffe für die Fasnacht. Fasching ist vor allem in Bayern, Österreich und Sachsen verbreitet. Das Wort Fasnet wird hauptsächlich in der Schweiz verwendet.
 

G Guggen

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Guggenmusiken sind kleine Blasmusikgruppen, die man auf der Straßenfasnacht an jeder Ecke finden kann.

Das Wort „Gugge“ kommt aus dem Alemannischen und bedeutet so viel wie „Tüte“, da die Mitglieder einer Guggenmusik früher oft Masken aus Papier trugen. In der Schweiz nennt man heute noch manche Masken „Guggen“.
 

Garde

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Garden sind Tanzgruppen der jeweiligen Zünfte, deren Tänzer und Tänzerinnen auch oft Funkenmariechen oder Tanzmariechen genannt werden. Die Tanzkleider erinnern meistens stark an Uniformen aus dem 18. Jahrhundert. Von den Militärgruppen aus dieser Zeit stammt auch der Begriff „Garde“.
 

H Häs

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Das Häs ist das Kostüm eines Narren. Das Kostüm ist zumeist handgenäht, dazu gehört eine Holzlarve, also eine Maske. Das Wort kommt aus Mittel- als auch aus dem Althochdeutschen und bedeutet in beiden alten Dialekten dasselbe: „Kleidung“.
 

Hemdglonker

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Der Hemdglonker ist ein Umzug, der am Abend des Schmotzigen Donnerstags stattfindet. Dabei ziehen die Teilnehmer in weißen Nachthemden und Zipfelmützen durch die Stadt. Der Umzug ist für jeden offen. Es nehmen auch ganze Schulklassen daran teil, die Transparente mit frechen Sprüchen über ihre Lehrer zur Schau tragen.
 

I Inthronisation

Bild: Tobias Hase (dpa)


Die Inthronisation ist die Einführung des neuen Zunftmeisters oder der Narreneltern in das Amt. Meist ist vorher nicht bekannt, wer das Amt bald innehaben wird, damit es spannend bleibt.

Die Inthronisation wird zu Beginn der Fasnacht mit einem großen Fest gefeiert.
 

J Jucke

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Das Verb „Jucke“ kommt aus dem schwäbischen und dem badischen Dialekt und heißt so viel wie „Springen“ oder „Hüpfen“. Es wird an Fasnacht oft verwendet, weil man beim Feiern viel tanzt und hüpft.
 

K Kehraus

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Der Kehraus bezeichnet die Fasnachtsbälle am Fasnachtsdienstag, bei denen noch einmal richtig ausgelassen gefeiert wird, da ja am nächsten Tag, dem Aschermittwoch; die Fastenzeit beginnt. Diese Bälle sind meistens mit einer Beerdigung der Fasnacht in Form einer Strohpuppe verbunden.
 

Kinderbefreiung

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Die Kindergartenkinder und Schüler werden am Schmotzigen Donnerstag von den Narren befreit. Diese ziehen durch Schulen und Kindergärten und stürmen diese mit viel Lärm. Ab diesem Moment beginnen für die Kinder und Jugendlichen die Fasnacht und die Fasnachtsferien.
 

L Langenstein

Bild: Patrick Seeger (dpa)


Das Fasnachtsmuseum im Schloss Langenstein in Orsingen-Nenzingen wurde 1969 eröffnet. Es beherbergt eine große Sammlung von Masken, Kostümen und diversem Narrenzubehör und erklärt viele alte Fasnachtsbräuche.
 

M Montag

Bild: Christoph Schmidt (dpa)


Der Rosenmontag oder auch Fasnachtsmontag gilt vielerorts als Höhepunkt der Fasnacht. Der Tag ist der Montag vor dem Aschermittwoch und wird meist mit großen Rosenmontagsumzügen gefeiert. Die Bedeutung des Wortes „Rosenmontag“ ist umstritten.

Ob sie aus dem Napoleonischen Zeitalter oder aus dem Althochdeutschen kommt, ist nicht klar.
 

N Narr

Bild: Fredrik von Erichsen (dpa)


Im Mittelalter wurden als Narren oder Hofnarren jene bezeichnet, die Könige und Adlige unterhielten und Späße machten, um diese zum Lachen zu bringen. Lange Zeit und teilweise auch noch heute wurde und wird der Begriff abwertend für etwas tollpatschige, verwirrte oder naive Menschen gebraucht. Der Ausdruck bezeichnet heute aber hauptsächlich die Kostüm- und Maskenträger an Fasnacht, da diese ja auch Späße machen und für gute Laune sorgen.
 

O Organisation

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Die Organisation der Fasnacht obliegt nur in manchen Städten einer speziell dafür gegründeten Organisation. Ansonsten ist das Aufgabe der Stadt oder der Vereine und Zünfte selbst.
 

P Pflug ziehen

Das Pflugziehen ist eine Tradition, die vor allem in Südtirol lebendig ist. Es handelt sich um einen Umzug, bei dem ein Pflug von Narren mit viel Gelächter und auch spielerischen Kämpfen um den Pflug durch die Straßen gezogen wird. Dieser Brauch geht auf eine Fasnachtstradition der Bauern im Mittelalter zurück. Auch die zogen einen Pflug mit viel Lärm durchs Land, um den Winter auszutreiben.
 

Poppele

Bild: Patrick_Seeger (dpa)


Der Poppele ist der Sage nach der Burggeist des Hegau-Vulkans Hohenkrähen. Er geht auf den Burgvogt des Hohenkrähen, Popolius Maier, zurück, der böse und schadenfreudig gewesen sein soll.

Seit 1860 gibt es in Singen eine Narrenzunft namens „Narrenzunft Poppele 1860 e.V.“, die die Streiche und Sagen des Poppele wieder aufleben lässt.
 

Prinzenpaar

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Der Prinz oder das Prinzenpaar sind die Oberhäupter der Fasnacht. Sie werden jedes Jahr neu ausgewählt und mit der Inthronisation in ihr Amt eingeführt. Das Prinzenpaar wird oft im Spaß mit „Eure Tollheit“ angesprochen.
 

Q Quellwasserzunft

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Die „Narrenzunft Quellwasser Aach 1902“ wurde, wie der Name schon sagt, im Jahre 1902 gegründet. Ihren Namen hat sie von der Aachquelle, die die größte Quelle Deutschlands ist. Die Maskenträger der Zunft sind die sogenannten „Kabbesdoese“, wie die Aacher im Spott genannt werden. Ihre Masken stellen einen Krautkopf mit einer Schnecke als Nase dar.
 

R Rat(haus)

Bild: Michael Reichel (dpa-Zentralbild)


Damit ist der Elferrat gemeint, das Parlament der Narren, das meistens tatsächlich aus elf Räten besteht. Dieses kümmert sich oft um die Organisation von Umzügen und anderen Fasnachtsveranstaltungen, aber auch um die Austragung von Festen.
 

S Schmotziger

Bild: Printemps - Fotolia


Vor Beginn der Fastenzeit wurde früher noch einmal mit allerlei Fett- und Schmalzgebäck, aber auch Alkohol gefeiert, weswegen die Fasnacht heute noch manchmal „Fastnacht“ geschrieben wird. Im schwäbischen und badischen Dialekt wird Fett auch als „Schmotze“ bezeichnet, daher der Name dieses Tages. Der Schmotzige Donnerstag fällt auf den Donnerstag vor dem Aschermittwoch.

Auch heute wird an Fasnacht noch Fettgebäck wie Fasnachtskrapfen oder Fasnachtsküchle gegessen.
 

Schnurrgruppe

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Schnurrgruppen sind einzelne Narrengruppen, die sich nach einem Motto verkleiden und dann in einer Wirtschaft nach der anderen schnurren gehen. Schnurrern bedeutet in diesem Zusammenhang, dass man wichtige Leute, aber auch Einzelpersonen aus dem Publikum, auf die Schippe nimmt und satirisch auseinander nimmt, ihnen also sozusagen den Narrenspiegel vorhält. Früher haben die Narrengruppen die Wirtschaften sogar vorher darauf hingewiesen, genug Kleingeld im Haus zu haben, damit die Schnurrgruppen auch belohnt werden konnten.
 

T Teufel

Bild: S. Külcü (Fotolia)


Die Aufgabe, den Winter und andere böse Geister zu vertreiben, steht an Fasnacht den Teufeln und Dämonen zu. Deswegen gibt es auch viele Narrenzünfte, die Teufelskostüme- und -Masken tragen, wie zum Beispiel die „Konstanzer Teufel e.V.“, die 1995 gegründet wurden.
 

U Umzug

Bild: Patrick Seeger (dpa)


Umzüge sind Festzüge und Aufmärsche von Narren in ihren Häsern und Masken. Sie ziehen oft auch ihre Wägen mit und laufen so durch die ganze Stadt. Währenddessen ärgern sie immer wieder die Zuschauer der Umzüge und werfen den kleinen Mäschgerle, also den Kindern Bonbons und Süßigkeiten zu.
 

V Verbrennung

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Ursprünglich hat man am Ende der Fasnacht den Winter in Form einer meterhohen Puppe verbrannt, weil man hoffte, dass das Frühjahr dann schneller beginnen würde. Heutzutage ist es aber meist die Fasnacht, die verbrannt wird.

Die riesige Puppe wird durch die Stadt bis zu ihrem „Grab“ getragen. Dort gibt es sogar eine Trauerrede und dann wird die Fasnacht unter lautem Geheul der Narren verbrannt.
 

Verein

Bild: Ronald Wittek (dpa)


Es gibt unzählige Fasnachts- und Narrenvereine und –Zünfte in der schwäbisch-alemannischen Fasnacht. Sie lassen alte Figuren, sowie alte Bräuche und Traditionen weiterleben feiern Ende Februar alle zusammen fröhlich die Fasnacht. Diese Vielfalt an Masken, Figuren, Häsern und Verkleidungen macht die schwäbisch-alemannische Fasnacht so besonders.
 

Weiberfasnacht

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Die Weiberfasnacht entspricht dem Schmotzigen Donnerstag, an dem die Sitzungsfasnacht in die Straßenfasnacht übergeht. In vielen Städten spielen die Frauen den Männern an diesem Tag Streiche und ärgern sie.
 
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Z Zunft

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Die ersten Zünfte entstanden im Mittelalter. Damals waren es Zusammenschlüsse von Handwerkern mit dem gleichen Beruf oder dem gleichen Interesse. Es gibt heute noch Handwekerzünfte oder –Innungen, aber der Begriff wird hauptsächlich für die Narrenzünfte verwendet. Diese gibt es nur in der schwäbisch-alemannischen und der rheinischen Fasnacht, sie breiten sich aber weiter aus. Eine Zunft hat immer eine oder mehrere Gruppen, die das gleiche Häs tragen und meist eine historische Figur darstellen.
 

Zuschauer

Bild: Bernard Bodo (91251491)


Zuschauer gibt es an Fasnacht Tausende.

Ob sie nun bei Umzügen, Guggenmusiken oder der Hallenfasnacht zugucken, sie sind fast ausnahmslos verkleidet und maskiert oder geschminkt. Es gibt nur Wenige, die ohne Häs oder Verkleidung auf die Fasnacht gehen. Trotzdem ist die Stimmung fast immer ausgelassen und locker, was auch ein Grund dafür ist, dass die Zuschauer jedes Jahr gerne wiederkommen. Allerdings sollte man sich in der ersten Reihe bei Umzügen vorsehen, um nicht den Narrenstreichen zum Opfer zu fallen. Besonders junge Mädchen werde gerne gekidnappt und in Käfigen oder Ähnlichem eine Weile mitgenommen, bevor sie wieder freigelassen werden.