Herr Meder, nach den Kneipengängern und dem Soloprojekt als Schwarzwaldrebell, haben Sie nun Die Feger gegründet. Wie kam es dazu?

In diesem Fall hat mich Robert Dorner (E-Bass) angerufen und mir vorgeschlagen, mit ihm gemeinsam eine Band zu gründen. Wir haben uns recht schnell gut verstanden. Erst einmal haben wir ein Lied aufgenommen und ein Video gedreht am Schluchsee und dann haben wir gemeinsam Bandmitglieder gesucht und gefunden.

Wer schreibt die Lieder für die Band?

Die schreibe weiterhin ich. Ganz oben steht für mich die Verbreitung von guter Laune und Stimmung. Aber wenn es ein besonderes Thema gibt, das mich bewegt, wird das auch einmal in einem Song festgehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Wo kommen Ihnen die Einfälle für die Lieder?

Die Einfälle kommen mir eigentlich überall. Beim Autofahren, beim Joggen, während ich musiziere. Wenn man mit anderen unterwegs ist und einer irgendwas erzählt, kann es sein, dass mich das zu einem neuen Song inspiriert.

Inwiefern unterscheidet sich die Musik von Ihren früheren Bands?

Musikalisch hat sich mein Stil auf jeden Fall verändert – es wird rockiger und moderner.

Ist der allgemeine Geschmack auf dem Gebiet anders geworden oder das Ihr persönliches Bedürfnis?

Es ist vor allem eine persönliche Entwicklung. Wenn man das Instrument noch nicht so 100-prozentig beherrscht, spielt man einfachere Lieder. Aber das steigert sich mit dem Üben und der Routine, die durch die vielen Auftritte kommt, recht schnell. Man lernt auch beim Komponieren dazu.

Das könnte Sie auch interessieren

Sie nennen es ‚das Instrument‘. Welches sprechen Sie an?

Ich spiele ja mehrere, beispielsweise Saxophon, Gitarre spiele ich auch gerne, hier war aber vor allem die Harmonika gemeint. Für mich ist die Steirische Harmonika das Klanginstrument schlechthin.

Sie spielen die Steirische Harmonika erst seit wenigen Jahren. Wie kam es, dass Sie sich so in dieses Instrument verliebt haben?

Wer die Steirische Harmonika in die Hand nimmt, erlebt den Beginn einer Sucht. Man bekommt das Ding nicht mehr los. Ich freue mich sehr, dass man mich inzwischen anfragt als Studiomusiker für Produktionen mit der Steirischen. Und wenn ich in Österreich unterwegs bin, wo das Instrument und die Musik dazu ja daheim sind, höre ich immer wieder: Man könnte meinen, Du bist ein Tiroler. Das hört man natürlich gerne.

Das könnte Sie auch interessieren

Sie haben ja schon einige Bands gehabt. Was war der Anlass für diese Neuauflage?

Es gab tatsächlich keinen anderen Grund, als die Motivation der Bandmitglieder. Ich bin ja auch alleine unterwegs. Aber das ganze Drumherum im Team zu erleben, ist wirklich schöner.

Was gefällt Ihnen selbst besonders an der neuen Band?

Das sind ganz geniale Leute, charakterlich und musikalisch. Die stellen sich wirklich hin und spielen los.

Das könnte Sie auch interessieren

Sie haben sich noch kaum fest formiert, schon kommt das Fernsehen und dreht einen Film. Worum geht es?

Wir nehmen mit meinem Song, ‘I bin verliebt‘ teil am Närrischen Ohrwurm, der am Fasnachtssonntag, 3. März, von 16 bis 18 Uhr im SWR-Fernsehen live ausgestrahlt wird. Dafür ist ein Team gekommen, um einen kleinen Film zu drehen, der dann in der Singener Stadthalle vor unserem Auftritt gezeigt wird. Im Film wird das Dorf vorgestellt und die ganze Region, aber eben auch die Band.

Noch ist für Sie die Musik Hobby. Können Sie ich vorstellen, Musik komplett zum Beruf zu machen?

Das glaube ich nicht, dafür bin ich zu bodenständig. Wenn man das mehrfach erlebt hat, ständig unterwegs zu sein, weiß man, dass das ein richtiges Zigeunerleben ist. Das will ich nicht ständig haben. Dafür ist mir auch meine Familie zu wichtig.