Giuseppe Verdis "Rigoletto" steht diesen und nächsten Sommer auf dem Programm der Bregenzer Festspiele. Schon seit Anfang des Jahres wird daher fleißig auf der Seebühne gewerkelt. Das Bühnenbild ist stets eine große Attraktion. Der Aufwand ist ebenfalls groß. Die Konstruktion muss nicht nur spektakulär aussehen, sondern auch Wind und Wetter standhalten und einen Winter durchstehen. Das gilt auch für den überdimensionalen Clownskopf, der die neue Bühne dominiert. Zwei Fäuste gehören ebenfalls dazu.

Für all das wurden die Bühnenteile in verschiedenen Werkstätten angefertigt und dann nach Bregenz geschafft.

Hier einige Eindrücke vom Aufbau:

Bild: Dietmar Mathis/Bregenzer Festspiele

Anfang Februar liegt die Seebühne noch mehr oder weniger im Winterschlaf. Rechts kann man aber schon eine Faust erkennen. Eine weitere Faust wird links der Bühne entstehen. Bei den Festspielen spricht man allerdings nicht von "rechts" und "links", sondern von der Bregenzer und der Lindauer Seite. Auf dem Bild sieht man also die Bregenzer Hand.

Hier wird nun das Material für die Lindauer Hand herangeschafft:

Bild: Dietmar Mathis/Bregenzer Festspiele

Das Zentrum des Bühnenbilds wird aber der Clownskopf sein. Er wird in mehreren Etappen aufgebaut.

Bild: Dietmar Mathis/Bregenzer Festspiele

Der seltsame Ball entpuppt sich bald als Augapfel. Auf dem folgenden Bild kann man bereits das Gesicht im Gerüst erkennen – Auge, Auge, Mund.

Bild: Bregenzer Festspiele / Dietmar Mathis

Im Vordergrund liegt schon die Maske, das eigentliche Gesicht bereit. Von oben sieht man, dass es per Schiff herbei gebracht wurde:

Bild: Dietmar Mathis/Bregenzer Festspiele

Die Maske muss nun mit Hilfe eines Krans hoch vor das Gesicht hehievt werden.

Bild: Dietmar Mathis/Bregenzer Festspiele

Damit ist der hölzerne Clownskopf zwar schon deutlich erkennbar, sieht aber doch noch recht unfertig aus.

Bild: Felix Kästle/dpa

Ende März sind dann auch Nase und Augen montiert. So sieht das Gesicht doch gleich viel freundlicher aus.

Während der Aufführung, so viel ist bereits bekannt, wird der Kopf in ständiger Bewegung sein. Er hängt an einem riesigen Kran-Arm, der ihn um 120 Grad schwenken kann. Außerdem kann der Kopf nicken sowie Augen und Mund öffnen. Und vielleicht spuckt er dann ja auch den einen oder anderen Darsteller aus...

Ein Clown im Zirkus der Adligen

Warum Bühnenbildner und Regisseur Philipp Stölzl überhaupt einen Clownskopf für das Bühnenbild vorgesehen hat? Nun, Rigoletto ist der bucklige Hofnarr des Herzogs von Mantua, also auch eine Art Clown im Zirkus eines Adligen. Rigolettos bitteren Späße machen auch nicht vor dem gehörnten Ehemann einer Gräfin halt, die vom Herzog, einem notorischen Womanizer, umgarnt wird. Erst als Rigolettos eigene Tochter Opfer der Verführungskünste des Herzogs wird, ist der Spaß aus. Die Oper endet höchst tragisch.

Premiere auf der Seebühne ist am 17. Juli. Das Stück wird dann bis 18. August täglich außer montags gespielt. Infos und Tickets: www.bregenzerfestspiele.com

 

 

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