Guten Tag aus Ihrer

Kulturredaktion

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Das sind aktuell die wichtigsten Themen.
Literatur Gendersternchen im Roman? Wie Gaby Hauptmann, Arnold Stadler und Co über geschlechtergerechtes Schreiben denken
In Veröffentlichungen von Behörden ist das Gendern üblich geworden, in der Literatur bislang noch nicht. Kommt das noch? Wir haben uns bei Schriftstellern in unserer Region umgehört. Ihre Antworten offenbaren politische Sympathie, aber stilistisches Unbehagen.
Sternchen in literarischen Texten? Für die meisten Autoren in unserer Region kommt das nicht infrage.
Meinung Erst zurückstecken, dann den schlechteren Impfstoff nehmen und jetzt auch noch später in Rente? In der Pandemie bahnt sich ein Generationenkonflikt an
Was sonst noch wichtig ist
Musik Warum spielen Männer Trompete und Schlagzeug und Frauen Flöte und Harfe?
Der Frauenanteil in deutschen Berufsorchestern liegt inzwischen bei knapp 40 Prozent. Doch wer genauer hinschaut, erkennt bezeichnende Unterschiede.
Immer mehr Frauen sind in deutschen Berufsorchestern angestellt – in manchen Instrumentalgruppen mehr, in manchen weniger.
Literatur Andrea Paluch, Frau von Robert Habeck, über den Umgang mit der Mitte des Lebens: „Mütter werden stärker, Väter unsicherer“
Wenn die Kinder aus dem Haus sind: Die Schriftstellerin Andrea Paluch erzählt in ihrem neuen Roman „Gipfelgespräch“ von der Empty-Nest-Phase.
Andrea Paluch ist die Frau eines Politikers. Ihrer Roman-Heldin ist die aktive Politik allerdings ein wenig suspekt.
Fragebogen Geigenvirtuosin Isabelle Faust ärgert sich über das Komfortbedürfnis vieler Menschen: „Akzeptable Zukunft auf dieser Erde interessiert offensichtlich nicht“
Die Musikerin Isabelle Faust spricht in unserem Max-Frisch-Fragebogen über die prekäre Situation auf unserem Planeten, Corona-Blockaden und ihren Zahnarzt mit sonnigem Gemüt.
Isabelle Faust, 49, geboren in Esslingen, zählt zu den weltweit führenden Geigenvirtuosen. In der Klosterkirche in Münsterlingen ist sie am 13. Mai live zu erleben. Auch beim diesjährigen Bodenseefestival wäre sie aufgetreten. Das Alternativprogramm: www.bodenseefestival.de
Kunst Wie Kunstvereine das kulturelle Leben in Deutschland reicher machen
Kunstvereine gehören zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe. Die einst hochpolitischen Organisationen sind heute Spielwiese für junge Künstler – einige davon gibt es auch in Südbaden.
Heute schießen Kanonen hierzulande nur noch Weihnachtsbäume in die Luft – wie hier bei einer Aktion des Kasseler Kunstvereins: Die vom niederländischen Künstlers Leon de Bruijne konstruierte Waffe konnte einen Baum bis zu 60 Meter weit fliegen lassen.
Gesellschaft „Corona-Leugner arbeiten selten auf Intensivstationen“: Richard David Precht fordert zwei soziale Pflichtjahre
In seinem neuen Bestseller schreibt der Philosoph über Pflichten, die gerade in Krisen wie Corona Staat und Bürger aneinander binden. Sein Fazit: positiv. Sein Ausblick: besorgt.
„Unser Staat ist darauf angewiesen, dass der größte Teil der Bevölkerung sich mit den Werten und den Institutionen des Staates identifiziert“: Richard David Precht fordert deshalb die Einführung von zwei sozialen Pflichtjahren.
Bregenz Was wird aus den Bregenzer Festspielen in diesem Sommer? Die Veranstalter hoffen auf weitgehende Normalität
Im Juli soll sich der Rigoletto-Clown wieder in Bewegung setzen. Die österreichische Corona-Verordnung lässt das vermutlich zu. Die Leitung der Bregenzer Festspiele zeigt sich da zumindest optimistisch.
Wie viele Zuschauer bekommen dieses Jahr den Rigoletto zu sehen? Tausende, hofft man in Bregenz.
Meinung Während Corona versteht niemand mehr Satire? So ein Unsinn: Woran Jan Josef Liefers und seine Kollegen wirklich gescheitert sind
„Der Hofnarr muss schweigen“: So lautet Ulrich Tukurs trotziges Fazit des Wirbels um die Aktion #allesdichtmachen. Dabei zeigen andere Beispiele, dass Ironie durchaus auch in der Pandemie funktionieren kann.
Schluss mit lustig? Jan Matejkos 1862 entstandenes Porträt des konsternierten Hofnarren Sta?czyk (als die Kunde vom Verlust von Smolensk eintrifft) trifft die Stimmungslage verhinderter Satiriker unserer Zeit.
Fragebogen „Je älter ich werde, desto mehr spüre ich diese unsichtbare Schnur“: Israels Mandolinen-Star Avi Avital über sein wachsendes Heimatgefühl
Der israelische Mandolinist ist im Mai beim virtuellen Bodenseefestival zu Gast. Vor seinen beiden Auftritten beantwortet er für uns den Max-Frisch-Fragebogen.
Avi Avital, 42, zählt zu den bedeutendsten Mandolinisten der Welt. Im Rahmen des Bodenseefestivals (BSF21digital) ist der Artist in Residence unter anderem am 6. und 13. Mai virtuell zu erleben. Informationen unter: www.bodenseefestival.de
Los Angeles Triumph und Tränen: Regisseurin aus China schreibt Oscar-Geschichte
Eine junge, in Peking geborene Filmemacherin ist die große Gewinnerin dieser Gala – und könnte zugleich ein Symbol sein für ein sich langsam wandelndes Hollywood. Eine wichtige Frage ist aber auch: Wie war die Oscar-Show in Zeiten von Corona?
Oscar-Gewinnerin Chloe Zhao
Tatort-Vorschau Ranzige Schokokirschen: Im neuen Schwarzwald-Tatort kommt nicht wirklich Spannung auf
Ein Krimi rund um die Themen Erben und Familienstreitigkeiten klingt zunächst zumindest spannend. Doch der neue Schwarzwald-Tatort ist allzu bedächtig inszeniert und findet erst spät zum eigentlichen Thema.
Für Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) geht es im Fall Klingler um einen ungeklärten Sturz, in dessen Folge Gesina Rathmanns (Jenny Schily, links) Mutter im Krankenhaus stirbt.
Meinung Zwei Brüder erben ein Haus: Die Kandidatensuche der Union hatte Stil und Patina
Achtung Satire: Das familiäre Ringen zwischen Armin Laschet und Markus Söder könnte auch im deutschen Mittelalter spielen. Sogar ein Burgfräulein taucht auf.
Armin Laschet wird die Union in den Bundestagswahlkampf führen. Auch wenn er mit seiner Frohnatur eher unter eine Linde gehört, wo er umringt von vielen Menschen den Pokal hebt, als in trockenen Kanzleien allein die Fäden zu ziehen.
Meinung #allesdichtmachen: Ist das Kunst? Nein, das kann weg! Die Aktion deutscher Schauspieler macht fassungslos
Mit satirischen Videos wollen Film- und TV-Schauspieler ihre Kritik an den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zum Ausdruck bringen. Zu sagen, dass die Aktion gründlich daneben gegangen ist, wäre noch untertrieben – #allesdichtmachen ist auf vielen Ebenen geschmacklos.
An der Aktion #allesdichtmachen nahmen unter anderem teil: Oben von links nach rechts: Jan-Josef Liefers, Nina Proll, Nadja Uhl, mittlere Reihen von links nach rechts: Ulrich Tukur, Wotan Wilke Möhring, Maxim Mehmet und untere Reihe von links nach rechts: Katharina Schlothauer, Peri Baumeister, Richy Müller.
Theater und Philharmonie „Strenger Lockdown, aber bitte durch alle Bereiche“: Intendantinnen Karin Becker und Insa Pijanka fordern Gleichbehandlung
Aus für „Farm der Tiere“ auf dem Münsterplatz, aber Hoffnung auf einen Openair-Sommer: Die Chefinnen des Theaters Konstanz und der Südwestdeutschen Philharmonie sprechen im Interview über die Situation an ihren Häusern.
Karin Becker, Intendantin des Theaters Konstanz (links), und Insa Pijanka, Intendantin der Südwestdeutschen Philharmonie auf dem Konstanzer Münsterplatz.
Meinung Was ist nur aus der Polonaise geworden? Vom feinen Schreittanz des polnischen Adels zum epidemiologischen Swingerclub der Querdenker
Lang ist‘s her: Große Komponisten wie Bach, Mozart und Chopin haben zum „danse polonaise“ Musik geschrieben. Heute ist seine Schwundstufe zum Markenzeichen von Corona-Protesten geworden.
Korneli Szlegel (1843-1914): „Polonaise unter freiem Himmel“, entstanden vermutlich um 1907.