Ringen: – Das ureigenste Ziel des Ringers ist es, den Gegner auf beide Schulterblätter zu legen und damit den Kampf klar und eindeutig zu beenden. Zwar kann man mittels Punkten auch gewinnen, doch ist der Weg zum Sieg nach Punkten jederzeit durch eben die Schulterniederlage sofort beendet. Nach Wochen der Spekulation über mögliche Wettkampfszenarien haben nun die lokalen Ringervereine einer vagen Aussicht auf eine Mannschaftssaison eine Absage erteilt.

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In einer Pressemitteilung äußert Timo Zimmermann, Vorsitzender des TuS Adelhausen, Bedenken über die rechtlichen Rahmenbedingungen. Welche juristischen Folgen drohen den Verantwortlichen, sollte im Rahmen eines Kampfabends eine Infektion übertragen werden? Alleine ein Verdachtsfall im Training oder beim Heimkampf könnte entsprechende Quarantäne-Anordnungen für viele Personen bedeuten.

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Durch mögliche Ausfälle von Wettkampftagen könnten Sponsoren- und Zuschauereinnahmen, die zur Planungssicherheit von Nöten sind, ebenfalls zu Problemen führen. „Die Tatsache, dass die Bezirksvereine im Umfeld sich gegen eine Mannschaftsrunde ausgesprochen haben, hat uns in unseren Gedankengängen nochmals bestärkt“, schreibt Zimmermann für den TuS Adelhausen und gibt in dem Rahmen bekannt, dass sowohl auf Bezirks- und Landesverbandsebene, als auch in der Bundesliga, der diesjährige Rückzug vollzogen wird. Durch Satzungsanpassungen des Deutschen Ringerbunds und des Südbadischen Ringerverbands ist dies ausnahmsweise straffrei möglich.

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Für den Lokalnachbarn KSV Rheinfelden gelten ähnliche Bedenken. KSV-Trainer Sascha Oswald äußerte schon früh Bedenken, dass das Mattentraining zu spät beginnen konnte. „Für September bis Dezember haben sich alle die Zeit eingerichtet, für das Ringen da zu sein. Später wird es schwierig“, erklärt der 37-Jährige über das Modell mit verlängerter Wettkampfphase bis in den Januar hinein. Zwar bedauere er die Absage, allerdings sei es sportlich wie organisatorisch die bessere Entscheidung.