Fußball-Oberliga: – Lange ist es her, dass einer Mannschaft aus dem Bezirk der Aufstieg in die Oberliga gelang. Der FC Steinen-Höllstein war es, der vor 23 Jahren den Meistertitel in der Verbandsliga feierte. Zwei Jahre später ging es aber wieder runter – das Thema Oberliga war abgehakt – bis dem FV Lörrach-Brombach in der Corona-Saison mit dem Meisterstück überraschte.

Den Vereinsverantwortlichen ist klar, dass die Oberliga für den Verein eine riesige Herausforderung ist. Der Ligaverbleib wird in der neuen Mammut-Saison mit 21 Teams nicht einfach sein. Es wird bis zu sieben Absteiger geben.

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Erkan Aktas, der für das Team in seiner zweiten Saison als Cheftrainer die Verantwortung trägt, geht das „Abenteuer Oberliga“ dennoch optimistisch an: „Wir müssen merken, dass wir etwas reißen können und zeigen, dass wir nicht nur irgendeine Nummer in dieser Liga sind, sondern dass wir uns etablieren wollen.“

Thomas Wasmer, 3. Co-Trainer
Thomas Wasmer, 3. Co-Trainer | Bild: Tobias Jehle

Im Gespräch mit unserer Zeitung machte auch Sven Goronzi, neben Thomas Wasmer und David Gartner Co-Trainer der Mannschaft, deutlich, dass man sich auf die bekannte Stärke konzentrieren will: das Kollektiv. Das Budget, teure Stars in die Grenzecke zu locken, sei sowieso nicht vorhanden. „Dafür haben wir uns in der Breite qualitativ verstärkt“, beschreibt Goronzi die personelle Situation und versichert, dass der Kader mit insgesamt 28 Spielern „gut bestückt“ sei.

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Obwohl das Aufstiegs-Team bis auf die Abgänge von Arjenit Gashi, Christoph Düster, Andreas Lismann und Buba Ceesay zusammen bleibt, kann Trainer Erkan Aktas mit acht neuen Spielern arbeiten.

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Der einzige Akteur mit Oberliga-Erfahrung aus früheren Zeiten ist Berat Ozan, der vom SC Dornach/CH kam. Weitere Neuzugänge sind Michael Kuttler von der Spvgg. Untermünstertal, Nico Andrijevic von Concordia Basel/CH, Eduard Nowak und Alija Kapidzija vom SV 08 Laufenburg sowie Vincent Kittel vom FSV Rheinfelden. Aus der eigenen Jugend rücken Angjelo Bisha und Johannes Binkert in den Kader der Oberliga-Mannschaft.

FV Lörrach-Brombach

Allerdings wird Kapidzija, der seit April im Rahmen seines Studiums ein Praktikum beim Bundesligisten Werder Bremen absolviert, erst ab November einsetzbar sein. Außerdem muss Aktas wohl in der gesamten Vorrunde noch auf die Langzeitverletzten Gianfranco Disanto und Witali Semenschuk verzichten.

Sven Goronzi, Co-Trainer FV Lörrach-Brombach: „Unsere Stärke war und ist nicht, ein Spiel zu dominieren. Wir müssen uns auf unserer schnelles Umschaltspiel konzentrieren.“
Sven Goronzi, Co-Trainer FV Lörrach-Brombach: „Unsere Stärke war und ist nicht, ein Spiel zu dominieren. Wir müssen uns auf unserer schnelles Umschaltspiel konzentrieren.“ | Bild: unbekannt

In allen Mannschaftsteilen, sei man, so versichert Goronzi, gut besetzt. Wenige Gegentreffer hat der FV Lörrach-Brombach in der vergangenen Saison kassiert. Auf der starken Abwehr lasse sich aufbauen. „Unsere Stärke war und ist nicht, ein Spiel zu dominieren. Wir müssen uns auf unserer schnelles Umschaltspiel konzentrieren“, verrät Goronzi die Marschroute.

Vielleicht gelingt es dem FV Lörrach-Brombach, im Konzert der großen Gegner wie den Stuttgarter Kickers, dem SSV Reutlingen, dem Freiburger FC, dem FC 08 Villingen oder dem SV Göppingen mitzuspielen. Die Spiele gegen den SV Linx oder den FC Rielasingen-Arlen mit dem ehemaligen Tiengener Trainer Michael Schilling im Lörracher Grütt haben da schon so etwas wie Derby-Charakter.