Fußball-Kreisliga A, Ost: – Der FC Geißlingen ist ein Team der schnellen Sorte. Der Tabellenzweite zauberte eine Hälfte lang, spielte ziemlich souverän und abgezockt. Bis zur Pause stand es bereits 4:0 für die Klettgauer gegen den VfR Horheim-Schwerzen. Besonders eilig hatte es Kapitän Ralf Sutter. Schon nach einer Minute, mit dem zweiten Angriff, brachte er die Kugel zum 1:0 im Tor unter. Danach ließen es die Klettgauer ruhiger angehen.

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Lässig stand Björn Binkert nach dem Schlusspfiff auf dem topp gepflegten Rasen in Geißlingen und grinste zufrieden. Er durfte für das eine Spiele mal aus seiner Assistentenrolle in die des Cheftrainers schlüpfen, weil Andreas Bauhuber auf einem Firmenausflug weilte. Da übernimmt man doch gerne einmal die Verantwortung. Wenn es so geschmiert läuft. Aber er gab sich bescheiden: „Die Jungs haben es mir einfach gemacht.“

Björn Binkert, Co-Trainer des FC Geißlingen: „Die Jungs haben es mir einfach gemacht.“
Björn Binkert, Co-Trainer des FC Geißlingen: „Die Jungs haben es mir einfach gemacht.“ | Bild: Michael Neubert

Den Gegner anlaufen, unter Druck setzen. So war der Plan. „Ich bin froh, dass wir schnell zwei Tore geschossen haben“, sagte Binkert. Im gleichen Atemzug wollte er nicht verhehlen, dass die Gäste fast das 1:1 erzielt hätten.

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Jannis Pietzke (15.) zog an Geißlingens Torhüter Marc Schulze vorbei und sah nur noch das leere Tor. Marco Müller hatte den Braten gerochen, setzte zu einem unglaublichen Sprung an und klärte zum Eckball. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Pietzke getroffen hätte.

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So nahmen die Dinge ihren Lauf. Dominik Flum (24.), Yannik Rutschmann und Pascal Bercher (45.+1) machten schon bis zum Pausenpfiff den Deckel drauf. Beeindruckend: Alle vier Offensivkräfte der Klettgauer trafen. Vorne hat der Tabellenzweite eben einiges zu bieten.

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Bauhuber hätte sich wohl darüber geärgert, dass die Geißlinger nach der Pause den Fuß vom Gas nahmen, Binkert sah großzügig drüber weg: „Wir sind ein hohes Tempo gegangen, irgendwann war der Pfus draußen.“ So konnte er sich den Luxus erlauben, die mit Gelb belasteten Agilkaya, Sutter und Celik auszutauschen. Mit Blick auf die folgende schwere Aufgabe beim SV BW Murg. Da brauchen die Geißlingen ihre arrivierten Spieler.

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Beim VfR Horheim ist der Wurm drin. Nach der vierten Niederlage in Folge war die Enttäuschung natürlich groß. Die Gäste spielten teils gefällig, vor dem Tor will‘s einfach nicht klappen. „Und dann machen wir solche Fehler, das ist das Dilemma im Moment“, erklärte VfR-Trainer Stefan Indlekofer.

FC Geißlingen – VfR Horheim-Schwerzen 4:0 (4:0). – Tore: 1:0 (1.) Sutter, 2:0 (24.) Flum, 3:0 (42.) Rutschmann, 4:0 (45.+1) Bercher. – SR: Maximilian Gaar (Konstanz). – Z.: 125.

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