Radsport: – Tim Meier (20) vom RSV Rheinfelden steht vorerst an der Spitze des Radsportbezirks Hochrhein-Wiesental – zumindest bis zur Jahresauftaktsitzung 2021. Da der Erzinger Peter Rogge aus gesundheitlichen Gründen nach vierjähriger Tätigkeit nicht mehr kandidierte, stand dessen Vorgänger, Wolfgang Tritschler vom RSV Niederhof, als Wahlleiter vor der kniffligen Aufgabe, vakante Ämter zu besetzen.

Dabei kam dem Ehrenbezirksvorsitzenden aber nicht nur Peter Schlageter mit dem Vorschlag, Tim Meier für ein Jahr zu wählen, zu Hilfe. Dank Tritschlers Überredungskunst macht Schriftführer Walter Stritt nach 23 Jahren weiter und Jugendleiter Philipp Egle übernahm von Michael Schell den Posten des Fachwarts für Freizeitsport.

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Dabei wäre es kein Hexenwerk, den Bezirk mit 18 Vereinen zu führen. Nahezu alle Fachwarte hatten Erfolgsmeldungen in ihren Jahresberichten. Im Rennsport erwähnte Adrian Fingerlin nicht nur die Erfolge von ProTour-Profi Nico Denz (VBC Waldshut-Tiengen) .

Radball-Asse bei den Deutschen Meisterschaften: Moritz Schubach und Marc Huber vom RSV Öflingen (linkes Foto, von links) hoilten U17-Silber: Vom RSV Wallbach nahmen (rechtes Bild, hinten, von links) Mika Schrott und Lukas Stocker bei der U15 sowie (vorn von links) Kimi Schrott und Jonathan Kranz bei der U13 an der Endrunde teil.
Radball-Asse bei den Deutschen Meisterschaften: Moritz Schubach und Marc Huber vom RSV Öflingen (linkes Foto, von links) hoilten U17-Silber: Vom RSV Wallbach nahmen (rechtes Bild, hinten, von links) Mika Schrott und Lukas Stocker bei der U15 sowie (vorn von links) Kimi Schrott und Jonathan Kranz bei der U13 an der Endrunde teil. | Bild: Stefan Schubach und Monika Schrott

Bei den Radballern ist Stefan Schubach besonders stolz, dass erstmals drei Teams bei Deutschen Meisterschaften spielten. Kimi Schrott/Jonathan Kranz (U13) und Mika Schrott/Lukas Stocker (U15) vom RSV Wallbach verpassten knapp die Medaillenränge; Marc Huber/Moritz Schubach (U17) vom RSV Öflingen brachten Silber nach Hause.

Spitze im Kunstrad: Der Junioren-Zweier des RV Lottstetten mit Anna-Sophia von Schneyder (links) und Anika Papok räumte 2019 alles ab, was es zu gewinnen gab.
Spitze im Kunstrad: Der Junioren-Zweier des RV Lottstetten mit Anna-Sophia von Schneyder (links) und Anika Papok räumte 2019 alles ab, was es zu gewinnen gab. | Bild: Stephan von Schneyder

In seinem letzten Bericht als Kunstrad-Fachwart geriet auch Andreas Maier ins Schwärmen: „Landesmeister, Junior Masters, Deutscher Meister, Europameister – mehr geht nicht“, hob der Dogerner, der sein Amt nach 18 Jahren an Vereinskamerad Daniel Oberst weiter gab, vor allem die Juniorinnen Anika Papok und Anna-Sophia von Schneyder vom RV Lottstetten heraus. Maier, der sich künftig verstärkt der nationalen und internationalen Aus- und Weiterbildung von Kampfrichtern – unter anderem in Tschechien, Slowakei, Ungarn und Ukraine – widmet, sieht bei dem Duo kein Ende des Erfolgsweges: „Wir dürfen gespannt sein, was die beiden Mädchen dieses Jahr leisten. So etwas gab es bei uns seit Jahrzehnten nicht.“

Top-Biker: Finja Lipp von der SG Rheinfelden wurde Deutsche U17-Meisterin im Trikot von Orbea Serpentine Velosport. Ihr Bruder Miron Lipp fuhr in der Junioren-Bundesliga auf Rang fünf.
Top-Biker: Finja Lipp von der SG Rheinfelden wurde Deutsche U17-Meisterin im Trikot von Orbea Serpentine Velosport. Ihr Bruder Miron Lipp fuhr in der Junioren-Bundesliga auf Rang fünf. | Bild: Daniel Lipp

So gesehen, übernimmt Tim Meier ein kleines, aber feines und gut bestelltes Feld. Zumal er als Mountainbike-Fachwart ebenfalls Top-Leistungen meldete: „Das beginnt beim VBC Waldshut-Tiengen mit Silja und Tobias Senn sowie Lukas Kornberger, geht weiter mit Lars Reiniger und Miriam Oeschger und endet in Rheinfelden mit den Geschwistern Miron und Finja Lipp, die den Deutsche U17-Meistertitel holte.“

Der Blick auf die Details aber begründet die Vorsicht des 20-Jährigen bei der Annahme seiner einstimmigen Wahl. So schaffte es aus dem Feld der Vereine mit Bikern nur der VBC Waldshut-Tiengen, Infos für den Jahresbericht Infos zu schicken. Ein weiterer Umstand, der das offensichtlich magere Interesse der Vereine an der Arbeit seiner Vertreter im Bezirksvorstand unterstreicht, war die bittere Tatsache, dass lediglich zehn der 18 Vereine in Dogern am Tisch saßen.

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Es klemmt aber offensichtlich auch nach oben, in Richtung Badischer Radsportverband (BRV). Jugendleiter Philipp Egle monierte, dass Zuschüsse aus 2018 – es geht um 150 Euro – noch nicht geflossen seien und Ralf Bär (RSV Rheinfelden) empfahl dem anwesenden Präsidenten Herbert Jacob einen Blick auf die BRV-Internetseite: „Der Link, um Ehrungen zu melden, funktioniert nicht.“ Jacob versprach Abhilfe, sah die ausstehenden Gelder in personellen Änderungen begründet. Andererseits bat er die Vereinsvertreter um Unterstützung für Jennifer Schweizer vom RSV Herten: „Die Doppelbelastung ist enorm. Helft ihr bitte.“ Schweizer ist nicht nur Referentin Kunstrad sondern auch Vizepräsidentin Hallenradsport.

So scheint Meier gut beraten, sich an der Seite des 2019 gewählten und sehr engagiert wirkenden Vize-Vorsitzenden Peter Schlageter, mit Bedacht an die Führungsarbeit heranzutasten. In einem Jahr stehen beide Führungskräfte erneut zur Wahl und erhoffen sich dann entsprechende Wertschätzung ihrer Tätigkeit – durch die Vereine und den BRV.

Radsport-Bezirk Hochrhein-Wiesental

Den Bezirksvorstand bilden: 1. Vorsitzender Tim Meier (RSV Rheinfelden); 2. Vorsitzender Peter Schlageter; Kassierer Uwe Zamecnik (beide VBC Waldshut-Tiengen); Schriftführer Walter Stritt (RSV Grimmelshofen). Fachwarte: Radball: Stefan Schubach (RSV Öflingen); Mountainbike Tim Meier; Rennsport: Adrian Fingerlin (RSV Rheinfelden); Kunstrad: Daniel Oberst (RSV Dogern); Korso: Peter Rogge (RMSV Erzingen); Freizeitsport und Jugendleiter: Philipp Egle (RSV Bad Säckingen). (gru)