Louis, wie kommt ein Vollblut-Fußballer Ihres Schlages mit dem Lockdown klar?

Es nervt, dass wir nicht kicken. Mir fehlt das sehr. Also schau ich in meiner Freizeit auf allen Kanälen, wo Fußball kommt. Ich bin da richtig angefressen.

Louis Schanz (24) lebt in Eggingen, begann mit Fußball beim heimischen Sportverein. Als C-Junior wechselte er für drei Spielzeiten zum FC Tiengen 08, um als A-Junior wieder zurück zu kommen. Abgesehen von zwei Spielzeiten beim damaligen Verbandsligisten FC Neustadt blieb er dem B-Kreisligisten treu. Seit 1. Juli ist Schanz beim FC RW Weilheim.
Louis Schanz (24) lebt in Eggingen, begann mit Fußball beim heimischen Sportverein. Als C-Junior wechselte er für drei Spielzeiten zum FC Tiengen 08, um als A-Junior wieder zurück zu kommen. Abgesehen von zwei Spielzeiten beim damaligen Verbandsligisten FC Neustadt blieb er dem B-Kreisligisten treu. Seit 1. Juli ist Schanz beim FC RW Weilheim. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Sie sind unter der Woche auf Montage. Halten Sie sich trotzdem fit?

So gut es geht. Wenn du 12, 13 Stunden auf dem Bau warst, hast du nicht mehr viel Lust, etwas zu tun. Aber wenn ich donnerstags nach Hause komme, bin ich abends beim Cyber-Training mit Corinna Furlani dabei. Am Wochenende gehe ich regelmäßig laufen.

Das findet Louis Schanz besser

Cyber-Training? Corinna Furlani zeigt Übungen und ihr sitzt mit der Chips-Tüte auf dem Sofa und schaut zu?

Genau so – Quatsch! Wir sind per Video zugeschaltet. Jeder sieht, was der andere macht. Ich bin froh, dass wir Corinna haben. Das bringt gerade mir für die Fitness sehr viel.

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Wieso?

Man nennt mich ja das Laufwunder... Nein, ich muss auf die Fitness achten. Ich nehme ja schon zu, schaue ich Essen nur an.

Video: Scheibengruber, Matthias

Dennoch glückten Ihnen schon drei Tore. Wie haben Sie sich beim FC RW Weilheim eingelebt?

Das war kein Problem, denn vor meinem Wechsel habe ich nur Gutes gehört. Das war auch der Grund, weshalb ich doch zugesagt habe. Die ließen über Monate nicht locker, denn ich wollte den SV Eggingen nicht verlassen, weil ich sehr heimatverbunden bin. Ohne meinen Kumpel Tobias Dörflinger hätte ich den Schritt wohl nicht gemacht. Aber es war richtig, zu wechseln. Sich hier einzufinden, war nicht schwer. Die Jungs sind super, einige Mitspieler habe ich ja schon gekannt.

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Platz zwölf dürfte für euch aber nicht das Ende der Fahnenstange sein?

Bei neun neuen Spielern muss sich vieles erst einspielen. Das braucht Zeit. Zudem hatten wir viele Verletzte. Das Potenzial ist da. Ich bin mir sicher, dass wir unser wahres Gesicht noch zeigen.

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Wann rechnen Sie damit, dass wieder Fußball gespielt werden kann?

Von mir aus könnten wir heute Abend trainieren. Aber klar, Gesundheit geht vor. Ich hoffe, dass die Unterbrechung nicht bis Sommer dauert. Das wäre für Fußballer wie mich echt schlimm. Zur Not kick‘ ich auch ohne Zuschauer. Hauptsache der Ball rollt bald wieder!

Fragen: Matthias Scheibengruber

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