Fußball-Bezirksliga: – Wochenlang pausiert der Fußball wegen der weltweiten Corona-Pandemie. Kein Ball rollt, kein Tor fällt – einzig die Sportplätze selbst freuen sich über Frühling und Sonnenschein. Wann die Saison 2019/20 fortgesetzt wird, wissen derzeit nicht einmal die Fußballgötter. Eher noch droht im Moment der Abbruch der Saison. Für SÜDKURIER-Regiosport Hochrhein ist die fußballfreie Zeit ein guter Anlass, zurück zu schauen und in einer kleinen Serie auf die letzten zehn Spielzeiten zu schauen. Begleiten Sie uns auf dieser Zeitreise.

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Eintracht Stetten steigt nachträglich auf

Der Sommer 2009 brachte dem regionalen Fußball einige Kuriositäten. Als Vizemeister hinter dem FV Brombach schickte sich der FC Eintracht Stetten an, zum zweiten Mal nach 2007 in die Landesliga aufzusteigen. Im Hinspiel beim FC Denzlingen II kassierte die Elf von Bruno Blum eine 1:3-Niederlage. Im Rückspiel führte die Eintracht nach 90 Minuten mit 2:0. Stefan Fels hatte vor der Pause und Jan Tschentscher in der Nachspielzeit getroffen.

Laufduell im Spitzenspiel: Jan Tschentscher (links, gegen Kevin Tröndlin) holte mit dem FC Eintracht Stetten beim späteren Meister FV Brombach ein 1:1. In einer kuriosen Relegations-Entscheidung gegen den FC Denzlingen II schaffte er mit seinem Team doch noch den Landesliga-Aufstieg im Sommer 2009.
Laufduell im Spitzenspiel: Jan Tschentscher (links, gegen Kevin Tröndlin) holte mit dem FC Eintracht Stetten beim späteren Meister FV Brombach ein 1:1. In einer kuriosen Relegations-Entscheidung gegen den FC Denzlingen II schaffte er mit seinem Team doch noch den Landesliga-Aufstieg im Sommer 2009. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Wäre der Unparteiische, Tobias Doering aus Klengen, vom Südbadischen Fußballverband (SBFV) korrekt informiert worden, hätten die Stettener nun feiern können. Doering aber bat zur Verlängerung, und weil keine Tore mehr fielen – zum Elfmeterschießen. Das gewannen die Denzlinger mit 4:2.

Tor im Spitzenspiel: Marius Schäuble (Mitte) bejubelt seinen Treffer beim 1:1 des FC Eintracht Stetten im Spitzenspiel beim späteren Meister FV Brombach.
Tor im Spitzenspiel: Marius Schäuble (Mitte) bejubelt seinen Treffer beim 1:1 des FC Eintracht Stetten im Spitzenspiel beim späteren Meister FV Brombach. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Einen Tag später flatterte dem Verband das Protestschreiben aus dem Bohnenviertel ins Haus. Weil tatsächlich die mittlerweile eingeführte „Europacup-Regel“ galt – der Spielleiter des Verbands hatte allerdings bei der Ansetzung „alte“ Formulare verwendet – musste anerkannt werden, dass Verlängerung und Elfmeterschießen nicht korrekt waren. In einer salomonischen Entscheidung ließ der SBFV-Spielausschuss beide Mannschaften aufsteigen.

Vier Landesliga-Absteiger aus dem Bezirk

Das zweite Kuriosum des Sommers war die Tatsache, dass der Bezirk Hochrhein erstmals alle vier Absteiger aus der Landesliga stellte. Gemeinsam stiegen der FV Lörrach, der FC Wehr, der FC Tiengen 08 und – gebeutelt von einem 15-Punkte-Abzug – der SV 08 Laufenburg ab. Den Null-Achtern waren vom Verband im Spieljahr 2008/09 etliche Punkte gestrichen worden, weil sie Benjamin Gallmann eingesetzt hatten.

Juristisches Gefecht: Thomas Werne (links), seinerzeit Vorsitzender des SV 08 Laufenburg, wehrte sich im August 2009 mit Rechtsbeistand Klaus Degener vom Anwaltsbüro Reinhard Rauball (Dortmund) vor dem Landgericht Freiburg vergeblich gegen den Abzug von 15 Punkten durch den Fußballverband.
Juristisches Gefecht: Thomas Werne (links), seinerzeit Vorsitzender des SV 08 Laufenburg, wehrte sich im August 2009 mit Rechtsbeistand Klaus Degener vom Anwaltsbüro Reinhard Rauball (Dortmund) vor dem Landgericht Freiburg vergeblich gegen den Abzug von 15 Punkten durch den Fußballverband. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Gallmann war zwar schon in der Saison 2007/08 im Verein, da aber als Vertragsamateur. Zur nächsten Saison war er wieder „einfacher“ Fußballer, die Laufenburger hatten es allerdings versäumt, für ihn einen neuen Pass zu beantragen. Auch eine zivile Klage vor dem Landgericht brachte den Laufenburgern nichts. Sie hatten sich sogar von einem Anwalt der Kanzlei von Reinhard Rauball, Präsident des Bundesligisten Borussia Dortmund, vertreten lassen.

Zuversichtlich: Ehrenpräsident und Anwalt Richard Jacobs (rechts) vertrat den Südbadischen Fußballverband beim Rechtsstreit vor dem Landgericht Freiburg gegen den SV 08 Laufenburg. Moralischen Beistand leisteten damals (von links) Schatzmeister Norbert Schlageter, Vizepräsident Rudi Krämer und Geschäftsführer Siegbert Lipps im Gerichtssaal.
Zuversichtlich: Ehrenpräsident und Anwalt Richard Jacobs (rechts) vertrat den Südbadischen Fußballverband beim Rechtsstreit vor dem Landgericht Freiburg gegen den SV 08 Laufenburg. Moralischen Beistand leisteten damals (von links) Schatzmeister Norbert Schlageter, Vizepräsident Rudi Krämer und Geschäftsführer Siegbert Lipps im Gerichtssaal. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Laufenburger Pleiten vor Gericht und auf dem Platz

Parallel zur juristischen Niederlage kamen die Null-Achter auch auf dem Rasen nicht in Schwung. Unter dem neuen Spielertrainer Erkan Aktas hagelte es in der aufgestockten 18er-Liga erst einmal Niederlage um Niederlage. Nach fünf Spielen fand sich der Traditionsclub mit nur zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Sogar das Prestige-Derby beim SV BW Murg, dem ersten Punktspiel seit 1971, ging mit 1:4 verloren.

Derby nach 38 Jahren: Erstmals seit dem 1:4 aus dem Jahr 1971 standen sich am 4. September 2009 der SV BW Murg und der SV 08 Laufenburg in Murg wieder zu einem Ligaspiel gegenüber. Vor dem Anstoß von Schiedsrichter Markus Metzger lachte Gästekapitän Florian Amrein (links) mit Roberto Brogno noch um die Wette. Nach 90 Minuten gingen die Murger als 4:1-Derbysieger vom Platz.
Derby nach 38 Jahren: Erstmals seit dem 1:4 aus dem Jahr 1971 standen sich am 4. September 2009 der SV BW Murg und der SV 08 Laufenburg in Murg wieder zu einem Ligaspiel gegenüber. Vor dem Anstoß von Schiedsrichter Markus Metzger lachte Gästekapitän Florian Amrein (links) mit Roberto Brogno noch um die Wette. Nach 90 Minuten gingen die Murger als 4:1-Derbysieger vom Platz. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Seinen ersten Saisonsieg spielte der SV 08 Laufenburg am 13. Spieltag beim FC Schönau ein. Nach 162 sieglosen Tagen hatte Christoph Mathis für den 1:0-Sieg gesorgt. Auf den ersten Sieg im Waldstadion musste bis zur Rückrunde gewartet werden. Gegen den späteren Absteiger SC Lauchringen gelang ein 2:0-Erfolg.

Volltreffer: Der SV 08 Laufenburg tat sich nach dem Abstieg aus der Landesliga extrem schwer, überwinterte auf einem Abstiegsplatz. Unter anderem setzte es eine 0:3-Heimpleite gegen den FC Wallbach. Hier trifft Dan Stengritt (Mitte) gegen Onur Yildirim und Timo Jankowski (rechts) für die Gäste.
Volltreffer: Der SV 08 Laufenburg tat sich nach dem Abstieg aus der Landesliga extrem schwer, überwinterte auf einem Abstiegsplatz. Unter anderem setzte es eine 0:3-Heimpleite gegen den FC Wallbach. Hier trifft Dan Stengritt (Mitte) gegen Onur Yildirim und Timo Jankowski (rechts) für die Gäste. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Michael Gessner führt Neuling FC Hauingen auf Platz drei

Es war der Auftakt zur Aufholjagd. In der zweiten Halbserie spielten die Laufenburger immerhin 33 Punkte ein, sicherten sich am Ende mit einem Punkt Vorsprung auf Absteiger SV Weil II den Ligaverbleib. Ein 0:0 im vorletzten Spiel gegen Aufsteiger FC Hauingen, der unter Michael Gessner sensationell Platz drei und in der Rückserie 34 Punkte erreicht hatte, war die Rettung. Das stoische Festhalten an Erkan Aktas hatte sich gelohnt. Es gab seinerzeit nicht wenige Anhänger, die im Verlauf der Saison seine Entlassung gefordert hatten, Sportchef Thomas Rudigier blieb standhaft. Drei Jahre später kehrte Aktas mit dem Verein in die Landesliga zurück.

Überraschungen: Während Julian Göbel (rechts) mit dem FC Erzingen am Ende der Saison 2009/2010 sensationell in die Kreisliga A runter musste, mischte Roberto Catania mit dem von Michael Geßner trainierten Aufsteiger FC Hauingen die Liga auf und kam nach 34 Spielen auf den dritten Tabellenplatz.
Überraschungen: Während Julian Göbel (rechts) mit dem FC Erzingen am Ende der Saison 2009/2010 sensationell in die Kreisliga A runter musste, mischte Roberto Catania mit dem von Michael Geßner trainierten Aufsteiger FC Hauingen die Liga auf und kam nach 34 Spielen auf den dritten Tabellenplatz. | Bild: Scheibengruber, Matthias

FV Lörrach klettert von Platz acht zum Titel

Wie es das Schicksal will, verhagelte der vom FC Wehr gekommene Aktas mit seinem Team am drittletzten Spieltag ausgerechnet seinem bisherigen Verein den Meistertitel. Unter Trainer Lothar Silfang spielten die Wehrer eine tolle Saison, beendeten die Vorrunde mit sechs Punkten Vorsprung auf den TuS Efringen-Kirchen als Herbstmeister. Doch ausgerechnet in Laufenburg patzten die Wehrer, verloren mit 1:3 und mussten den FV Lörrach vorbei ziehen lassen.

Torschützenkönig: Gianluca Brogno (Mitte, gegen die Murger Christian Keller, Sergio Bastiao und Ammin Bouhouch) erzielte in den letzten beiden Spielen für den Absteiger FC 08 Bad Säckingen sechs Tore und wurde mit 33 Treffern bester Torschütze der Saison 2009/2010.
Torschützenkönig: Gianluca Brogno (Mitte, gegen die Murger Christian Keller, Sergio Bastiao und Ammin Bouhouch) erzielte in den letzten beiden Spielen für den Absteiger FC 08 Bad Säckingen sechs Tore und wurde mit 33 Treffern bester Torschütze der Saison 2009/2010. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Mit den Lörrachern hätte nach der Vorrunde keiner gerechnet. Das Team von Trainer Georg Schmidt stand als Achter stolze neun Punkte hinter dem Spitzenreiter. Im Winter kam allerdings Torjäger Faik Zikolli – heute Trainer beim FC Schönau – vom Lokalrivalen Rot-Weiß Lörrach und hatte erheblichen Anteil daran, dass der FV Lörrach mit 39 Punkten beste Rückrunden-Elf wurde.

FC ‚Schalke‘ Wehr als Zwei-Minuten-Meister

So spannend die Lörracher Aufholjagd war, so dramatisch endete die Titelentscheidung. Der FC Wehr hatte im finalen Spiel den FC Schönau mit 5:0 besiegt, durfte sich – wie 2001 der FC Schalke 04 – beim Abpfiff von Schiedsrichter Reiner Schaufler aus Grenzach als Meister fühlen.

Enttäuschung: Zwei Minuten lang durfte sich der FC Wehr im Sommer 2010 als Meister fühlen, dann traf die Kunde vom späten Lörracher Sieg in Schopfheim ein. Zwei Wochen später, nach dem Wunder von Untermünstertal, lachten Felix Kohlbrenner, Johannes Eckert und Davide Cannova (vorn, von links) und Waldemar Dercho (hinten) wieder.
Enttäuschung: Zwei Minuten lang durfte sich der FC Wehr im Sommer 2010 als Meister fühlen, dann traf die Kunde vom späten Lörracher Sieg in Schopfheim ein. Zwei Wochen später, nach dem Wunder von Untermünstertal, lachten Felix Kohlbrenner, Johannes Eckert und Davide Cannova (vorn, von links) und Waldemar Dercho (hinten) wieder. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Zu diesem Zeitpunkt stand es ein paar Kilometer weiter westlich noch 1:1 zwischen dem SV Schopfheim und den FV Lörrach. Dort gewährte Volker Scherer den Kontrahenten noch ein paar Nachspielminuten. Die nutzten Servet Ay-Güven (heute bei Bosporus FC Friedlingen) und Patrik Kierzek (heute beim FV Lörrach-Brombach) mit späten Toren zum 3:1-Sieg.

Gala von Sven Oertel in Untermünstertal

In der Aufstiegsrunde gegen die Spvgg. Untermünstertal schafften die Wehrer aber den Aufstieg doch noch. Dem 1:1 im Hinspiel vor heimischer Kulisse ließen sie auswärts – trotz zahlreicher Verletzten – nach zwei Treffern von Sven Oertel einen 2:0-Sieg folgen.

Ausgeflippt: Sven Oertel (vorn) traf doppelt zum 2:0-Sieg des FC Wehr im Relegations-Rückspiel bei der Spvgg. Untermünstertal. Mit Oertel freuen sich Felix Kohlbrenner (links) und Francesco Campagna.
Ausgeflippt: Sven Oertel (vorn) traf doppelt zum 2:0-Sieg des FC Wehr im Relegations-Rückspiel bei der Spvgg. Untermünstertal. Mit Oertel freuen sich Felix Kohlbrenner (links) und Francesco Campagna. | Bild: Scheibengruber, Matthias

FC RW Weilheim rettet sich im letzten Spiel

Im Tabellenkeller mussten wegen der aufgestockten Liga gleich fünf Mannschaften zurück in die Kreisliga A. Während die Aufsteiger FC Hauingen, SV Schopfheim und SV Blau-Weiß Murg den Ligaverbleib schafften, stieg Neuling SV Altenburg umgehend und als Schlusslicht mit nur 21 Punkten wieder ab.

Eintagsfliege: Erol Kücükogul (rechts, gegen den Wittlinger Patrick Schneider) und der SV Altenburg gingen mit Respekt in die erste und einzige Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte. Das Auftaktspiel in Wittlingen verlor das Team aus dem Osten des Bezirks mit 1:3, stieg am Ende mit 21 Punkten als Schlusslicht wieder ab.
Eintagsfliege: Erol Kücükogul (rechts, gegen den Wittlinger Patrick Schneider) und der SV Altenburg gingen mit Respekt in die erste und einzige Bezirksliga-Saison der Vereinsgeschichte. Das Auftaktspiel in Wittlingen verlor das Team aus dem Osten des Bezirks mit 1:3, stieg am Ende mit 21 Punkten als Schlusslicht wieder ab. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Begleitet wurde der am östlichsten gelegene Verein vom FC Erzingen, FC 08 Bad Säckingen und SC Lauchringen. Fünfter Absteiger war der SV Weil II, der sich bis zuletzt noch Hoffnung machte, das letzte Spiel mit 4:0 in Murg gewann. Da der FC RW Weilheim aber zeitgleich den FC 08 Bad Säckingen mit 6:2 besiegte, schaffte die Elf von Peter Flum den Ligaverbleib.

Gerettet: Markus Flum (links, gegen Dirk Tegethoff beim 3:3-Sieg im Hinspiel) rettete sich mit dem FC Rot-Weiß Weilheim im letzten Saisonspiel durch ein 6:2 gegen den FC 08 Bad Säckingen vor dem Abstieg.
Gerettet: Markus Flum (links, gegen Dirk Tegethoff beim 3:3-Sieg im Hinspiel) rettete sich mit dem FC Rot-Weiß Weilheim im letzten Saisonspiel durch ein 6:2 gegen den FC 08 Bad Säckingen vor dem Abstieg. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Trainer kommen und gehen

Drei der fünf Absteiger tauschten im Verlauf der Saison ihre Trainer. Beim SV Altenburg trat Michele Masi zurück, Silvan von Ow wurde Interims-Spielertrainer. Beim SC Lauchringen folgte Vorsitzender Thomas Kummer auf Günter Baldischwieler und beim FC Erzingen verabschiedete sich Patrick Stauch, für den Heiko Bürgin einsprang.

Allrounder: Heiko Bürgin war 2009/2010 beim FC Erzingen als Co-Trainer, Betreuer, Aushilfs-Torwart (hier für den verletzten Max Boll, gegen Fabio Cocuzza beim 2:2 gegen den SV BW Murg) und – nach dem Abschied von Trainer Patrick Stauch – auch als Interimstrainer im Einsatz. Den Abstieg konnte Bürgin allerdings nicht verhindern.
Allrounder: Heiko Bürgin war 2009/2010 beim FC Erzingen als Co-Trainer, Betreuer, Aushilfs-Torwart (hier für den verletzten Max Boll, gegen Fabio Cocuzza beim 2:2 gegen den SV BW Murg) und – nach dem Abschied von Trainer Patrick Stauch – auch als Interimstrainer im Einsatz. Den Abstieg konnte Bürgin allerdings nicht verhindern. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Überraschend musste im Saisonverlauf Oliver Baumgartner beim FC Tiengen 08 gehen, ihn beerbte Daniel Pietzke. Aus traurigen Gründen war der FC Wallbach zum Saisonstart zunächst ohne Trainer da. Michael Kalt verstarb im Juli 2009 an den Folgen seiner schweren Erkrankung. Nach Saisonbeginn übernahm Alexander Heim die Mannschaft.

Platzwechsel beim FC 08 Bad Säckingen

Äußerst ungewöhnlich verlief die Partie des FC 08 Bad Säckingen am Freitag, 30. April, im Hochrheinstadion. Um 19 Uhr hatte Christian Enßle (Wieslet) das Spiel auf dem Rasenplatz angepfiffen, deutete den Gastgebern in der Pause an, dass er bei zu starker Dunkelheit auf den Hartplatz wechseln würde.

Hier war es noch hell im Hochrheinstadion: Beim 1:1 des FC 08 Bad Säckingen gegen den SV 08 Laufenburg – hier wird Michael Weinert (rechts) von Marc Seigel ausgespielt – bat Schiedsrichter Christian Enßle die beiden Mannschaften nach 70 Minuten zum Umzug auf den damals noch existierenden Hartplatz, der im Gegensatz zum Rasen mit Flutlicht ausgestattet war.
Hier war es noch hell im Hochrheinstadion: Beim 1:1 des FC 08 Bad Säckingen gegen den SV 08 Laufenburg – hier wird Michael Weinert (rechts) von Marc Seigel ausgespielt – bat Schiedsrichter Christian Enßle die beiden Mannschaften nach 70 Minuten zum Umzug auf den damals noch existierenden Hartplatz, der im Gegensatz zum Rasen mit Flutlicht ausgestattet war. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Das tat er dann auch – beim Stand von 1:0 für die Null-Achter durch Max Stockkamp – in der 70. Minute. Weil die Hausherren das Terrain jedoch nicht gestreut hatten, stellte Enßle farbige Hütchen an den wichtigsten Punkten auf. Kurz vor Schluss glichen die Gastgeber durch Norbert Schneider, der kurz danach „Rot“ sah, noch aus. Die Laufenburger legten gegen die Spielwertung Protest ein, doch war dem Unparteiischen kein Fehler nachzuweisen: „Er hat alle Möglichkeiten auszuschöpfen, ein Spiel zu Ende zu bringen“, sagte seinerzeit Schiedsrichter-Chef Ralf Brombacher schon unmittelbar nach der Partie.

Bezirksliga-Saison 2009/2010

Aufstieg: Vorsitzender Hans-Peter Schlageter und Trainer Lothar Silfang (rechts) feiern 2010 in Untermünstertal den Landesliga-Aufstieg des FC Wehr.
Aufstieg: Vorsitzender Hans-Peter Schlageter und Trainer Lothar Silfang (rechts) feiern 2010 in Untermünstertal den Landesliga-Aufstieg des FC Wehr. | Bild: Scheibengruber, Matthias

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