Fußball-Bezirksliga: – Paukenschlag beim Aufsteiger FC RW Weilheim. Der seit dem vergangenen Wochenende auf einen Abstiegsplatz gerutschte Neuling hat sich in der Karwoche von Trainer Dietmar Knab (54) getrennt. "Ein Großteil der Spieler ist auf den Vorstand zugekommen und sprach davon, keine gemeinsame Vertrauensbasis mehr zum Trainer zu erkennen", so Sportchef und Aktvispieler Alexander Rindt, den die Entwicklung selbst überrascht hat: "Es ist ihm fachlich nichts vorzuwerfen und wir sehen keine Schuld seinerseits an der sportlichen Situation", so Rindt.

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Aus den acht Spielen der Rückrunde hat die Mannschaft nur vier Punkte – ein 2:1 am 24. November beim SV Weil II und ein 1:1 am 17. März gegen den TuS Efringen-Kirchen – eingefahren. Seit dem vergangenen Wochenende steht der Neuling mit 23 Punkten erstmals auf einem Abstiegsplatz. "Nach dem 0:1 beim FC Schönau wurden wir davon in Kenntnis gesetzt, dass die Mehrheit der Mannschaft nicht das Gefühl habe, mit Dietmar Knab den Verbleib in der Liga noch zu erreichen", so Rindt, der die Situation als ernst aber nicht als hoffnungslos bezeichnet: "Spätestens nach dem Knaller gegen den FC Zell am Karsamstag kommen die Gegner auf Augenhöhe. Ich bin davon überzeugt, dass wir die fehlenden Punkte noch einfahren können."

Alex Rindt berichtete aus dem kurzfristig mit Knab einberaumten Gespräch, dass der langjährige Trainer des Vereins überrascht gewesen sei: "Er erklärte, dass er unter diesen Umständen nicht im Wege stehen wolle. Es habe keinen Sinn, die Arbeit fortzuführen, obwohl er durchaus davon überzeugt gewesen sei, die Saison zu einem guten Ende zu bringen", berichtet Rindt.

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Dass im Kader des Neulings über den Winter gewisse Lücken aufgetreten seien, könne man Dietmar Knab nicht anlasten: "Zahlreiche Verletzungen haben ihren Tribut gefordert. Einige Spieler sind aus Studien- oder Arbeitsgründen nicht mehr verfügbar. Und dann gibt es auch noch den einen oder anderen Akteur, der einfach weg geblieben ist", will Rindt den bisherigen Trainer, der im vergangenen Sommer aus der Nachwuchsabteilung zur "Ersten" als Nachfolger von Lars Müller aufrückte, aus der Schusslinie.

Aktuell stehe der Verein nun wirklich ohne Trainer da: "Gerd Gampp wird Betreuer und Co-Trainer bleiben, steht aber nicht als Interimslösung zur Verfügung", erklärt Rindt und versichert: "Das Training am Gründonnerstag werden wir intern im Team leiten. Aber wir versuchen schnellstens eine Lösung für die restlichen Spiele zu finden."

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