Video: Tommy Buschle

Fußball-Bezirksliga: – Kurz vor halb fünf stieg die Party in Stetten. Jubelnd verließ der FC Hochrhein den kleinen Kunstrasenplatz, hatte den favorisierten VfB Waldshut nach einem Krimi mit 4:3 besiegt und seinem Namen als Favoritenschreck alle Ehre gemacht. Schon Spitzenreiter FC Wittlingen hatte beim Aufsteger eine Niederlage – die bislang einzige Pleite überhaupt in dieser Saison – kassiert.

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Für Trainer Philip Brandl entwickelte sich vor guter Kulisse auf dem neuen Sportplatz eine Partie, die „du so nicht planen kannst“. Da war zunächst der Auftritt von Fabio Kech, der zum Saisonbeginn vom FC Erzingen gekommen war. Der 23-Jährige fühlt sich beim neuen Verein durchaus wohl, was ihm aber noch fehlte, waren konstante Erfolgserlebnisse, auch wenn er bis dahin schon drei Tore erzielt hatte.

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Gegen den VfB Waldshut scheint nun der Knoten geplatzt zu sein. Kech erzielte nicht nur nach zwei Minuten bereits die Führung. Kurz nach dem Ausgleich durch Fayik Onurlu hatte er die richtige Antwort parat und traf drei Minuten später zum 2:1.

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Und nach dem Seitenwechsel, als die Waldshuter dank der beiden Treffer, die Marjan Jelec zur 3:2-Pausenführung erzielt hatte, führten und dem Sieg entgegen eilten, war erneut Kech zur Stelle und traf zum wichtigen Ausgleich. Zwei Minuten später stand Stetten dann Kopf, als Nico Maier gar das 4:3 für seine Mannschaft erzielt hatte.

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Der letztlich glückliche Sieg – die Waldshuter vergaben mehrere hochkarätige Chancen zum 4:4 – stand bis zum Abpfiff von Luigi Satriano auf der Kippe. Wie, glücklich er war, zeigte sich aber auch in einem zweiten Spiele des FC Hochrhein, der absolute Nervenstärke an den Tag legte.

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Lukas Stelter hielt beim Stand von 2:2 zunächst einen von Andreas Rutschmann verursachten Foulelfmeter von Stjepan Kovacevic. Nach Maiers Führungstreffer in der Schlussphase war es erneut Rutschmann, der einen Strafstoß verursachte. Ihm war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen, Satriano blieb keine andere Wahl, als erneut auf den Punkt zu zeigen. Dieses Mal lief David Duvnjak gegen Stelter an – und scheiterte ebenfalls am Schlussmann des FC Hochrhein.

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„Es war ein unglaubliches Spiel“, rang Philip Brandl nach dem Schlusspfiff um Fassung: „Die Jungs haben gekämpft, sind gelaufen, haben alles rausgehauen. Durch den Spielverlauf hat sich vieles dann auch einfach so ergeben“, blickte er auf eine emotionale Partie zurück.

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Beim VfB Waldshut herrschte nach dieser Niederlage, die dritte in dieser Saison, zwar Ernüchterung, doch gab sich Vorsitzender Klaus Fricker aufgeräumt: „Wir machen uns nicht verrückt. Es stehen nun noch zwei schwere Heimspiele gegen den SV Buch und den FC Wittlingen an. Da wollen wir etwas konsequenter auftreten. Hier hat uns vielleicht die Leidenschaft gefehlt, die der FC Hochrhein an den Tag gelegt hat.“ An den Chancen, so Fricker, habe es sicher nicht gelegen, dass das Spiel verloren wurde: „Wir hatten Mühe mit dem kleinen Platz und dem kompakten Spiel“, erklärt Fricker: „Und mit dem starken FCH-Torwart.“

FC Hochrhein – VfB Waldshut 4:3 (2:3). – Tore: 1:0 (2.) Kech; 1:1 (10.) Onurlu; 2:1 (13.) Kech; 2:2 (18.) und 2:3 (36.) beide Jelec; 3:3 (72.) Kech; 4:3 (74.) Maier. – SR: Luigi Satriano (Zell). – Z.: 220. – Bes.: Stelter hält FE von St. Kovacevic (VfB/30.) und HE von Duvnjak (VfB/81.).

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