Bei Bauarbeiten im Sommerauer Tunnel sind am Montag 13 Personen verletzt worden. Die Arbeiter zogen sich nach ersten Erkenntnissen eine Kohlenmonoxidvergiftung zu. Offenbar ist eine Lüftungsanlage, die den Tunnel mit Frischluft versorgen sollte, ausgefallen.

Aus diesen Rohren soll normalerweise Abluft aus dem Tunnel heraus- und frische Luft in den Tunnel eingeleitet werden. Nach ersten Erkenntnissen ist die Lüftungsanlage ausgefallen, worauf die Arbeiter eine Vergiftung erlitten und über Beschwerden klagten.
Aus diesen Rohren soll normalerweise Abluft aus dem Tunnel heraus- und frische Luft in den Tunnel eingeleitet werden. Nach ersten Erkenntnissen ist die Lüftungsanlage ausgefallen, worauf die Arbeiter eine Vergiftung erlitten und über Beschwerden klagten. | Bild: Roland Sprich

Ungefähr 100 Einsatzkräfte wurden angesichts der hohen Zahl an Verletzten alarmiert. Der Bahnverkehr der Schwarzwaldbahn war nicht beeinträchtigt, da die Strecke derzeit ohnehin wegen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen gesperrt ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Gegen 14.30 Uhr wurden die Rettungskräfte über die Integrierte Leitstelle alarmiert. Bekannt war zu diesem Zeitpunkt, dass mehrere Arbeiter über Übelkeit klagten. Aufgrund der gemeldeten Anzahl von 13 betroffenen Personen wurde ein sogenannter MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst.

Die Verletzten werden ins Klinikum gebracht.
Die Verletzten werden ins Klinikum gebracht. | Bild: Roland Sprich

Daraufhin wurden Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz aus dem gesamten Schwarzwald-Baar-Kreis an die Unglücksstelle beordert. Diese befindet sich am unteren Portal des Sommerauer Tunnels oberhalb des Triberger Ortsteils Nußbach.

Auf dem Rettungsplatz vor dem Tunnelportal versammeln sich die Rettungskräfte, um die 13 Arbeiter zu untersuchen, die eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten haben. Bilder: Roland Sprich
Auf dem Rettungsplatz vor dem Tunnelportal versammeln sich die Rettungskräfte, um die 13 Arbeiter zu untersuchen, die eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten haben. Bilder: Roland Sprich | Bild: Roland Sprich

Arbeiter bringen sich in Sicherheit

Die betroffenen Arbeiter hatten den Tunnel zwischenzeitlich verlassen und wurden vom medizinischen Personal umgehend untersucht. Demnach haben fünf der Arbeiter über stärkere Beschwerden geklagt, acht weitere klagten über leichtere Beschwerden.

Allein das Rote Kreuz – hier Helfer vom Bevölkerungsschutz – ist mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort.
Allein das Rote Kreuz – hier Helfer vom Bevölkerungsschutz – ist mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort. | Bild: Roland Sprich

Wie ein Feuerwehrsprecher sagte, wurden vorsorglich dennoch alle 13 Personen mit Rettungs- und Krankenwagen für eine genauere Abklärung ins Schwarzwald-Baar-Klinikum gebracht.

Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht an die Einsatzstelle.
Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht an die Einsatzstelle. | Bild: Roland Sprich

Alle Kräfte mobilisiert

Im Einsatz waren neben den Feuerwehren aus Triberg und St. Georgen auch weitere Feuerwehrkräfte aus dem gesamten Landkreis.

Auch Helfer des Notfallnachsorgedienstes werden an die Unglücksstelle gerufen.
Auch Helfer des Notfallnachsorgedienstes werden an die Unglücksstelle gerufen. | Bild: Roland Sprich

Das Rote Kreuz, das mit haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften und mehreren Gruppierungen ausgerückt war, hatte sich auf dem Parkplatz eines Autohauses einen Bereitstellungsplatz eingerichtet. Dort warteten zwischenzeitlich etwa 50 Einsatzkräfte auf den Einsatz. Auch drei Kräfte der Notfallnachsorge wurden an die Unglücksstelle gerufen, um die Betroffenen bei Bedarf zu betreuen.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war bis Redaktionsschluss noch unklar. Die Polizei, die ebenfalls mit mehreren Beamten vor Ort war, hat die Ermittlungen übernommen.