Mit "Randen-Male" machte sich am Samstagabend der närrische Lindwurm auf den Weg durch die Straßen von Spöck. So wie die Rengetsweiler Randenmale waren 31 weitere Narrengruppen mit 1200 Hästrägern in dem kleinen Dorf zum Nachtumzug erschienen. Der Anlass war das 25-jährige Jubiläum der Hilb-Hexen aus Kalkreute und Spöck.

Die Rälleköpfe aus Hippetsweiler waren in der Dunkelheit kaum zu übersehen.
Die Rälleköpfe aus Hippetsweiler waren in der Dunkelheit kaum zu übersehen. | Bild: Robert Reschke

Vor dem Umzug gab es selbstverständlich einen Zunftmeisterempfang im Festzelt. Beim Umzug begrüßte vom Ansager-Wagen herab Claus Zimmermann, der Vorsitzende der örtlichen Zunft, mit "Haudri-Haudro" bis "Bauze-Meck" jede einzelne Gruppe mit ihren Narrenrufen. Doch irgendwann verließ den Obernarren seine Stimmgewalt und da musste dann Bürgermeister Christoph Schulz kurzerhand in die Bresche springen, um die restlichen Gruppen anzukündigen.

Die Echbecker-Quellgeister bildeten den farbenfrohen Abschluss des närrischen Zugs.
Die Echbecker-Quellgeister bildeten den farbenfrohen Abschluss des närrischen Zugs. | Bild: Robert Reschke

Viele Narrengruppen hatten ihre eigene Narrenmusik mitgebracht. So sorgten die Blechrebellen aus Hosskirch, der Fanfarenzug Königseggwald oder der Musikverein Burgweiler für die närrische Begleitung. Aus Aach-Linz, Denkingen, Pfullendorf und Ostrach hatten sich vielköpfige Gruppen eingefunden. Da durfte dann die Hexenpyramide der Ruschweiler Waldhexen genauso wenig fehlen, wie das Wikingerschiff aus Jettkofen oder der Festwagen Hola-Gi aus Neukirch.

Die Waldhexen hievten auf ihren Besen gekonnt eine Hexe in die Höhe.
Die Waldhexen hievten auf ihren Besen gekonnt eine Hexe in die Höhe. | Bild: Robert Reschke

Nach einer knappen Stunde war schon alles vorbei. Die zahlreichen Zuschauer und der Narrentross zogen anschließend in Richtung des Festzeltes beim Feuerwehrgebäude. Doch da mussten sich die Gäste schon gehörig in Geduld üben. Vor dem Festzelt, das schon frühzeitig von durstigen und hungrigen Narren gefüllt war, bildete sich eine große Traube von Wartenden, die gerne auch noch einen Platz im Inneren ergattern wollten. Aber hier kannte die Security kein Erbarmen und so kamen zunächst nur die Hästräger zum Zuge. Wer dann endlich auch einmal ins Festzelt vordringen konnte, der durfte dann noch bis spät in die Nacht feiern.

Die Gruppe Hola-Gi aus Neukirch zeigte sich mit ihrem bunten Umzugswagen.
Die Gruppe Hola-Gi aus Neukirch zeigte sich mit ihrem bunten Umzugswagen. | Bild: Robert Reschke

Aber bereits am Vortag hatten die partyhungrigen Besucher Gelegenheit ausgiebig zu feiern. Nach dem Narrenbaumstellen gab es die "Hexenkessel-Party" im Festzelt. Dafür hatte der Verein auch eigens einen Shuttle-Service von Ostrach aus eingerichtet.

Die Lumpenkapelle Heugebläse benutzte ihre Musikinstrumente nicht immer musikalisch.
Die Lumpenkapelle Heugebläse benutzte ihre Musikinstrumente nicht immer musikalisch. | Bild: Robert Reschke
Die Stegstrecker-Zunft aus Pfullendorf, vorab mit der "Narrenbolizei", präsentierte sich mit einer großen Truppe.
Die Stegstrecker-Zunft aus Pfullendorf, vorab mit der "Narrenbolizei", präsentierte sich mit einer großen Truppe. | Bild: Robert Reschke
Als einer der ersten Gruppen zogen die Kehlbach-Ratten aus Otterswang durch die nächtlichen Straßen.
Als einer der ersten Gruppen zogen die Kehlbach-Ratten aus Otterswang durch die nächtlichen Straßen. | Bild: Robert Reschke