Nach zwölfjähriger Pause, findet in diesem Jahr wieder ein Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN), in der Trompeterstadt statt. Insgesamt 3000 Hästräger ziehen formiert zu einem großen Narrensprung, am Sonntag, 17. Februar, durch Bad Säckingen. Insgesamt 68 traditionell ausgerichtete Narrenzünfte gehören der Vereinigung an. 22 Zünfte aus sechs Landschaften besuchen Bad Säckingen oder reisen bereits am Samstag, 16.  Februar, zum Brauchtumsabend in der Innenstadt an. Welche Zünfte das sein werden, stellen wir ab dem kommenden Montag, 21. Januar, in einem Kurzportrait vor. Vorgestellt werden die Zünfte in der Reihenfolge, wie sie auch am Umzug mitlaufen werden. Am Freitag, 15. Februar, wird auch die Maskenschau der Bad Säckinger Narrenzunft eröffnet, die im Obergeschoss in der Villa Berberich untergebracht ist.

Ein neuer Rhythmus in der Verteilung der Narrentreffen innerhalb der VSAN ist der Grund, weshalb das letzte VSAN-Narrentreffen in Bad Säckingen, 2006 stattgefunden hatte. Damals noch unter Leitung von Peter Wack. In diesem Jahr trägt Zunftmeister Rolf Meyer die Hauptverantwortung und seit über einem Jahr treffen sich die Zunftmitglieder mit den Hilfsorganisationen wie THW, Feuerwehr, das DRK und die Polizei, aber auch mit dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung und den Bad Säckinger Vereinen, um das Festwochenende in Bad Säckingen zu organisieren. Und in diesem Jahr bedeutet das für die Narrenzunft Bad Säckingen, jede Menge Arbeit. Denn das Narrentreffen ist lediglich ein weiteres „Zückerle“ im Säckinger Narrenkalender. Die Bad Säckingern müssen auch in diesem Jahr auf keine der vertrauten Veranstaltungen des Bad Säckinger Narrenfahrplans verzichten.

Bereits seit 1925 gehört die Bad Säckinger Narrenzunft der Landschaft Hochrhein, der VSAN an, die sich ebenfalls erst ein Jahr zuvor gegründet hat. Beherrschend in der Bad Säckinger Fastnacht ist die Figur des Maisenhardt-Joggele. Im Maisenhardt, einem Waldgebiet nördlich der Stadt, soll ein arglistiger Geist leben und Menschen in die Irre führen. Für die Maske des Bad Säckinger Römers war ein Komödiantenkopf aus Muschelkalk maßgebend, ein Fundstück aus römischer Zeit. Das Häs des „Joggele“ ist grün, besetzt mit ausgestanzten Filzblättern in Form und Farbe des herbstlichen Laubwaldes. eine Holzmaske im Ausdruck eines „Wildmannes“ mit Pelz besetzt, vervollständigt die Figur. Der Gruppe gehören Männer, Frauen und Kinder an.