Update Montag, 19. Juli: Seit dem Wochenende hat sich die Lage im Land zunehmend entspannt. Die Wasserstände am Rhein und am Bodensee waren zwar weiter auf einem hohen Niveau, wie die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) am Sonntag mitteilte. Das Hochwasser klinge aber ab. Den Überblick über die Lage im Südwesten und Bodensee und Hochrhein nach dem Hochwasser-Alarm vom vergangenen Freitag lesen Sie hier.

Die aktuellen Entwicklungen nach den Überflutungen in den besonders betroffenen Gebieten in Deutschland lesen Sie hier.

 

Hochwasser-Alarm in einigen Regionen am Hochrhein und am Bodensee: Straßen wurden gesperrt, Keller liefen voll.

Hier begleiten wir die aktuellen Entwicklungen in den jeweiligen Regionen:

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Zahlreiche Straßen im Kreis Lörrach gesperrt

Heftige Gewitter und Starkregen sorgten im Landkreis Lörrach für Hochwasser, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Zahlreiche Straßen wurden gesperrt.

Schwerpunkte seien die Gemeinden Inzlingen und Grenzach-Wyhlen. „Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diese Gebiete zu meiden und wenn möglich auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verzichten“, hieß es weiter.

Die Lörracher Feuerwehr hatte in der Nacht den öffentlichen Notstand ausgerufen. Das sei in erster Linie ein formaler Akt, erklärte Kommandant Manuel Müller. „Normalerweise müssen wir jedem in Rechnung stellen, wenn wir den Keller auspumpen.“ Aufgrund der Vielzahl an auszupumpenden Kellern sei das jetzt nicht nötig, die Kosten übernehme die Stadt. Mit dem öffentlichen Notstand würden auch für die Feuerwehr die Dokumentationspflichten einfacher, erklärte Müller.

Keller im Kreis Waldshut vollgelaufen

Im Kreis Waldshut liefen mehrere Keller voll, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte. Zudem war der Anbau eines Hauses in Stühlingen eingestürzt, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten ist.

Kein Durchkommen für Verkehr aus Singen/Hegau

Die B314 in der Höhe Stühlingen-Grimmelshofen wurde überschwemmt und von der Polizei bereits in der Nacht gesperrt.

Video: Leserreporter Erhard Pörisch

Für den Verkehr aus dem Bereich Singen/Hegau gab es damit kein Durchkommen durchs Wutachtal mehr. Zunächst standen auch keine Umleitungsstrecken bereit, so dass es zu Lieferverzögerungen im Kreis Waldshut kam. Betroffen war unter anderem die Auslieferung der Tageszeitungen.

Weitere Details zur aktuellen Lage am Hochrhein lesen Sie hier.

Überschwemmungen im Raum Stockach

Im Raum Stockach brachte ein großes Unwetter am Donnerstagabend erneut große Regenmassen, so dass Einsatzkräfte der Feuerwehr überall ausrücken mussten. In Mühlingen lief das Wasser in regelrechten Sturzbächen die Straßen hinunter.

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Außerdem legte ein Stromausfall Espasingen lahm und die Feuerwehr Bodman-Ludwigshafen musste den Keller der Kläranlage auspumpen, da die Technik bedroht war.

Wie die aktuelle Hochwasserlage am Bodensee ist, lesen Sie hier.

Wohngebiet im Allgäu überflutet

In Wangen im Allgäu im Landkreis Ravensburg ist aufgrund des Starkregens am späten Donnerstagabend ein Wohngebiet überflutet worden. Wie viele Häuser von der Überflutung betroffen sind, war zunächst unklar. Nach Angaben der Einsatzkräfte stand das Wasser im Wohngebiet zum Teil kniehoch – zahlreiche Keller und Garagen liefen voll mit Wasser.

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Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes rechnen bis Samstag im Südwesten mit teils kräftigem Dauerregen.

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Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg warnte vor schnellem Ansteigen des Wassers insbesondere an Gewässern in den Regionen Südschwarzwald, Oberschwaben und Bodensee. „Die Wasserstände an Hoch- und Oberrhein befinden sich aufgrund der Vorbelastung auf einem hohen Niveau“, teilte die LUBW mit. (sk / dpa)