Hohe Infektionsraten, eine angeschlagene Wirtschaft, Todesopfer, Einsamkeit – zu Corona-Zeiten überwiegen derzeit die schlechten Nachrichten die guten. Aber es gibt sie doch, die mutmachenden Geschichten, die das Herz erwärmen, von Zusammenhalt erzählen und Hoffnung machen. Eine Auswahl positiver Ereignisse.

Lustiger Gang lenkt von Problemen ab

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Den Menschen in der aktuellen Lage ein Lächeln auf die Lippen zaubern und ihren Spaziergang ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten – das tut eine Familie aus dem US-Bundesstaat Michigan durch eine ganz besondere Aktion: In Anlehnung an einen Sketch der britischen Comedy-Gruppe Monty Python hat sie auf dem Gehweg vor ihrem Haus ein Schild aufgestellt. „Sie haben den Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für alberne Gänge betreten. Beginnen Sie sofort, albern zu gehen“, steht darauf. Der Aufforderung kommen zahlreiche Vorbeikommende nach – sie hüpfen, tanzen oder oder taumeln am Haus vorbei und werden dabei gefilmt. Die lustigen Clips lädt die Familie auf dem Instagramaccount „yorkshire.silly.walks“ hoch und lässt so auch alle, die nicht in Yorkshire leben, an den Momenten der Unbeschwertheit teilhaben.

Unterstützung über Social Media

Dass der Zusammenhalt zu Corona-Zeiten groß ist und auch keinen Halt vor Ländergrenzen macht, zeigt die Geschichte von Pedro Carvajal aus Spanien. Der 79-Jährige kämpfte bereits 46 Tage lang gegen eine schwere Corona-Infektion, wegen der er im Krankenhaus lag. Als schon der fünfte Test positiv ausfiel, verließ den Mann der Mut. Um ihn zum Durchhalten zu motivieren, griff sein Arzt Carlos Hernandez zu einem ungewöhnlichen Mittel. Er startete einen Aufruf in den Sozialen Medien und forderte Nutzer auf, Botschaften zu schicken, die Pedro Carvajal Mut machen sollten. Der Post ging viral: Nach wenigen Tagen gingen 15 000 Rückmeldungen ein, unter anderem aus Mexiko, Kolumbien, Island, Japan, Marokki, China, Kanada oder Peru. Der erkrankte 79-Jährige war überwältigt von so viel Unterstützung – und konnte das Krankenhaus wenige Tage später gesund verlassen.

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Bild: DIRK WAEM

Der See Genezareth ist fast voll

Bisher stand es um den See Genezareth schlecht – Israels wichtigste natürliche Wasserquelle wurde in den vergangenen Jahren von anhaltender Dürre bedroht. 2017 sank der Pegel auf ein Rekordtief von 214 Metern unter dem Meeresspiegel. Jetzt aber gibt es positive Nachrichten: Nach starken Regenfällen in den vergangenen Monaten ist das Wasserreservoir im Norden Israels fast voll gelaufen. Wie die israelische Wasserbehörde mitteilt, ist in der vergangenen Woche ein Pegel von 208,90 Metern unter dem Meeresspiegel gemessen worden. Das bedeutet, dass nur noch knapp zehn Zentimeter fehlen, bis der Höchststand erreicht ist.

Bild: Israelisches_Tourismusministeriu

Vorlesen für einen guten Zweck

Um zu Corona-Zeiten Familien zu unterstützen, die besonders von der Zwangsisolation betroffen sind, haben Prominente sich zusammengetan und lesen Gute-Nacht-Geschichten für einen Podcast des gemeinnützigen Sozialunternehmens "Nestwärme" vor. Dabei waren unter anderem schon Nina und Julia Meise, die als Ratiopharm-Zwillinge bekannt wurden, oder die Schauspielerin und Musicaldarstellerin Ursula Anna Baumgartner. Schon fast 50 Geschichten wurden auf diese Weise vorgelesen. Der Podcast ist auf der Internetseite von „Nestwärme“ und auf Spotify oder Youtube zu finden.

Seltener Panda-Nachwuchs

Inmitten der Corona-Krise ist es in den Niederlanden zu einer niedlichen Premiere gekommen: Im Ouwehands Tierpark in Rhenen bei Arnheim hat die Riesenpanda-Dame Wu Wen ein Junges bekommen. Bei dem Tier handelt es sich um das erste Panda-Baby, das überhaupt in den Niederlanden geboren wurde. Allerdings gehört das Neugeborene nicht den Niederlanden, sondern China – ebenso wie seine Eltern. Es soll noch vier Jahre im Ouwehands Tierpark bleiben und dann nach China gebracht werden. Seine Eltern waren 2017 in die Niederlande gekommen.

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Spendenaktionen für Corona-Betroffene

Um Menschen und Einrichtungen zu unterstützten, die während der Corona-Pandemie besonders auf Hilfe angewiesen sind, werden rund um die Welt zahlreiche Spendenaktionen organisiert – mit dabei sind auch einige Prominente. So hat eine Corona-Spendengala mit US-Stars wie Mariah Carey, Bon Jovi und Billy Joel 115 Millionen Dollar (umgerechnet 106 Millionen Euro) für Bedürftige in New York eingebracht. Für ein Krankenhaus in Argentinien spendete der Fußball-Weltstar Lionel Messi unterdessen rund 500 000 Euro und auch in Deutschland wird geholfen: So haben die Fußballer Joshua Kimmich und Leon Goretzka die Spenden-Initiative „We kick Corona„ ins Leben gerufen.

MIt Material von dpa und AFP

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