Tiere haben den Zoo ganz für sich alleine

Endlich mal keine Besucher: Die Tiere im Litauischen Meeresmuseum in Klaipeda haben die wegen der Coronavirus-Krise für Publikum geschlossene Anlage derzeit für sich allein – und zumindest einige davon können sich nun einmal ungestört in ihrem Zuhause umsehen. Gemeinsam mit ihren Tierpflegern gingen zwei Humboldt-Pinguine auf Erkundungstour durch die menschenleeren Hallen, wie ein vom Museum auf Facebook veröffentlichtes Video zeigt. Zu sehen ist, wie die beiden Seevögel an Aquarien mit Fischen vorbeiwatscheln und vor den Becken mit ihren Pflegern herumtollen.

Etwas Ähnliches war kürzlich aus dem Shedd Aquarium in Chicago zu sehen: Auch dort durften Pinguine die menschenleere, derzeit geschlossene Anlage erkunden.

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Autokino ist weiterhin möglich, zumindest in Kornwestheim

Die Kinos im Land haben wegen der Corona-Krise schon vor Tagen dichtgemacht – wer aber ein Auto hat, kann trotzdem Filme auf großer Leinwand anschauen. Das Autokino in Kornwestheim unweit von Stuttgart öffnet trotz der massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. „Bei uns gibt es keinen Kundenkontakt“, sagte Amarah Attal von den Veranstaltern. Tickets seien ausschließlich online erhältlich, am Autokino würden sie dann durch die Scheibe abgescannt.

Autos stehen um 20:05 Uhr im Drive In Autokino Kornwestheim. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kinos darf das Autokino trotz der Ausbreitung des Coronaviruses offen bleiben, es keinen Kundenkontakt gibt. So findet der Ticketverkauf findet nur online statt und die Snackbar ist geschlossen.
Autos stehen um 20:05 Uhr im Drive In Autokino Kornwestheim. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kinos darf das Autokino trotz der Ausbreitung des Coronaviruses offen bleiben, es keinen Kundenkontakt gibt. So findet der Ticketverkauf findet nur online statt und die Snackbar ist geschlossen. | Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Dadurch sei es möglich, auf zwei Leinwänden Filme zu zeigen, die sich rund 2000 Besucher anschauen könnten. „Wir haben offen, bis die Ausgangssperre droht“, sagte Attal. Der Ton gelangt über das Autoradio in die Wagen. Die Veranstalter betreiben insgesamt fünf Autokinos in Deutschland – auch eines in Essen in NRW hat noch offen.

Stefan Raab will mit einem neuen Musik-Contest nicht Corona nicht über die Musik siegen lassen

Stefan Raab und der Eurovision Song Contest – das ist eine Geschichte von Krise und Rettung. Von Leidenschaft und Erfolg. Genau der Heldenmythos, den die Deutschen zwischen der Virengefahr und dem Budenkoller in den eigenen vier Wänden so bitter nötig haben.

Der TV-Produzent und ehemalige Moderator will sich offensichtlich auch von dem Coronavirus nicht kleinkriegen lassen. Er ruft abseits vom offiziellen ESC eine eigene Show aus. Dieses Jahr, während vermutlich erst mal nirgends in der Welt größere Konzerte stattfinden und Deutschland über Atemmasken im Supermarkt diskutiert, gibt der Entertainer trotzig die Devise aus: „Besondere Herausforderungen brauchen besondere Lösungen. An diesem Abend kommt Europa auf besondere, einzigartige Weise zusammen.“

Als Ersatz für den abgesagten Eurovision Song Contest (abgekürzt ESC) 2020 planen Raab und der Fernsehsender ProSieben einen „neuen, freien europäischen Songwettbewerb“. Er soll am 16. Mai in Köln unter allen „aktuellen gesetzlichen Auflagen und (...) Vorgaben der Gesundheitsbehörden“ stattfinden und „Free European Song Contest“ heißen. Das wäre ursprünglich der Termin des abgesagten ESC gewesen. Mal schauen, was draus wird. Wir sind auf jeden Fall gespannt.

Stefan Raab plant als Ersatz für den abgesagten Eurovision Song Contest (ESC) 2020 zusammen mit ProSieben einen „neuen, freien europäischen Songwettbewerb“. Er soll am 16. Mai in Köln unter allen „aktuellen gesetzlichen Auflagen und (...) Vorgaben der Gesundheitsbehörden“ stattfinden und „Free European Song Contest“ heißen.
Stefan Raab plant als Ersatz für den abgesagten Eurovision Song Contest (ESC) 2020 zusammen mit ProSieben einen „neuen, freien europäischen Songwettbewerb“. Er soll am 16. Mai in Köln unter allen „aktuellen gesetzlichen Auflagen und (...) Vorgaben der Gesundheitsbehörden“ stattfinden und „Free European Song Contest“ heißen. | Bild: Jörg Carstensen, dpa

Auch in Deutschland wird die Luft zunehmend besser

Die Luftverschmutzung in deutschen Städten hat im Zuge der Corona-Ausgangsbeschränkungen bereits deutlich abgenommen. Dies zeigt ein Vergleich von Satellitenbildern aus den vergangenen Tagen mit jenen ein Jahr zuvor, die die Europäische Allianz für öffentliche Gesundheit EPHA nun veröffentlichte. Die Bilder des Satelliten „Sentinel-5“ aus der Zeit vom 5. bis 25. März 2019 und derselben Zeit 2020 zeigen drastische Unterschiede für Großstädte wie Düsseldorf, Essen, Köln oder Frankfurt.

Diese Bilkombo, die Daten des Kopernikus-Satelliten Sentinel-5 Precursor verwenden, zeigen in Frankreich die durchschnittlichen Stickstoffdioxid-Konzentrationen vom 14. bis 25. März 2020 (rechts) im Vergleich zu den monatlichen Durchschnittskonzentrationen vom 2019. Oben rechts auf den Bildern ist ein Teil Deutschlands zu sehen. Dort hat ebenfalls merklich die Stickstoffdioxid-Konzentrationen nachgelassen.
Diese Bilkombo, die Daten des Kopernikus-Satelliten Sentinel-5 Precursor verwenden, zeigen in Frankreich die durchschnittlichen Stickstoffdioxid-Konzentrationen vom 14. bis 25. März 2020 (rechts) im Vergleich zu den monatlichen Durchschnittskonzentrationen vom 2019. Oben rechts auf den Bildern ist ein Teil Deutschlands zu sehen. Dort hat ebenfalls merklich die Stickstoffdioxid-Konzentrationen nachgelassen. | Bild: ESA/dpa

Die europäische Agentur ESA hatte bereits vorige Woche Bilder für Europa veröffentlicht. Jetzt hat die EPHA Vergleichsdaten einzelner Städte aufgeführt.

Immer mehr erobert sich die Natur die stillgelegte Stadt zurück

Von den weltweiten Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie profitiert besonders die Tier- und Pflanzenwelt, die sich vom menschlichen Einfluss erholen kann. Angesichts des massiven Rückgangs der menschlichen Interaktionen haben die Wildtiere „freie Bahn, um sich in den Städten zu bewegen“, sagt Romain Julliard, Forschungsdirektor am französischen Nationalmuseum für Naturgeschichte (MNHN). Die Tiere registrieren die plötzliche Ruhe und reagieren darauf. Viele Vogelarten etwa schweigen, wenn es um sie herum laut ist. Mit dem wegfallenden Lärm singen sie nun aus vollen Kehlen.

Sepiasturmtaucher fliegen über dem Mittelmeer am Ufer des französischen Nationalparks von Calanques bei Marseille. Durch die Ausgangsbeschränkungen trauen sich viele Tierarten wieder vermehrt in Gebiete, wo sie sich zuvor wegen den Menschen kaum sehen ließen.
Sepiasturmtaucher fliegen über dem Mittelmeer am Ufer des französischen Nationalparks von Calanques bei Marseille. Durch die Ausgangsbeschränkungen trauen sich viele Tierarten wieder vermehrt in Gebiete, wo sie sich zuvor wegen den Menschen kaum sehen ließen. | Bild: Lionel Laso/Parc national des Calanques/AFP

Zu beobachten ist das Phänomen auch im englischen Wales: Dort etwa hat eine Herde wilder Kaschmir-Ziegen während der Corona-Pandemie die fast menschleeren Straßen des britischen Seebads Llandudno erobert. Die Tiere kamen von einem kleinen Berg im Norden von Wales herunter und tummeln sich seitdem in dem Ort an der Irischen See.

Eine Ziegenherde geht in der Nähe des Trinity Platzes in britischen Llandudno über einen Gehweg, der aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus menschenleer ist.
Eine Ziegenherde geht in der Nähe des Trinity Platzes in britischen Llandudno über einen Gehweg, der aufgrund der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus menschenleer ist. | Bild: Peter Byrne, dpa

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