Sie waren bekannt, haben die Politik-, Kultur-, Sport- und Medienlandschaft geprägt und ihr Tod bewegte in diesem Jahr zahlreiche Menschen – diese Prominenten sind 2021 gestorben:

Friedens-Nobelpreisträger Desmond Tutu (26. Dezember)

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Der frühere südafrikanische Erzbischof von Kapstadt war ein weltweit bekannter Kämpfer gegen die Apartheid seines Landes. Der streitbare Geistliche galt als unbeugsame moralische Instanz und erhielt 1984 für den Einsatz gegen das Apartheidregime den Friedensnobelpreis. Tutu prägte für Südafrika den Begriff der “Regenbogennation„.

Comedian Mirco Nontschew (Anfang Dezember)

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„RTL Samstag Nacht“, „7 Zwerge – Männer allein im Wald“, zuletzt „LOL“: Komiker Mirco Nontschew war für seine Grimassen bekannt und brachte Millionen zum Lachen. Anfang Dezember ist er überraschend im Alter von 52 Jahren gestorben.

Fußball-Weltmeister Horst Eckel (3. Dezember)

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Horst Eckel war der letzte Weltmeister, der vom „Wunder von Bern“ erzählen konnte. Am 3. Dezember ist das Idol des 1. FC Kaiserslautern und der einst enge Freund von Fritz Walter gestorben.

Schauspieler Volker Lechtenbrink (22. November)

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Er feierte nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger, Regisseur und Intendant Erfolge. Am 22. November ist das Multitalent Volker Lechtenbrink nach schwerer Erkrankung im Alter von 77 Jahren gestorben.

Auslandsreporter Gerd Ruge (15. Oktober)

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Er hat unseren Blick auf Russland, China und die USA geprägt. Mehr als 60 Jahre lang war Gerd Ruge unterwegs, um die Welt zu erklären. Der ARD-Reporter arbeitete unter Bedingungen, die in Zeiten von Twitter & Co. kaum mehr vorstellbar sind, sah darin aber Vorteile. Am 15. Oktober starb Gerd Rude im Alter von 93 Jahren.

Schauspieler Wilfried Dziallas (18. September)

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Einem Millionenpublikum bekannt wurde der gebürtige Hamburger durch seine Rolle als Revierleiter Bernd Voss in der ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier“. Am 18. September starb Wilfried Dziallas im Alter von 77 Jahren.

Schauspieler Ludwig Haas (4. September)

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34 Jahre lang spielte er in der „Lindenstraße“ den Dr. Dressler. Im September ist der Schauspieler Ludwig Haas im Alter von 88 Jahren gestorben.

Früherer ZDF-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann (27. August)

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Über 230 Mal moderierte Wolf-Dieter Poschmann das „Aktuelle Sportstudio“ im ZDF, zehn Jahre war er Sportchef des öffentlich-rechtlichen Senders. Im August ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.

„Traumschiff“-Star Heide Keller (27. August)

Bild: Angelika Warmuth/dpa

Mehr als drei Jahrzehnte spielte Heide Keller die warmherzige Hostess Beatrice auf dem „Traumschiff“ – und wurde für viele Zuschauer zum Inbegriff der guten Seele. Mit ihrem Tod im August starb für viele Menschen auch ein Teil der heilen Welt.

Kabarettist Ludger Stratmann (25. August)

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Der Kabarettist galt als Ikone des Ruhrgebiets. Aber auch darüber hinaus war er bei vielen Zuschauern populär. Ludger Stratmann ist am 25. August völlig unerwartet verstorben.

Rolling-Stones-Schlagzeuger Charlie Watts (24. August)

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Schlagzeuger Charlie Watts war für viele die Seele der Rolling Stones, er schaffte Ausgleich zu den Band-Hitzköpfen Mick Jagger und Keith Richards. Im August ist er im Alter von 80 Jahren gestorben.

Fußball-Legende Gerd Müller (15. August)

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Tore waren sein Markenzeichen. Das wichtigste schoss Gerd Müller im WM-Finale 1974. Der FC Bayern verdankt dem Torjäger seinen rasanten Aufstieg zum Topclub. Die schwere Erkrankung des „Bombers“ berührte die Nation. Im August ist der frühere Weltklasse-Torjäger gestorben.

CDU-Politiker Kurt Biedenkopf (12. August)

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Er war der erste Ministerpräsident Sachsens nach der Wiedervereinigung und lenkte die Geschicke des Freistaates über mehr als ein Jahrzehnt. Auch in der Bundespolitik mischte er immer wieder mit. Am 12. August starb der CDU-Politiker Kurt Biedenkopf mit 91 Jahren in Dresden.

Moderator und Entertainer Alfred Biolek (23. Juli)

Bild: Henning Kaiser/dpa

„Bio“ hat das deutsche Fernsehen in vielerlei Hinsicht verändert: Er erfand neue Formate, entdeckte Stars – und wurde selbst zu einer Kultfigur. Am 23. Juli starb Alfred Biolek friedlich in seiner Kölner Wohnung.

„Aschenbrödel“-Star Libuse Safrankova (9. Juni)

Bild: picture alliance/dpa/WDR/Degeto | --

Für viele blieb sie für immer das zauberhafte Mädchen aus dem Kultfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Am 9. Juni ist die tschechische Schauspielerin Libuse Safrankova im Alter von 68 Jahren gestorben.

Moderator Jan Hahn (4. Mai)

Bild: Jörg Carstensen/dpa

Viele Jahre lang war er das stets gut gelaunte Gesicht des deutschen Frühstücksfernsehens – erst bei Sat1, später bei RTL. Darüber hinaus führte er als Moderator durch diverse Spiel- und Liveshows: Jan Hahn starb am 4. Mai im Alter von nur 47 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit. Er hinterlässt drei Kinder.

Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch (21. April)

Bild: Horst Ossinger/dpa

Der Schauspieler, Synchronsprecher und Schlagersänger Thomas Fritsch ist am 21. April im Alter von 77 Jahren verstorben. Fritsch war für seine Rollen in Filmen und Serien wie „Rivalen der Rennbahn“, „Derrick“, „Der Alte“ oder „Der Bergdoktor“ berühmt. Auch auf der Theaterbühne war er zu sehen – und als Synchronsprecher lieh er Stars wie Russel Crowe, William Hurt und Jeremy Irons seine Stimme.

Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren (20. April)

Bild: Henning Kaiser/dpa

Bekannt wurde er als Serien-Fiesling „Olli Klatt“ in der „Lindenstraße“, später begeisterte der Kölner seine Fans mit Mallorca-Partyschlagern und mischte diverse Reality-Formate im Fernsehen auf: Willi Herren starb am 20. April im Alter von 45 Jahren in seiner Wohnung in Köln.

Schauspielerin Helen McCrory (16. April)

Bild: Daniel Leal-Olicas / Pool / AFP

Die britische Schauspielerin Helen McCrory ist am 16. April im Alter von 52 Jahren an Krebs gestorben. Am bekanntesten war McCrory in ihrer Rolle als Narcissa Malfoy in den „Harry Potter“-Filmen. Im James-Bond-Film „Skyfall“ spielte sie die fiktive britische Innenministerin Clair Dowar. McCrory sei friedlich zu Hause „umgeben von einer Welle der Liebe von Freunden und Familie“ gestorben, schrieb ihr Ehemann, der Schauspieler Damian Lewis, auf Twitter.

Musikerin Barby Kelly (15. April)

Bild: dpa | Bernd_Hanselmann (Archivbild)

Als Mitglied der Kelly Family hat sie sich in die Herzen einer riesigen Fangemeinde gespielt. Am 15. April ist Barby Kelly gestorben – sie wurde nur 45 Jahre alt. „Unsere geliebte Schwester Barby ist nach kurzer Krankheit vor wenigen Tagen von uns gegangen“, schrieb die Kelly Family auf dem Instagram-Account der Band. „Wir werden Barby unendlich vermissen und sie immer in unseren Herzen tragen“, hieß es in der Mitteilung weiter.

Prinz Philip (9. April)

Bild: Kirsty Wigglesworth/PA Wire/dpa

Über Jahrzehnte war er die verlässliche Stütze an der Seite der Queen: Am 9. April hat das britische Königshaus mit Prinz Philip einen seiner wichtigsten Vertreter verloren. Im Juni wäre der Prinzgemahl 100 Jahre alt geworden.

Rapper DMX (9. April)

Bild: Rafal Guz/PAP/dpa

Der US-Rapper DMX ist nach einem Herzinfarkt im Alter von 50 Jahren gestorben. Der Musiker mit dem bürgerlichen Namen Earl Simmons starb am 9. April im New Yorker Vorort White Plains. Der Rapper hatte in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen. Nach eigenen Angaben nahm er bereits mit 14 Jahren Rauschmittel wie Crack ein.

Schauspieler George Segal (23. März)

Bild: Chris Delmas / AFP

Von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ über „Just Shoot Me – Redaktion durchgeknipst“ bis hin zu „Die Goldbergs“: George Segal gehörte zu den vielseitigsten Schauspielern der USA. Am 23. März ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.

Rennfahrerin Sabine Schmitz (16. März)

Bild: Thomas Frey/dpa

Die legendäre Rennfahrerin und Moderatorin Sabine Schmitz starb am 16. März im Alter von 51 Jahren. Sie war 1996 die erste Frau, die beim 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring triumphieren konnte. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch ihre Auftritte in der britischen Kult-Serie „Top Gear“.

Model Kasia Lenhardt (9. Februar)

Bild: dpa/Geisler-Fotopress | Frederic Kern

Das 2012 durch die Castingshow „Germany“s Next Topmodel„ (GNTM) bekannt gewordene Model Kasia Lenhardt starb am 9. Februar im Alter von 25 Jahren. Kurz vor ihrem Tod hatte eine Auseinandersetzung mit ihrem Expartner, dem Fußballweltmeister Jérôme Boateng, für Schlagzeilen gesorgt.

Schauspieler Christopher Plummer (5. Februar)

Bild: Chris Pizzello/Invision/dpa

Mit 82 Jahren gewann er seinen ersten Oscar – in diesem Jahr trauerte Hollywood um den Schauspieler Christopher Plummer. Der gebürtige Kanadier ist am 5. Februar im Alter von 91 Jahren gestorben. In seiner über 50-jährigen Leinwandkarriere wirkte er in Filmen wie „Waterloo“, „Der rosarote Panther kehrt zurück“, „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“, „12 Monkeys“, „Insider“ und als Romancier Leo Tolstoi in „Ein russischer Sommer“ mit. 2012 holte er den ersten Oscar in seiner langen Karriere – für die beste Nebenrolle in dem Drama „Beginners“.

Magier Siegfried Fischbacher (13. Januar)

Bild: Jörg Carstensen

Eine Tigerattacke in Las Vegas setzte der Traumkarriere von „Siegfried & Roy“ 2003 ein jähes Ende. Nach dem Tod von Magier Roy Horn im Mai 2020 starb wenige Monate später, am 13. Januar, auch sein Partner, der gebürtige Rosenheimer Siegfried Fischbacher. Er wurde 81 Jahre alt.

Schauspielerin Tanya Roberts (5. Januar)

Bild: Chris Delmas/AFP

Einen Tag nach einer aufsehenerregenden Falschmeldung über ihren Tod starb US-Schauspielerin Tanya Roberts am 5. Januar an den Folgen einer Harnwegsinfektion. Die Schauspielerin, die unter anderem als Bond-Girl in „Im Angesicht des Todes“ und in „Drei Engel für Charlie“ mitgespielt hatte, wurde 65 Jahre alt.