Der langjährige ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge ist tot. Er starb am Freitag im Alter von 93 Jahren in München, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Samstag mitteilte. Ruge berichtete viele Jahre als Korrespondent aus Ländern wie Russland und den USA. Er galt als Reporter-Legende.

Reporterpersönlichkeiten der ersten Stunde

Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow sagte: „Gerd Ruge gehört zu den großen Reporterpersönlichkeiten der ersten Stunde. Profunde Analysen, präzise Interviews und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären, das zeichnete ihn aus.“ Er sei ein wertvoller Zeitzeuge wichtiger politischer Ereignisse im In- und Ausland gewesen. „Unvergessen bleiben seine zahlreichen Auslandsreportagen und Reiseberichte. Das Publikum hat ihn dafür geliebt“, ergänzte Buhrow. Für viele nachfolgende Generationen von Journalistinnen und Journalisten sei er Vorbild und Orientierung gewesen.

Gerd Ruge (r), ARD-Reporter, spricht mit jungen Hirten im Königreich. Die Sendung „Gerd Ruge unterwegs – Durch den Süden Afrikas“ wurde im Dezember 2001 ausgestrahlt. Der langjährige ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge ist tot. Er starb am 15.10.2021 im Alter von 93 Jahren in München.
Gerd Ruge (r), ARD-Reporter, spricht mit jungen Hirten im Königreich. Die Sendung „Gerd Ruge unterwegs – Durch den Süden Afrikas“ wurde im Dezember 2001 ausgestrahlt. Der langjährige ARD-Korrespondent und Reporter Gerd Ruge ist tot. Er starb am 15.10.2021 im Alter von 93 Jahren in München. | Bild: Irmgard Eichner-Ruge/WDR/dpa

Ruge wurde am 9. August 1928 in Hamburg geboren. Seine berufliche Laufbahn ist vor allem von seiner Tätigkeit für die ARD geprägt. Der WDR-Journalist war in unterschiedlichen Positionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk tätig. Einige Stationen: In den 1950er Jahren ging er als ARD-Korrespondent nach Moskau, in den 1960er Jahren war er dann in den USA tätig. Anfang der 1970er Jahre übernahm der ARD-Chefkorrespondent die Leitung des Bonner WDR-Studios. Für einige Jahre war er in den 1970ern für die Tageszeitung „Die Welt“ in China tätig, danach arbeitete er wieder für die ARD.

(dpa)

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