Fußball, Freundschaftsspiel: FC FurtwangenVfB Stuttgart 1:19 (0:12) Ein unterhaltsames Schützenfest bekamen die 4000 Zuschauer im Furtwanger Bregstadion zu sehen. Der frischgebackene Deutsche Meister VfB Stuttgart zeigte beim 19:1-Erfolg gegen den FC 07 Furtwangen im Jubiläumsspiel (100. Geburtstag) trotz Dauerregens tollen Kombinationsfußball. Herausragend war die Vorstellung von Nationalspieler Mario Gomez mit sieben Treffern in den ersten 45 Minuten.

Zum perfekten Fußballspiel fehlte eigentlich nur eines: das richtige Wetter. Ansonsten passte alles im Bregstadion. 4000 Zuschauer sorgten für eine prächtige Kulisse, der VfB Stuttgart zeigte tollen Kombinationsfußball mit 19 Treffern und die aufopferungsvoll kämpfenden Furtwanger durften sogar noch den Ehrentreffer bejubeln.

Der Deutsche Meister präsentierte sich vorbildlich. Obwohl die Profis schon harte Trainingseinheiten in den Beinen hatten und das Regenwetter nicht gerade zur sportlichen Betätigung animierte, waren die VfB-Profis von der ersten bis zur 90. Minute voll bei der Sache. Eine Einstellung, die auch VfB-Trainer Armin Veh erfreute: „Die Mannschaft hat den Zuschauern einiges geboten und gezeigt, dass sie Charakter hat“, lobte Veh seine Mannen.

Dass die Partie für die Stuttgarter Spieler nicht nur ein Feierabend-Kick war, bekamen die Furtwanger schnell zu spüren. Noch nicht einmal 30 Sekunden waren gespielt und schon hatte Mario Gomez Furtwangens Schlussmann Florian Klausmann zum ersten Mal überwunden. Der Nationalspieler begeisterte 45 Minuten lang mit seinen Torjägerqualitäten. Der 21-Jährige Superstar traf wie und wann er wollte – mit links, mit rechts, per Abstauber, per Heber oder per Kopf – insgesamt sieben Mal. Die Furtwanger Abwehr um Libero Lasse Schmitt war heilfroh, als der Torjäger nach der Halbzeitpause in der Kabine blieb. Furtwangens Trainer Urban Klausmann war beeindruckt von Super-Marios Vorstellung. „Die Stuttgarter sind natürlich alle sehr stark. Aber Gomez thront über allen. Sein Auftreten, sein Körpereinsatz und seine Spielweise – einfach klasse.“

Die Furtwanger zeigten sich gegen den VfB von Beginn an mutig und versuchten mitzuhalten. „Anfangs vielleicht zu blauäugig“, wie Klausmann nach der Partie feststellte. Er machte seiner Elf jedoch keinen Vorwurf: „Hätten wir destruktiv gespielt, wären uns vielleicht einige Gegentreffer erspart geblieben. Aber wir wollten nicht mit Mann und Maus verteidigen.“ So hatten die VfB-Spieler im Furtwanger Strafraum oftmals mehr Platz als erhofft. Neben Gomez wusste dies auch der junge Manuel Fischer mit vier Treffern bestens zu nutzen.

Für den größten Jubel des Abends sorgten aber weder Gomez noch Fischer: Es war Jonas Schmitz. In der 63. Minute erfüllte er seiner Mannschaft den Traum des Ehrentreffers. Nach Pass von Thomas Hermann überwand Schmitz freistehend aus 14 Metern VfB-Torhüter Michael Langer zum Spielstand von 1:16.

Die Furtwanger Spieler feierten diesen Treffer fast wie ihren Bezirkspokalsieg. Dass der VfB danach noch dreimal traf, tat der Freude genauso wenig Abbruch wie der Dauerregen. Nach Spielende bekamen die Bregtäler sogar ein Sonderlob von Europameister Markus Babbel, dem Co-Trainer der Stuttgarter: „Furtwangen hat sehr fair gespielt. Das war vorbildlich.“ Nur das Wetter passte nicht so recht zu diesem wirklich tollen Fußballabend im Furtwanger Bregstadion.