56 zu 30 Torschüsse: Die Statistik spricht eine klare Sprache für den EHC Red Bull München. Doch die Wild Wings verdienten sich am Freitagabend bei der 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen den Punkt redlich. Die Schwenninger standen defensiv solide und hatten vor allem einen überragenden Dustin Strahlmeier im Tor. Neuzugang Colby Robak strafte alle Kritiker Lügen, die im Vorfeld seinen Fitnesszustand in Frage gestellt hatten. Im ersten Spiel für die Wildschwäne stand die neue Nummer vier 22 Minuten und 31 Sekunden auf dem Eis – Teambestwert. Mit 21:09 Minuten war auch sein neuer Kollege Jordan Caron der Stürmer mit der meisten Eiszeit.

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Trotz Offensiv-Vorteil der Münchner behaupten sich die Wild Wings

Obwohl München gefühlt die Hälfte der Partie im Drittel der Wild Wings verbrachte, standen die Schwenninger defensiv solide und ließen kaum zwingende Torchancen zu. Und wenn, stand da immer noch Dustin Strahlmeier, der seine bislang beste Saisonleistung zeigte. Das sah auch Paul Thompson, der Coach der Neckarstädter so:“ Wir haben gegen eine fantastische Mannschaft gespielt. Wir haben aber alles gegeben, was wir hatten. Wir haben viel Zeit in unserer Defensive verbracht. Dustin Strahlmeier war super stark. Er hat uns im Spiel gehalten. Nach dem Ausgleich hatten wir sogar noch Chancen auf den Sieg. Leider haben wir wieder im Penaltyschießen verloren, da müssen wir uns noch verbessern“.

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Der Brite hatte ebenfalls ein Sonderlob für seine in dieser Woche verpflichteten Spieler übrig: „Sie werden uns noch viel Freude bereiten“, ist Thompson überzeugt davon, den Verlust des Topscorers, Jamie MacQueen, im Kollektiv auffangen zu können.

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Wild Wings überraschen mit einer starken Defensive

Etwas enttäuscht über den Punktverlust war Münchens Trainer-Urgestein Don Jackson, der jedoch die gute Defensivleistung des Auswärtsteams anerkannte: „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um ins Spiel zu finden. Leider hat uns nach vorne die Durchschlagskraft gefehlt. Schwenningen war sehr kampfstark. Die Wild Wings haben sich den Punkt verdient“.

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Trotz des überraschenden Zählers beim DEL-Spitzenreiter besteht noch lange kein Grund zur Euphorie. Bislang zeigten die Schwenninger Wild Wings in den Partien gegen deutlich besser platzierte Mannschaften häufig gute Leistungen, ließen gegen Teams auf Augenhöhe jedoch Einsatz und Kampfgeist vermissen. Das Spiel am Sonntag gegen die Straubing Tigers sowie die kommenden Wochen werden zeigen, ob der frische Wind, für den die beiden Neuzugänge zweifellos sorgten. diesmal wieder nur ein laues Lüftchen ist, oder die Mannschaft nun ernsthaft um die Pre-Playoffs mitzuspielen.

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