Volleyball, Dritte Liga, Damen: Dreimal in Folge gingen die Volleyballerinnen des TV Villingen Ende des vergangenen Jahres mit Niederlagen vom Platz und stürzte auf den letzten Tabellenplatz ab. Mit einem 3:1-Erfolg am Samstag in Lebach stoppten die Villinger den Abwärtstrend und verbesserten sich auf Platz sieben. Nach der Partie atmeten Spielerinnen, Trainer und Betreuer erst einmal kräftig durch.

Lob: Villingens Trainer Sven Johansson sparte nach dem Erfolg nicht mit Lob. „Die gesamte Mannschaft hat sich ein großes Kompliment verdient, zumal wir in den vergangenen drei Partien gegen Lebach immer Schwierigkeiten hatten. Unsere Spielerinnen haben sehr konzentriert agiert“, so Johansson.

Schock: Für den verlorenen Satz der Villingerinnen, durch den Lebach auf 1:2 verkürzte, gab es vor allem einen Grund: Die schwere Verletzung von Lisa Spomer. „Wir haben ihren Aufschrei gehört, wussten aber lange nicht, was passiert war. Danach war die Konzentration zwangsläufig etwas weg“, sagt Kapitän Michelle Feuerstein. Vor dem vierten Satz war sich das Villinger Team einig, für Spomer zu kämpfen. „Wir wollten diesen vierten Satz und das Spiel für Lisa gewinnen. Da haben alle noch eine Schippe drauf gepackt. Ein Schock und Rückschlag ist die Verletzung von Lisa natürlich“, fügt Feuerstein an. Die genaue Diagnose, ob Lisa Spomer einen Kreuzbandriss erlitten hat, steht noch aus.

Liga: Für Johansson ist klar, dass der Kampf um den Klassenerhalt weiterhin den Schwerpunkt darstellen wird. „Bei der engen Konstellation in der zweiten Tabellenhälfte kann es jeden Spieltag einige Plätze hoch oder runter gehen. Wir sollten uns da nicht verrückt machen“, sagt der Trainer. Eine These, die auch Feuerstein unterstreicht. „Wenn du nur auf die Tabelle schaust, wirst du auch nicht sicherer und agierst eher gehemmt. Wir machen uns keinen Druck. So wie wir am Samstag gespielt haben, ist noch einiges machbar“, sagt der TV-Kapitän. Co-Trainer Robert Senk war sich schon vor einigen Wochen sicher, „dass wir eine bessere Rück- als Hinrunde spielen werden, wenn die Automatismen klappen“.

Pause: Am kommenden Wochenende sind die Villingerinnen erneut spielfrei. Die zehn anderen Mannschaften in der 3. Liga Süd sind alle im Einsatz. Für die Villingerinnen selbst geht es erst am 26. Januar mit der Partie beim SVK Beiterheim wieder um Punkte. Im Januar und Februar gibt es nur einen Heimauftritt. Am 2. Februar gastiert der außer Konkurrenz in der Liga spielende Bundesstützpunkt MTV Stuttgart in der Hoptbühlhalle.

Reisestress: Einer ungewöhnlichen Deutschland-Reise unterzieht sich in diesen Tagen Trainer Johansson. Am Samstagmittag fuhr er mit seiner Mannschaft ins Saarland und in der Nacht zurück. Bereits am Sonntagmorgen stieg Johansson in Stuttgart in das Flugzeug Richtung Berlin, wo er am Montagabend das WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Russland live verfolgte. Am heutigen Dienstag erfolgte die Rückreise. „Da wir am Montag trainingsfrei haben, passt alles genau in den Terminkalender. Da bin ich auch am Dienstagabend zu unserem Training wieder zurück“, betonte der Coach.

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