Volleyball, Dritte Liga, Damen: SSC Bad Vilbel – TV Villingen 3:0 (29:27, 31:29, 25:19). (daz) Die Villingerinnen gingen nach einem intensiven Spiel über 78 Minuten mit leeren Händen auf die Heimreise. Dabei mussten sich die Gäste aus dem Schwarzwald in den Sätzen eins und zwei nur knapp geschlagen geben. Villingen geriet durch die Niederlage in die Abstiegszone.

"Dass wir in den ersten zwei Sätzen nicht gepunktet haben, ist nicht dem Pech zuzuschreiben. Wir waren im gesamten Spiel im Angriff zu passiv. Auch die Aufschläge kamen nicht so gut wie in den vergangenen zwei Partien. Da wir auch in der Ballannahme oft etwas gewackelt haben, müssen wir die Niederlage akzeptieren", sagte TVV-Trainer Sven Johansson.

Villingen startete mit Ramona Dietrich im Zuspiel, Michelle Feuerstein auf der Diagonalen, Sonja Kühne als Libera, Maria Kühne und Klara Single auf Annahme außen sowie Felicitas Piossek und Nina Gass Mittelblock. Vom 8:8 zum 18:18 gelang es keinem Team im ersten Durchgang, sich abzusetzen. In der Schlussphase des Satzes hatten beide Seiten Satzbälle, die lange nichts einbrachten, bevor Bad Vilbel einen zur 1:0-Führung nutzte.

Johansson stellte im zweiten Satz um und brachte Michelle Spomer sowie immer wieder für einige Ballwechsel Nikola Strack und Lisa Spomer. Satz zwei war ein Spiegelbild des ersten. Oft wechselte die Führung hin und her. Wieder ging es in die Satzverlängerung, diesmal sogar noch länger. Beide Seiten vergaben Satzbälle, holten sich das Aufschlagsrecht zurück und verloren es wieder. Letztlich waren es wieder die Gastgeber, die den entscheidenden Punkt erzielten.

Obwohl Bad Vilbel bereits am Tag zuvor ein Spiel hatte (3:0 gegen Stuttgart), war bei den Gastgebern auch in Durchgang Nummer drei kein Kräfteverschleiß erkennbar. Im Gegenteil: Die Hessen nutzten den Sieg vom Samstag als zusätzlichen Rückenwind. Nach dem 8:8 erkämpfte sich Bad Vilbel erstmals eine Führung mit drei Punkten. Das Villinger Spiel lief nun nicht mehr rund, was auch an der Annahme der Bälle lag. "Wir hätten in der Phase über gute Aufschläge ins Spiel zurückkommen müssen, aber das gelang uns nicht", betont Johansson. So lag sein Team ständig zurück und schaffte es nicht, diesen Satz noch einmal offen zu gestalten. Bad Vilbel spielte sehr routiniert den Satz zu Ende und durfte sich über ein perfektes Wochenende mit sechs Punkten ohne Satzverlust freuen. Villingen hat nun bis Weihnachten zweimal in eigener Halle die Chance, das eigene Punktekonto aufzustocken.