Volleyball, Dritte Liga, Damen: VfR Umkirch – TV Villingen 3:1 (19:25, 25:22, 25:19, 25:20). (daz) Der Auftaktniederlage der Villingerinnen in Sinsheim und dem Heimerfolg gegen Mainz-Gonsenheim folgte am Samstag die zweite Saisonniederlage beim starken Aufsteiger aus dem Breisgau, der damit alle drei bisherigen Partien für sich entschieden hat. Vor rund 130 Zuschauern machte eine Spielerin bei Umkirch den Unterschied aus. Luise Mauersberger, ehemalige Juniorennationalspielerin und zuletzt beim Erstligisten Vilsbiburg sowie beim Drittligisten Sinsheim am Netz, punktete nahezu nach Belieben und war von Villingen nie in den Griff zu bekommen.

„Umkirch hat völlig verdient gewonnen. Das gilt es zu akzeptieren. Wir haben alles versucht, doch nach unserem starken ersten Satz hat Umkirch umgestellt und das war der Schlüssel zum Erfolg“, resümierte Villingens Trainer Sven Johansson. So spielte Mauersberger zunächst in der Mitte und wechselte danach auf die Annahmeaußenposition, auf der sie ihre ganz Klasse ausspielte. „Wir haben im ganzen Spiel nahezu keinen Blockpunkt gemacht. So kannst du bei einem starken Gegner nahezu nichts ausrichten“, ergänzt Johansson.

Maria Kühne und Klara Single (beide außen), Felicitas Piossek und Nina Gass (Mittelblock), Michelle Feuerstein (diagonal), Nikola Strack (Zuspiel) und Sonja Kühne (Libera) lagen im ersten Satz schnell mit 1:4 Punkten zurück, doch ab dem Punkt lief das Villinger Spiel fast wie am Schnürchen. Villingen glich nicht nur aus, die Mannschaft setzte sich mit schönen Angriffen auch ab, stand in der Verteidigung stabil und drehte richtig auf. „Der Satz war nahezu perfektes Volleyball. Da hatte ich schon die Hoffnung, dass wir etwas Zählbares mitnehmen“, so Johansson.

Nach dem Seitenwechsel und der Umstellung beim Gastgeber spielte dieser jedoch immer stärker auf. Umkirch hatte zudem personell deutlich mehr Möglichkeiten und wechselte ohne Leistungseinbruch. Villingen kämpfte, lag aber durchgehend im Rückstand. Ähnlich war das Bild auch im dritten Satz, der nach 24 Minuten mit der 2:1-Satzführung für Umkirch endete.

Villingen wollte danach zumindest einen Punkt mitnehmen, doch auch diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Umkirch zog erneut davon. Johansson versuchte, mit Ramona Dietrich und Lisa Spomer neue Akzente zu setzen und tatsächlich gelang es Dietrich, mit einer Aufschlagserie ihr Team auf 20:23 heranzubringen, doch mehr war am Samstag nicht möglich. „Umkirch war die bessere Mannschaft. Der Gegner hat sehr aggressiv aufgeschlagen. Wir haben alles versucht, konnten die Partie aber nicht mehr drehen“, fügt Johansson an.