Volleyball, Dritte Liga Damen: Ohne Punkte und ohne Satzgewinn kehrten die Volleyballerinnen des TV Villingen von ihrer Auftaktpartie beim SV Sinsheim zurück. Nicht ganz unerwartet, zählt Sinsheim doch zu den Titelkandidaten, auch wenn ein Aufstieg in die 2. Bundesliga wohl einmal mehr nicht auf der Agenda des ehemaligen Bundesligisten steht.

Sorgen: Zwar reisten die Villingerinnen mit allen elf verfügbaren Spielerinnen nach Sinsheim, doch wirklich einsetzbar waren von vornherein nur neun. Ramona Dietrich und Nina Gass blieb nur die Zuschauerrolle. Beide Spielerinnen werden wohl auch am zweiten Spieltag keine Option sein, wobei die Rückenschmerzen von Gass weiterhin Rätsel aufgeben. "Ich werde bei der langen Saison nichts riskieren. Bei Nina müssten schon unser Arzt Hanjo Maisenbacher und Physio Ilse Maiwald grünes Licht geben. Sonst setze ich sie nicht ein", betont Johansson.

Premiere: Eine hoffnungsvolle Premiere feierte Klara Single, Villingens einziger externer Neuzugang im Sommer. "Sie hat sich gut eingefügt und homogen gespielt", resümiert der Trainer. Single war auch die einzige Spielerin, der zumindest eine kleine Aufschlagserie gelang. Johansson setzte alle neun Spielerinnen ein, teilweise auch auf ungewohnten Positionen. "Ich erhoffe mir von der Partie einen Lerneffekt. Vor allem die jungen Spielerinnen brauchen solche Partien gegen starke Gegner", fügt der Coach an.

Angaben: Die Aufschläge waren in den vergangenen Spielzeiten eine Stärke der Villingerinnen. In Sinsheim war davon wenig zu sehen, obwohl die Angaben immer einen Schwerpunkt im Training darstellen. "Ich war selbst etwas überrascht, dass wir nicht den nötigen Druck damit aufgebaut haben. Sinsheim hat es sensationell gut gemacht und uns mit den Angaben stark unter Druck gesetzt. Wir werden weiter daran arbeiten. Aber ich will das Thema auch nicht überstrapazieren, denn wir können aufschlagen", ergänzt Johansson.

Titelfavorit: Die erste Partie zeigte, dass Sinsheim in der Saison ganz oben angreifen will. Die Mannschaft wurde nochmals verstärkt und im Gegensatz zu Johansson musste der Sinsheimer Trainer sogar interessierten Spielerinnen absagen, da die Kadergröße stimmte. "Leider haben wir solche paradiesischen Zustände bei uns nicht. Wir tun uns aus geographischen Gründen schwer, auswärtige Spielerinnen zu gewinnen", so Johansson. Überraschend ist der große Aufwand in Sinsheim indes schon, denn Johansson erfuhr am Rande der Partie, dass Sinsheim wohl keine Aufstiegsambitionen in die 2. Bundesliga hat. "Deshalb weiß ich auch nicht, ob sie ein Titelfavorit sind. Bad Soden und vor allem Karlsruhe-Beiertheim werden da auch ein wichtiges Wörtchen mitsprechen", deutet der TV-Coach an.

Ausblick: Am Samstag steht das erste Heimspiel der neuen Saison an. Erwartet wird Aufsteiger TGM Mainz-Gonzenheim. Für Johansson ein völlig unbeschriebenes Blatt. "Ich habe keinerlei Informationen über den Gegner. Wir werden uns deshalb ganz auf unser Spiel konzentrieren", betont der Trainer. Auch Gonzenheim startete mit einer 0:3-Niederlage, allerdings gegen Zweitliga-Absteiger Bad Soden. In der vergangenen Saison hatten die Mainzer den Aufstieg souverän geschafft, was für einige Qualität spricht. Für Johansson ist klar: "Wir sollten uns da keine Niederlage erlauben, sonst wissen wir, wohin die Reise geht." Es gelte, einen Fehlstart zu verhindern.