Volleyball, Dritte Liga, Damen: TV Villingen – BSP MTV Stuttgart (Samstag, 19 Uhr, Hoptbühlhalle). Erstmals seit dem 15. Dezember dürfen die Villinger Volleyballerinnen wieder vor eigenem Publikum antreten. Es ist zugleich das einzige Heimspiel im Februar. Gegen das junge Auswahlteam aus Stuttgart, das außer Konkurrenz in der Liga mitspielt, dessen Ergebnisse jedoch in die Tabelle eingehen, ist für Villingen ein Heimsieg Pflicht. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Das Stuttgarter Team bestreitet in der Saison nur Auswärtsspiele, von denen es zwei, in Mainz und Bad Soden, gewann. „Wer an einen Spaziergang glaubt, ist auf dem Holzweg. Unser Gegner trainiert zweimal am Tag. Ich hätte lieber zu Saisonbeginn gegen die Mannschaften gespielt. Stuttgart wird immer stärker und haben bei uns nichts zu verlieren. Wir müssen gewinnen, was auch vor dem Hintergrund unserer Personalsorgen alles andere als einfach werden wird“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson.

Die Gäste haben 18 Spielerinnen im Kader und sind zwischen 15 und 18 Jahre alt. Im Mittelblock hat Stuttgart zwei Spielerinnen, die bereits 1,90 m groß sind und sich mit Sicherheit wie eine Wand vor den Villingerinnen aufbauen werden. „Ich habe die Stuttgarter in dieser Saison noch nicht gesehen, aber wir müssen ohnehin auf uns schauen und da haben wir viele Baustellen“, ergänzt Johansson.

Wie vor zwei Wochen in Beiertheim werden die Villingerinnen wieder das 4:0:2-System spielen, nachdem beide Zuspielerinnen, Ramona Dietrich und Nikola Strack, für die restliche Saison ausfallen. Michelle Feuerstein und Klara Single werden den Job im Zuspiel abwechselnd übernehmen. Da Single unter der Woche aus beruflichen Gründen nicht im Training war, ließ sich die Alternative nur eingeschränkt einstudieren und verfeinern. Wie vom Trainer bereits angekündigt, wird jedoch keine Zuspielerin aus der zweiten oder dritten Mannschaft aufrücken, da für diese Spielerinnen der Sprung ins Drittliga-Team zu groß wäre. „Außerdem hat es in Beiertheim zuletzt im neuformierten Zuspiel schon ganz gut geklappt“, ergänzt Johansson.

Ziel der Villingerinnen muss es am Samstag sein, mit starken Angaben die Abwehr der Gäste richtig unter Druck zu setzen, um Stuttgart die Angriffswucht zu nehmen. Zudem ließ Johansson unter der Woche die Abwehrarbeit trainieren. „An diesem Thema müssen und werden wir dranbleiben“, fügt der TV-Coach an. Er glaubt zudem nicht, dass die Konstellation, das Spiel unbedingt gewinnen zu müssen, für zusätzlichen Druck und mögliche Unsicherheiten bei seinen Spielerinnen sorgen wird. Die Mannschaft kenne die Situation. Verstärkt hoffen die Villingerinnen gerade in dieser Partie auf die Unterstützung der heimischen Zuschauer. „Die Fans können uns helfen, sollten aber Geduld haben. Ich kann versprechen, dass bei uns jede Spielerin versuchen wird, das beste Volleyball zu zeigen. Bisher standen die Fans immer hinter uns und das tat auch gut“, ergänzt Johansson.

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