Volleyball, Dritte Liga, Damen: Mit einem 3:2-Erfolg gegen den SSC Bad Vilbel wahrten die Villinger Volleyballerinnen ihre kleine Chance auf den Klassenerhalt. Klar ist aber auch, dass in den restlichen drei Partien noch mindestens zwei Siege folgen müssen, um in der Liga zu bleiben.

Spannung: Einmal mehr haben sich die Mannschaften im Tabellenkeller am vergangenen Spieltag noch enger zusammengeschoben. Drei Spieltage vor Abschluss der Runde zittern noch sechs der zehn Teams um den Klassenerhalt. Mittendrin der TV Villingen, aktuell Tabellenvorletzter. „Rechnerisch haben wir noch alle Chancen. Vor allem die Partien beim TSV Stuttgart und bei Mainz-Gonsenheim sollten wir gewinnen. Es wird mit Sicherheit ein spannendes Saisonfinale“, sagt Villingens Trainer Sven Johansson. Er geht weiterhin von drei Absteigern in die Regionalliga aus.

Verletzungen: Das Verletzungspech beim TV Villingen nimmt kein Ende. Neben den drei langzeitverletzten Spielerinnen Ramona Dietrich, Nikola Strack und Lisa Spomer kommen jetzt mit Felicitas Piossek und Nina Gass zwei weitere Leistungsträgerinnen hinzu. Piossek war zwar am Samstag in der Halle dabei, hatte jedoch vom Arzt Sprungverbot und wurde nur für Angaben kurz eingewechselt. Bei Gass ist zu den Rückenschmerzen nun auch noch eine Angina hinzugekommen, sodass die Mittelblockerin am Samstag gar nicht in der Halle war und in dieser Woche wohl auch nicht mit der Mannschaft trainieren wird. Im ungünstigsten Fall werden Piossek und Gass auch am kommenden Samstag nicht spielen.

Debüt: Einige Spielerinnen feierten in dieser Saison beim TV Villingen ihr Drittliga-Debüt, wobei in erster Linie das große Verletzungspech ausschlaggebend ist. Am Samstag durfte Emily Graf erstmals in einem Drittliga-Spiel ran. Der Teenager spielt sonst hauptsächlich in der Landesliga-Vertretung der Villinger. Graf trainierte am Donnerstag, Freitag und Samstagmorgen mit der ersten Mannschaft. „Die jungen Spielerinnen sollen reinschnuppern. Perspektivisch werden wir auf sie setzen. Wir müssen den Spielerkader für die kommende Runde unabhängig von der Liga deutlich aufstocken. Auch das ist eine Lehre aus der laufenden Saison“, betont Johansson.

Rätsel: Auch rund 48 Stunden nach dem gewaltigen Einbruch der Villingerinnen gegen Bad Vilbel im dritten Satz gibt es kaum Lösungsansätze. Nur sieben Punkte holte der TV Villingen nach einer 2:0-Satzführung. „Im Volleyball ist der dritte Satz immer eine Wundertüte. So etwas wie am Samstag habe ich jedoch noch nicht erlebt. Du kannst mit 15, 16 oder 17 Punkten einen Satz abgeben, aber im einstelligen Bereich habe ich es als Spieler und Trainer auch noch nicht erlebt“, sagt Johansson. Positiv zu bewerten sei allein die Tatsache, dass die Mannschaft sich im Tie Break gesteigert habe und zumindest den zweiten Punkt holte.

Stuttgart: Am Samstag spielen die Villingerinnen bei einem Gegner, der in der Tabelle nach Sätzen und Punkten exakt gleichauf ist. Der TSV G.A. Stuttgart überraschte am Sonntag mit dem 3:2-Erfolg in Bad Soden, nachdem Stuttgart zuvor sieben Spiele in Folge verloren hatte. Den bis dahin letzten Sieg feierte Stuttgart am 1. Dezember ausgerechnet in der Villinger Hoptbühlhalle. Mit 3:0 fiel dieser deutlich aus. „Wir hatten damals keine Chance und werden uns in dieser Woche das Video von dieser Partie nochmals anschauen. Wir müssen in Stuttgart bessere Lösungen finden als im ersten Vergleich“, sagt Johansson. Mit Nadine Hones und Nadja Jäckle spielen in Stuttgart gleich zwei Ex-Villingerinnen, wobei Jäckle im ersten Vergleich die Partie fast im Alleingang gegen ihr ehemaliges Team entschied, während Hones damals aufgrund einer Verletzung nicht zum Einsatz kam.

Test: Unter der Woche soll es im Training ein Testspiel zwischen der ersten und zweiten Mannschaft des TV Villingen geben. Die Trainer Sven Johansson und Dirk Becker sind sich sicher, dass beide Teams davon profitieren werden. Die erste Garnitur will die Abläufe festigen, die zweite Mannschaft Schwung für das Saisonfinale holen, schließlich zeichnet sich hier die Verbandsliga-Meisterschaft ab.

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