Die Partie begann so, wie es die meisten Fans und/oder Experten erwartet hatten. Die Panther fackelten nicht lange, gaben von Beginn weg Vollgas. Die Gäste vom Neckar wirkten doch leicht überfordert, waren kaum in der Lage die Angriffe der bayrischen Schwaben zu stoppen. Erstaunlicherweise setzte es dann aber für die Gastgeber die erste Strafzeit. Eine Chance für die Wild Wings? Nein! Nach einem unglücklichen Pass von Schwenningens Verteidiger Colby Robak, der seinen avisierten Abnehmer nicht fand, stattdessen von T.J. Trevelyan abgefangen und im Alleingang verwertet wurde, stand es verdientermaßen 1:0 (6. Minute).

Augsburg bleibt die bessere Mannschaft

Die Schwenninger mussten sich kurz schütteln. Doch Augsburg blieb die bessere, weil griffigere und aufmerksamere Mannschaft. Angriff um Angriff rollte Richtung Dustin Strahlmeier im SERC-Gehäuse und beinahe jeder davon war brandgefährlich. Der Schlussmann der Schwarzwälder musste Schwerstarbeit verrichten, seine Vorderleute aber kamen kaum nach. Folgerichtig gab es die erste Strafe für die Wild Wings, Blunden musste wegen Beinstellens runter. Die Panther nutzten diese Möglichkeit. Mit einem fantastischen Rückhandpass durch die Beine bediente Adam Payerl den Ex-Schwenninger Daniel Schmölz, der in der 15. Minute zum 2:0 vollendete.

Da kommt plötzlich Bourke zum Schuss

Was würde den Schwänen einfallen? Nicht so arg viel, und dennoch schossen sie ein Tor. Troy Bourke fasste sich in der 17. Minute ein Herz und traf unten ins Eck. Ein eminent wichtiges Lebenszeichen, das neuen Schwung brachte. Diesen nahmen die Wild Wings mit in den Mittelabschnitt. Sie wurden jetzt bissiger, stärker in den Zweikämpfen und aktiver in der Defensive und Offensive. Es entwickelte sich langsam aber sicher ein ausgeglichenes Spiel, bei dem beide Torhüter zunächst, später aber immer weniger im Blickpunkt standen.

Strahlmeier saust der Puck über die Fanghand

Nach vorne ging hüben wie drüben etwa ab Spielhälfte nicht mehr sehr viel. Doch plötzlich schlug es erneut ein. Simon Sezemsky zog in der 35. Minute einfach mal ab und die Scheibe zischte über die Fanghand von Strahlmeier zum 3:1 in die Maschen. „Das war ein unglückliches Tor“, analysierte Schwenningens Simon Danner, der nach viermonatiger Verletzungspause sein Comeback gab. Coach Niklas Sundblad führte seinen Stürmer vorsichtig heran, knapp sieben Minuten Eiszeit in den ersten beiden Dritteln zeugten davon. Dennoch war Danner natürlich „glücklich, endlich wieder auf dem Eis dabei zu sein“. Und gab seinen Kollegen mit auf den Weg, dass „ja noch genügend Zeit bleibt, das Spiel zu drehen“.

Am Ende sind es zu wenig Schwenninger Abschlüsse

Dafür fehlte allerdings die offensive Performance. Augsburg verwaltete im Schlussdrittel die Führung clever, Schwenningen mühte sich, kam aber kaum zu Abschlüssen. Am Ende blieb es beim verdienten Erfolg für die Panther. Das sah auch Dustin Strahlmeier so. „Wir haben am Anfang vielleicht etwas zu schlampig gearbeitet. Ab dem zweiten Drittel war es schon mehr das, was wir spielen wollten“, so der Keeper. „Das reicht aber gegen Augsburg einfach nicht.“