2. Volleyball-Bundesliga: TSV Mimmenhausen – Dentalservice Gust VC Dresden 3:2. – Mehr Mühe hatte Mimmenhausen mit den jungen Wilden aus Dresden, als die Tabellenkonstellation hätte vermuten lassen. Dass am Ende eines „lehrreichen Spiels“, wie Spielertrainer Christian Pampel das 25:12, 20:25, 25:23, 25:27 und 15:7 bezeichnete, dem Spitzenreiter noch zwei Punkte gut geschrieben werden konnten, hat der seiner Erfahrenheit zu verdanken. Dresden, lobt Pampel, hätte sehr gut gespielt und den Punkt „echt verdient“.

Der Aufgalopp war zu einfach

Die Bäume also wachsen bei den blau-gelben Volleyballern doch nicht so mir nichts dir nichts in den Himmel. Auch wenn der Auftakt gegen den Aufsteiger den Gastgebern dies suggeriert haben mag. Wann schon ist es ihnen gelungen, in der BZ-Arena einen Kontrahenten mit 25:12 zu besiegen? „Das war zu einfach und setzte einen Prozess im Hinterkopf in Gang“, analysierte Pampel den mühelosen Aufgalopp.

Von der Autobahn auf die Landstraße

Sehr gerne wären die Mimmenhauser auf dieser Volleyball-Autobahn weiter entlang gedüst. Aber Dresden konzentrierte sich zur besseren Annahme und der TSV baute unfreiwillig „ein paar Unsicherheiten“ (Pampel) in seine Fahrt ein. Die Annahme nicht immer auf Ballhöhe, das Zuspiel deshalb weniger präzise: „Wir haben Dresden stärker gemacht“, sagt Pampel und wundert sich nicht, dass es den Sachsen gelungen war, den TSV-Sportwagen mit dem 25:20 erst einmal von der Autobahn auf die Landstraße zu drängen.

Dennoch als Erster durchs Etappenziel

Zurück auf den Highway fand der TSV nicht mehr. Obwohl er auf der dritten Etappe wieder Gas gab, gegen Gäste, die in der Satzstatistik „im Block und in der Abwehr viel besser abschnitten als wir“. Dennoch fuhr Mimmenhausen als Erster durchs Etappenziel. Wenngleich auch nur mit marginalem Vorsprung, an dem die „Polizei“ auf dem Schiedsrichterstuhl nicht ganz unbeteiligt war. „Die doppelte Berührung bei der Annahme hätte ich nicht gepfiffen“, urteilt Pampel. Die Dresdner auch nicht. Entsprechend heftig und emotional die Diskussionen nach dem 25:23.

Seltenes Erlebnis für Mimmenhauser Volleyballer

Weil aber Mimmenhausen „sein Spiel nicht veränderte“ (Pampel), Dresden sich gut ans Auftreten der Gastgeber angepasst hatte, verhinderte die Mannschaft von Trainer Niklas Peisl eine frühe Zieldurchfahrt des Favoriten. Sie ermöglichten den Blau-Gelben im vierten Abschnitt der Reise ein eher seltenes Erlebnis: Am eigenen Leib zu erfahren, wie das ist, wenn so gut wie kein Angriff ohne Blockberührung übers Netz fliegt, und die Feldabwehr wie eine Gummiwand steht. Zwei TSV-Satzbälle blieben ungenutzt, Dresden war effizienter beim 27:25.

Zack, zack und nahezu einhundert Prozent

„Mehr über die Mitte und aus dem Hinterfeld“, lautete die Mimmenhauser Taktik für den Tiebreak. Die ging „zack, zack, nahezu einhundert Prozent auf“, so Pampel. Auch deshalb, weil Dresden den Fahrbahnwechsel der Gastgeber wohl erst (zu) spät bemerkt hatte. Und so war Spielertrainer Christian Pampel am Ende mit der Leistung und dem Ergebnis „nicht unzufrieden“. Auch, weil zumindest er schon immer gewusst hatte, dass „wir nicht fehlerfrei sind“.

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Hoffmann (MVP), Birkenberg, M. Diwersy (Cipollone), Pilihaci.

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