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So trüb wie das Herbstwetter, so trüb sieht es derzeit um den FC Wallbach aus. Das 1:3 gegen die U23 des FV Lörrach-Brombach war bereits die vierte Niederlage in Folge. Die Trainer Andreas Braunagel und Thomas Scherzinger sind nicht zu beneiden: „Die Personaldecke wird immer kleiner. Vorn machen wir die Tore nicht und hinten zu viele Fehler.“ Zu allem Überfluss meldete sich auch Torwart Ramon Winkler vor dem Spiel ab. Der Schlussmann hatte sich kurz vor Ende des Abschlusstrainings einen Bänderriss am Knöchel zugezogen.

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So kam der im Sommer vom SV Herten nach gewechselte Vadim Herz pünktlich zum Ende seiner langen Sperre, die er von seinem bisherigen Verein mitgebracht hatte, zum Punktspiel-Debüt für den FC Wallbach. Die fehlende Spielpraxis war dem Schlussmann anzumerken, doch die Ursache für die vermeidbare Niederlage ist vor allem in der Offensive zu suchen: „Mit einem Stürmer, der die Dinger rein macht, sähe die Welt anders aus“, so Braunagel.

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Seiner Mannschaft wollte er keine Vorwürfe machen: „Der zur Verfügung stehende Kader hat die Sache eigentlich gut gemacht. Wir haben nach einer Viertelstunde umgestellt und dann nicht mehr viel zugelassen. Chancen gab es genügend.“

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In der Tat müsste der FC Wallbach mit einer komfortablen Führung in die Pause gehen. Der ins Sturmzentrum gerückte Timo Bernauer hatte zwei gute Möglichkeiten auf dem Fuß, Dominik Bitzenhofer, der nach einer halben Stunde verletzt das Spielfeld verließ war nach einer Ecke zu überrascht, um freistehend den Ball ins Netz zu schieben. Mit Distanzschüssen sorgten Christof Bank und Rouven Rünzi durchaus für Gefahr.

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Trotzdem trabten nach 45 Minuten die Gäste zufrieden in die Kabine. Yannik Behringer hatte nach zwölf Minuten die einzige Torchance der Elf von Angelo Cascio zum Führungstreffer genutzt. Dass Amin El Ghazi fast sogar das 2:0 per Kopf erzielt hätte, entsprang eher einem Zufall und bedurfte eines Reflexes von Vadim Herz, der den eigentlich harmlosen Ball gerade noch um den Pfosten lenkte.

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Dem eingewechselten Sebastian Rupp war es dann vorbehalten, den Wallbacher Ausgleich zu erzielen. Mit Vehemenz setzte er sich im Sprint gegen Arno Leisinger durch, wurde zwar von Torwart Marius Fuchs zur Seite abgedrängt. Doch mit einem Schuss aus spitzem Winkel traf Rupp zum 1:1.

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Dieser Treffer schien die Wende zu sein, denn nach vorn passierte beim technisch zwar beschlagenen Gast nicht viel. Es fehlten die zündenden Ideen, obwohl in Routinier Sergej Triller ein souveräner Abwehrchef den Laden zusammen hielt.

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Dem FC Wallbach fehlte nun aber ebenfalls ein Ideengeber – und im entscheidenden Moment der Durchblick. Nach einem Pass von Leisinger zog El Ghazi ab, Herz faustete den Ball vor die Füße des erstaunlich frei stehenden Patrik Mihaljevic: „Wenn du da allein stehst, musst du ihn rein machen“, schmunzelte der Lörracher, der in der Schlussphase mit seinem zweiten Treffer den Sack endgültig zu machte.

Trainer im Einsatz: Andreas Braunagel (rechts) gibt Anweisungen, Thomas Scherzinger kommt indessen für Tom Heyde ins Spiel.
Trainer im Einsatz: Andreas Braunagel (rechts) gibt Anweisungen, Thomas Scherzinger kommt indessen für Tom Heyde ins Spiel. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Vor dem Derby bei der SG FC Wehr-Brennet steht der FC Wallbach nun endgültig im Tabellenkeller. Der gute Saisonstart ist längst vergessen. Die Personaldecke wird in absehbarer Zeit nicht dicker. Andreas Braunagel und Thomas Scherzinger, der in der Schlussphase zu seinem zweiten Spieleinsatz kam, stehen vor einer spannenden Woche: „Mit Einsatz, Moral und Zweikampfverhalten bin ich zufrieden – einzig die Ausbeute stimmt nicht“, so Braunagel mit bangem Blick auf die Tabelle.

Verlängerter Arm des Trainers: Sergej Triller gibt seinen Mitspielern in der U23 des FV Lörrach-Brombach vor dem Anpfiff beim FC Wallbach noch Anweisungen.
Verlängerter Arm des Trainers: Sergej Triller gibt seinen Mitspielern in der U23 des FV Lörrach-Brombach vor dem Anpfiff beim FC Wallbach noch Anweisungen. | Bild: Scheibengruber, Matthias

Beim Gast herrschte indessen große Zufriedenheit: „Sergej Triller ist einfach ein wichtiger Stabilisator für unsere junge Mannschaft“, lobte Trainer Angelo Cascio den 33-Jährigen, der nicht nur die Abwehr, sondern das komplette Team auf dem Platz dirigierte: „Er ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld. Diese Rolle nimmt er gern an und die Jungs hören auf ihn, denn sie wissen um seine Erfahrung“, hofft Cascio, dass Triller seinem zweiten Einsatz in der U23-Elf möglichst bald den dritten Auftritt folgen lässt.

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