Video: Scheibengruber, Matthias

Fußball-Bezirksliga: – Danijel Kovacevic schwankte zwischen Freude und Ärger. „Ich hatte mir von der Mannschaft drei Punkte zum Geburtstag gewünscht“, lächelte der nun 39-Jährige nach dem Schlusspfiff: „Das 3:3 gegen den FC Wittlingen geht unter dem Strich in Ordnung – auch wenn wir in der Nachspielzeit durch einen individuellen Fehler den Ausgleich kassiert haben.“

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Zu gern hätte der Trainer des VfB Waldshut mit seinen Spielern und den Fans im Sportheim nicht nur seinen Geburtstag und die großartige Halbserie mit 35 Punkten gefeiert: „Es war sensationell wie die Mannschaft in der zweiten Hälfte aus einem 0:2-Rückstand ein 3:2 gemacht hat.“

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Wie so oft, brauchte der VfB Waldshut auch im Spitzenspiel eine gewisse Anlaufzeit. Vor der Pause agierten fast nur die Gäste, die kaum glauben konnten, welche Möglichkeiten ihnen beim Verfolger offen standen. Immer wieder scheiterten sie an Cihan Ceylan. Erst in der Nachspielzeit vor der Pause war der Waldshuter Schlussmann geschlagen. Mit einem verdeckten Schuss erzielte Nikolaj Tarasenko sein erstes Saisontor.

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Zwar drehten die Waldshuter nach der Pause auf, erzielten auch ein – wegen Abseits nicht gegebenes – Tor durch David Duvnjak. Doch der FC Wittlingen wehrte sich. Moritz Keller zielte perfekt, traf zum 2:0 (61.): „Das war das schönste Tor, dass ich je kassiert habe“, zollte sogar VfB-Torwart Ceylan dem Schützen seine Anerkennung.

Tom Krieg (VfB Waldshut) im Video-Interview
Tom Krieg (VfB Waldshut) im Video-Interview | Bild: Scheibengruber, Matthias
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Die Freude über den vermeintlichen Sieg beim Verfolger war noch nicht verhallt, da jubelten die Hausherren das erste Mal. Stjepan Kovacevic überlistete Aykut Kaya mit einem Schuss ins kurze Eck – 1:2 (62.). Jetzt stürmte nur noch der Gastgeber, drückte auf den Ausgleich.

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Selbst Außenverteidiger Tom Krieg tauchte im Wittlinger Strafraum auf, wurde von Tarasenko von den Beinen geholt. Schiedsrichter Mark Hohmann zögerte nicht, zeigte erst auf den Punkt und dann Gelb-Rot für den Wittlinger. Aykut Kaya ahnte zwar die Ecke, doch Vassilios Dimitriadis hatte stramm geschossen – 2:2 (83.).

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In Unterzahl bröckelte der Widerstand des Tabellenführers, prompt legten die Waldshuter nach. Marjan Jelec legte für Nikica Juric auf. Mit dem Ablauf der regulären Spielzeit stand es plötzlich 3:2 für den VfB Waldshut, der somit auf zwei Punkte an den FC Wittlingen heran gekommen war: „Die Mannschaft ist eben im richtigen Moment da“, befand Kovacevic.

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Doch die Waldshuter Anhänger freuten sich einen Tick zu früh. In der Nachspielzeit schlug Benedict Schneider die letzte Ecke vors Tor, Stjepan Kovacevic wehrte zu kurz ab. Yannik Böhler spielte zurück zu Schneider. Dessen scharfe Hereingabe nahm Patrick Sorg volley – 3:3.

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So blieb das Spitzenspiel zwar ohne Sieger, doch letztlich verabschiedeten sich alle Beteiligten zufrieden in die Winterpause: „In Unterzahl noch ausgeglichen – Hut ab“, freute sich Tiziano Di Domenico über den Last-Minute-Treffer: „Wir hätten es nicht verdient, hier zu verlieren.“ Sehr zufrieden war er über die Reaktion seiner Elf auf die 1:4-Pleite von Erzingen: „Dort haben wir blutleer und emotionslos gespielt. Davon war heute nichts zu sehen.“

Danilo Avellina (FC Wittlingen) im Video-Interview
Danilo Avellina (FC Wittlingen) im Video-Interview | Bild: Scheibengruber, Matthias
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Obwohl in Timo Glattacker, Lukas Hug, Imad Kassem Saad und Richard Lorenz wichtige Stammkräfte fehlten, bot der FC Wittlingen eine reife Leistung: „Wir haben nun bei fünf Punkten Vorsprung in den nächsten Spielen gegen den TuS Efringen-Kirchen und beim FC Zell einen Patzer frei“, blickte Di Domenico bereits ins Frühjahr: „Und danach meint es der Spielplan richtig gut mit uns. Wir wollen die Pole-Position jetzt auch nicht mehr abgeben.“

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Für Danijel Kovacevic war das 3:3 kein Rückschlag: „Die Saison ist noch lang. Zudem rücken der FC Zell und der FC Erzingen heran. Es bleibt noch lange Zeit spannend“, deutete er an, dass die Saisonziele beim VfB Waldshut nun auch beim Trainer revidiert werden: „Wir wollen auf jeden Fall den zweiten Platz verteidigen.“

VfB Waldshut – FC Wittlingen 3:3 (0:1). – Tore: 0:1 (45.) Tarasenko; 0:2 (61.) M. Keller; 1:2 (63.) St. Kovacevic; 2:2 (83./FE) Dimitriadis; 3:2 (90.) Juric; 3:3 (90.+2) Sorg. – SR: Mark Hohmann (Rheinfelden). – Z.: 220. – Bes.: GR für Tarasenko (FCW/81.).

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