Christen der Raumschaft feierten an Pfingsten erstmals seit vielen Wochen wieder gemeinsam Gottesdienste. In den katholischen Kirchen der Raumschaft fanden wegen der Pandemie seit dem Ostermontag keine Gottesdienste mehr statt und der evangelische Pfarrer Markus Ockert machte lediglich Konfirmationen im kleinen Familienkreis möglich. Doch zum Pfingstfest konnten die protestantischen und katholischen Christen wieder – wie gewohnt mit Abstand und Masken – in den Kirchen feiern.

Diakon Klaus-Dieter Sembach (links) und Pfarrer Andreas Treuer bei der Messe.
Diakon Klaus-Dieter Sembach (links) und Pfarrer Andreas Treuer bei der Messe. | Bild: Maria Kienzler

Pfarrer Andreas Treuer erinnerte in seiner Predigt an das erste Pfingstfest vor fast 2000 Jahren. Damals, so die Erzählung, sollen die Freunde von Jesus, die miteinander beteten, Feuerflammen über ihren Köpfen schweben gesehen und angefangen haben, in verschiedenen Sprachen zu reden, um Gottes große Taten zu verkünden.

Die Feier am Pfingstmontag wurde von ehrenamtlichen Frauen gestaltet. Zur großen Freude der Schönwälder Katholiken fand die Wort-Gottes-Feier in der Pfarrkirche St. Antonius statt, in der seit Beginn der Pandemie keine Sonntagsgottesdienste mehr angeboten werden. 60 Plätze waren in der Kirche markiert, aber da viele Familien kamen, die zusammensitzen durften, hatten 80 Personen Platz.

Auch viele Familien kommen am Pfingstsonntag zum Gottesdienst nach Schonach.
Auch viele Familien kommen am Pfingstsonntag zum Gottesdienst nach Schonach. | Bild: Maria Kienzler

Im Altarraum waren noch einmal zehn Christen, die den Gottesdienst gestalteten. Und auf der Orgelempore war ein Chor mit vier Sängerinnen, die von Josef Spath am Keyboard begleitet wurden, während dessen Sohn Konstantin das Schlagzeug bediente. Die Feier leitete Pfarrgemeinderätin Anja Finkbeiner, die bei der Gestaltung von Ratskolleginnen, Lektorinnen und Ministranten unterstützt wurde.

Im Mittelpunkt stand der Heilige Geist, der in Gebeten und Bibeltexten thematisiert wurde. Das Evangelium trug Helmut Finkbeiner vor und Petra Strobel hielt eine Predigt über die Hochfeste im Kirchenjahr.

Luftballons als Metaphern

Spannend wurde es besonders für die Kinder, als zwei Ministrantinnen mit Luftballons auftraten. Ein Ballon blieb unbeweglich hängen, während der andere hoch stieg. „An Pfingsten schenkte uns Gott den Heiligen Geist, der uns das Leben leichter machen kann, so wie ein Luftballon, der in die Höhe steigt“, erläuterte die Leiterin. Die Freunde von Jesus seien traurig gewesen, als er nicht mehr bei ihnen war, aber am Pfingstfest sei ihr Leben leichter und schöner geworden und so könne es auch bei uns sein, wenn wir uns von Gottes Geist leiten ließen, wie Finkbeiner versicherte.

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Nach dem Schluss-Segen gab es begeisterten Beifall für die Feier, doch besonders freuten sich die Kinder, denn sie bekamen alle einen Luftballon geschenkt.