EU-Datenschutzverordnung nervt

Gewohnt humorvoll und nachdenklich gestaltete die Stegstreckerzunft bei ihrer Martinisitzung im Bindhaus den Fasnetsauftakt am 11.11. Exakt um 11.11 Uhr bimmelte Narrenpolizist Walter Roßknecht die närrische Zeit im voll besetzten Heimatmuseum ein. Und acht Minuten benötigte Stegstreckerchef Andreas Narr, bis er die Vorgaben der EU-Datenschutzrichtlinie augenzwinkernd erfüllt hatte.

Kein Vertreter der Schulen bei Martinisitzung

Im zweiten Jahr in Folge nutzte auch kein Vertreter der Schulen die närrische Einladung, den Beginn der närrischen Zeit mit zu feiern. Dafür waren die Vertreter der Ratsfraktionen gekommen, wobei Narr klar machte, dass man "keinen neuen, blauen Ortsverein braucht. Er monierte, dass die Stadtoberen bei der Absage des Reggaefestivals zwar klare Kante gezeigt hätten, aber man hätte sich vorher nochmals zusammensetzen müssen, zumal bis dato öffentlich nichts Schlechtes über das Festival zu hören war. Bevor ernste Entscheidungen getroffen würden, sollten sich die Beteiligten vorher etwas locker machen, gab's vom Narrenchef einen guten Ratschlag.

Aus für Reggaefestival war "Notbremse"

"Es geht aufwärts in Pfullendorf und läuft richtig gut", lobte Bürgermeister Thomas Kugler dann selbstbewusst den coolen Pragmatismus in Verwaltung und Gemeinderat, zu dem auch die Notbremse beim Aus für das Reggaefestival gehörte, auch wenn manche diese Angelegenheit mit einer rosa Pupille betrachteten. Man dürfe keinen "städtischen Dealerplatz" dulden, sondern die Stadt müsse die Ordnung bewahren. Und auch Stadtwerkechef Jörg-Arne Bias machte klar, dass man kein bisschen Haschisch und keine Marihuanafraktion im Seepark haben will.

Turnverein bietet Mitarbeit an

Dass mit dem Beginn der Wintersaison das Hallenbad wegen Umbauarbeiten geschlossen wird und ihre Schwimmer keine Trainingsmöglichkeit haben, leuchtet Gerda Gebert, Vorsitzende des Turnvereins, nicht ein: "Warum wird das nicht im Sommer gemacht?". Den Narren sicherte sie zu, dass der TVP sich bei Bedarf beim Landschaftstreffen miteinbringen wird. Namens der Narrenblattredaktion bat Thomas Heim noch um viele schöne Geschichten.