Pfullendorf – Pünktlich nach dem letzten 12-Uhr-Schlag vom Glockenturm der St.-Jakobus-Kirche hallten am Dreikönigstag die Karbatschenschläge der Schneller durch die Pfullendorfer Innenstadt. Etliche Dutzend verfolgten das lautstarke Spektakel auf dem Marktplatz. Viele nutzten die Gelegenheit, Freunden und Bekannten noch ein gutes neues Jahr zu wünschen, so auch der neue Gildemeister Oliver Müller. Ihn hatten die Schneller bei der Mitgliederversammlung zum Nachfolger von Sascha Klaiber gewählt, der nach neun Jahren sein Amt abgegeben hatte. „Du hast für die Schneller so viel getan und viele neue Ideen entwickelt“, dankte Müller seinem Vorgänger mit einem dreifachen „Narri Narro“. Den Höhepunkt der Fasnet, den Schmotzigen Dunnschdig, werden die Schneller wieder frühmorgens mit ihren Karbatschen ankündigen.

Der neue Pfullendorfer Gildemeister Oliver Müller beim Schnellen.
Der neue Pfullendorfer Gildemeister Oliver Müller beim Schnellen. | Bild: Volk, Siegfried

Als Gastschneller wird Paul Woerz die Truppe begleiten. Ein kleines Dankeschön der sangesfreudigen Schneller an den früheren Wirt des „Deutschen Kaiser“, der den Schnellern jahrzehntelang eine Heimstätte geboten hatte. Zwei Neue verstärken die Gilde, die aktuell 62 Aktive zählt – Marcel Lehmann und Susanne Waitschull, die damit als dritte Frau bei den Schnellern mitmacht. Nach dem offiziellen Ende des Einschnellens nutzten viele Karbatschenträger noch die Gelegenheit, ihre Peitsche zu schwingen, darunter Mitglieder der Schnellerzunft aus Munderkingen. Zwischen den beiden Gilden beziehungsweise den Narrenzünften besteht seit vielen Jahren eine gewachsene Freundschaft. Die Pfullendorfer sind beim legendären Brunnensprung in Munderkingen dabei und die Älbler fahren an Dreikönig ins Badische.