Aufgrund der überragenden Resonanz war sie über den ursprünglichen Schlusstermin am 17. Oktober hinaus verlängert worden. „Zum Glück wurden die Exponate nicht gleich wieder gebraucht“, freut sich Museumsleiterin Margret Köpfer über die Verlängerung, die dem Kunstmuseum eine Besucherzahl eingebracht hat, die letztlich die Marke von 2500 überschreiten konnte.

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Dass die Exponate Ottingers tatsächlich so lange in Bernau verbleiben konnten, ist wirklich ein Glücksfall, hatten doch einige der ursprünglich für die Ausstellung vorgesehenen großformatigen Fotos durch kleinere Exemplare ersetzt werden müssen, da die größeren in einer Ausstellung in San Francisco gebunden waren. Andere kamen direkt aus Singapur nach Bernau. Diese Namen allein schon machen deutlich, wie sehr Ulrike Ottingers Werk in der ganzen Welt gefragt ist. Nach Schluss der Ausstellung in Bernau, die mit dem Beginn der Betriebsferien des Museums zusammenfällt, bleiben Ottingers Exponate noch kurz stehen. Sie können dann im Rahmen der Bernauer Weihnachtstour, so diese denn stattfinden kann, nochmals betrachtet werden. Gleich danach allerdings gehen Teile der Ausstellung, vornehmlich das große Europazelt, nach Baden-Baden, wo im Februar Ulrike Ottingers Schaffen in einer weiteren Ausstellung gezeigt werden soll.

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„Die Besucher haben sich viel Zeit gelassen, sich anhand der Ausstellungsobjekte in ferne Länder und fremde Kulturen wegzuträumen“, weiß Margret Köpfer zu berichten, „vor allem bei der Filmpräsentation gab es richtige Dauersitzer“. Eine Frau sei sogar so beeindruckt gewesen von dem Film, dass sie zweimal mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Freiburg angereist war, um ihn in voller Länge anschauen zu können.

Auch aus Basel habe das Museum in Bernau viele Besucher registrieren können. Dort war gerade Ottingers Film „Paris Calligrammes“ gelaufen. Auch in der Freiburger Filmszene sei Ulrike Ottingers Werk bekannt und habe entsprechend Besucher nach Bernau gelockt. „Einer der Besucher stammte sogar aus dem Filmteam, das mit Frau Ottinger zusammen den Taiga-Film gedreht hat, und der nach fast 30 Jahren gekommen war, um in Erinnerungen zu schwelgen“, erzählt Margret Köpfer. Etliche Besucher, die ebenfalls schon in der Mongolei gewesen sind, hätten im Film ihre eigene Reise nochmals wieder und neu erleben können.

Die diesjährige Hans-Thoma-Preisträgerin selbst habe sich ebenfalls sehr über die große Resonanz gefreut, die sie gerade in Bernau so nicht erwartet habe. Ulrike Ottinger besitze offenbar eine Art Stammpublikum, das immer über Aktivitäten um sie herum informiert sei, sagt die Museumsleiterin.