Ein knappes Rennen sagten die Prognosen am Wahlabend voraus, deutlicher fielen die Ergebnisse der Parteien in der Region St. Blasien aus. Die CDU erhielt bei den Erst- und Zweitstimmen in allen Gemeinden den größten Zuspruch – gleichzeitig ist sie aber auch die größte Verliererin, da sie auch bei dieser Bundestagswahl wieder einen deutlichen Stimmenverlust hinnehmen musste. Zugelegt haben die SPD und auch die Grünen, die Partei „die Basis“, 2020 gegründet, erhielt in den meisten Gemeinden mehr Stimmen als Die Linke.

St. Blasien:

In der größten Kommune der Region lag die Wahlbeteiligung insgesamt bei 51,92 Prozent (St. Blasien 1 30 Prozent, St. Blasien 2 31,37 Prozent, Menzenschwand 38,65 Prozent). Mit 37,41 Prozent erhielt CDU-Kandidat Felix Schreiner mit großem Abstand die meisten Erststimmen von den Kandidaten der SPD (26,33 Prozent), den Grünen (11,89), der AfD (8,70), FDP (5,99), die Basis (4,35) und Die Linke (2,87). Die CDU erhielt auch die meisten Zweitstimmen (29,33 Prozent) vor SPD (22,60), Grüne (14,13), FDP (12,65), AfD (9,04), die Basis (3,29) und Die Linke (3,20).

Häusern:

80 Prozent der 885 Wahlberechtigten haben in Häusern ihre Stimmen abgegeben. Deutlich sei der Trend hin zur Briefwahl gewesen, sagte Bürgermeister Thomas Kaiser, 404 Wählerinnen und Wähler gaben ihre Stimme per Briefwahl im Vorfeld ab. Die meisten Erst- und Zweitstimmen erhielten CDU (37,34 Prozent der Erst- und 29,26 Prozent der Zweitstimmen), SPD (27,61/24,72), Grüne (11,59/14,91) vor FDP (6,58/12,78), AfD (7,73/6,82), Die Linke (2,58/3,84), Freie Wähler (2,43/1,99) und die Basis (2,29/1,99).

Höchenschwand:

77,54 Prozent der 1772 Wahlberechtigten beteiligten sich im Dorf am Himmel an der Bundestagswahl, 669 per Briefwahl. Die meisten Erst- und Zweitstimmen erhielt die CDU (519/406) vor der SPD (334/323). Während der Kandidat der Grünen mehr Erststimmen (184) als der FDP-Bewerber (100) erhielt, landeten die Liberalen bei den Zweitstimmen mit 204 Stimmen vor den Grünen (179). Große Verliererin war die CDU, die 9,61 Prozentpunkte bei den Erst- und 14 Prozentpunkte bei den Zweitstimmen verlor. Auch SPD und Grüne legten zu. Die Linke verlor sowohl Erst- wie auch Zweitstimmen, FDP verlor Erststimmen, legte aber bei den Zweitstimmen zu, bei der AfD war es genau umgekehrt.

Bernau:

Mit 82,4 Prozent war die Wahlbeteiligung in Bernau am stärksten in der Region. Während die CDU dort bei der Wahl 2017 noch die absolute Mehrheit schaffte (52,3 Prozent), kam sie jetzt auf 33,2 Prozent. Zulegen konnten dort die SPD, Grüne und FDP. Die AfD verlor Stimmen.

Dachsberg:

824 der 1025 Wahlberechtigten (41,9 Prozent) haben in Dachsberg ihre Stimme abgegeben, davon waren 395 Briefwählerinnen und -wähler. Bei den Erststimmen siegte die CDU (314) vor SPD (159), Grüne (128), die Basis (64), AfD (57), FDP (42), Die Linke (33) und Freie Wähler (18). Die Verteilung bei den Zweitstimmen unterschied sich ab dem vierten Platz: FDP, „die Basis“, AfD, Die Linke.

Ibach:

Von den 283 Wahlberechtigten haben in der kleinen Gemeinde 219 Wählerinnen und Wähler (davon 91 Briefwähler) ihre Stimme abgegeben, zwei Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lang bei 46,3 Prozent. Die meisten Erststimmen erhielt der CDU-Kandidat Felix Schreiner (100), auf dem zweiten Platz landete Rita Schwarzelühr-Sutter von der SPD (43), vor Jan-Lukas Schmitt (Grüne, 21), Andrea Zürcher (AfD, 19), Jareem Khawaja (FDP, 14), Ursula Halfmann (die Basis, 13), Dominik Brox (Freie Wähler, 4) und Robert Kuhlmann (Die Linke, 2). Auch bei den Zweitstimmen liegt die CDU auf dem ersten Platz (88 Stimmen), vor der SPD (34), den Grünen (25), der FDP (24), der AfD (18) und die Basis (11).