Frau Schneider, radeln Sie gerne?

Ja. Das Radeln zähle ich zu meinen Hobbys.

Worum geht es bei der Initiative Stadtradeln?

Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Netzwerks Klima-Bündnis mit dem Ziel, dass die Bürger möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen, um ihren eigenen und den kommunalen CO2-Ausstoß zu verringern. Es geht darum, die Menschen für den Radverkehr zu mobilisieren. Es sollen so viele wie möglich für das Radfahren gewonnen und vom Auto weg geholt werden. Besonders die Mitglieder der Kommunalparlamente sollen als Entscheidungsträger vor Ort zum Radfahren animiert werden, um bei ihnen ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass die Radinfrastruktur ausgebaut werden muss. Die Natur gewinnt dadurch natürlich auch, da weniger Abgase entstehen und CO2 eingespart wird.

Wie kann man sich am Stadtradeln beteiligen?

Teilnehmen können alle, die in der Gemeinde Schwörstadt wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder die Schule besuchen. Interessierte registrieren sich auf der Webseite der Initiative und tragen dann dort ihre gefahrenen Kilometer ein. Oder sie laden die Stadtradeln-App herunter, um die gefahrenen Strecken zu tracken. Solo radeln geht digital nicht, nur im Team. Jeder kann einem bereits vorhandenen Team beitreten oder ein eigenes Team gründen. Für die Gemeinde Schwörstadt sind bereits vier Teams mit insgesamt 14 Teilnehmern registriert, darunter auch ein „Offenes Team Schwörstadt“. Der Einstieg in das Stadtradeln ist zu jedem Zeitpunkt während der gesamten drei Wochen möglich. Das Klima-Bündnis prämiert schließlich in fünf Größenklassen die fahrradaktivsten Kommunalparlamente sowie Kommunen mit den meisten Radkilometern. In diesen beiden Kategorien werden zudem die jeweils besten Newcomer-Kommunen je Größenklasse geehrt. Die Gemeinde Schwörstadt hält für den Teilnehmer mit den meist gefahrenen Kilometern ein kleines Präsent bereit.

Was haben die Teilnehmer davon, sich am Stadtradeln zu beteiligen?

Es geht gar nicht um die langen Strecken oder darum am Ende der drei Wochen 1000 Kilometer auf dem Tacho stehen zu haben oder im Ranking die/der Beste zu sein. Es geht vielmehr darum, die Alltagsstrecken, wie zur Arbeit, zum Sport oder zum Einkaufen, mit dem Fahrrad zu bewältigen. Die Umgebung, die Natur kann dadurch bewusster wahrgenommen werden. Wenn man einmal nach links und rechts schaut, kann man so viele Dinge entdecken, die im Auto bloß an einem vorbei rauschen. Das Fahrradfahren hat nicht nur physische gesundheitliche Vorteile, sondern ist auch gut für das allgemeine Wohlbefinden. Man schaltet ab und vergisst für ein paar Minuten den Stress vom Alltag.