Liebevoll wird Schwörstadt auch „Schneckenstadt“ genannt. Dieser Name kommt von der örtlichen Narrenzunft „Schwörstädter Schnecken“. Demnächst hat sich die Gemeinde den Namen aber durch die Geschwindigkeit verdient, mit der der Straßenverkehr durch die Ortschaft maximal fließen darf.

Freudige Nachricht

Künftig wird nur noch (Schnecken-) Tempo 30 erlaubt sein – und zwar auf einer Länge von 1,6 Kilometern auf der viel befahrenen Bundesstraße 34. „Darauf haben wir hier lange gewartet, es ist phänomenal“, strahlte Bürgermeisterin Christine Trautwein-Domschat nach der Verkündung der brandaktuellen Nachricht in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Prüfung der Tempo 30-Pläne

Zuletzt waren die Tempo 30-Pläne, die mit dem Ja des Gemeinderates im Dezember 2029 auf den Weg gebracht wurden, nochmals in alle Richtungen überprüft worden. Frage war, ob denn eine Bundesstraße, die zudem als Hauptverkehrsachse durch die Hochrheingemeinde dient, mit einer Reduzierung auf 30 Stundenkilometer belegt werden kann.

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Fazit der Behörden: Sie kann – und der Schutz vor Lärm für die Bürger entlang der B 34 wurde damit höher eingestuft als der Verkehrsfluss. „Künftig haben wir also nicht nur weniger Straßenlärm im Ort, sondern man kann auch die Straße wieder einfacher überqueren“, so die Bürgermeisterin. Ob es tatsächlich, wie befürchtet, an den beiden Ortseingängen zu Staus kommen wird, müsse sich erst noch zeigen.

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Bis es aber tatsächlich zu Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt kommt, vergehen noch etliche Wochen und möglicherweise zwei Monate. „Wir müssen ja erst die nötigen Schilder bei der Straßenmeisterei bestellen“, informierte Frank Gersbach vom Ordnungsamt in Rheinfelden, das als Untere Straßenverkehrsbehörde auch für Schwörstadt zuständig ist. Auch müssen die einzelnen Standorte für die Schilder noch festgelegt werden. „Da wird also noch ein bisschen Zeit ins Land gehen“, so Gersbach. Schwörstadt hat bereits Tempo 30 für eine kürzere Strecke der B 34 rund um die sogenannte Schwanenkurve eingerichtet. „Tempo 30 wurde hier aus Gründen der Gefahr vor allem durch Laster in dem engen Kurvenbereich gemacht“, erklärt Beate Schneider.

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