Rheinfelden – Seit einigen Wochen wird nach den Sommerferien in Rheinfeldens Schulen wieder unterrichtet. Während die Corona-Infektionszahlen wieder steigen, wurde am gestrigen Montag die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Was Schulleiter davon halten und wie es um Corona-Tests und Hygieneregeln steht, hat diese Zeitung am Georg-Büchner-Gymnasium, der Gemeinschaftsschule und der Gertrud-Luckner-Realschule nachgefragt.

  1. .Gab es positive Schnelltests? Seit Schulstart nach den Sommerferien gab es an der Gemeinschaftsschule vier positive Testergebnisse, aber keine weiteren Übertragungen innerhalb der Klassen, wie Schulleiter Hans Peter Brugger erklärt. Drei Kinder seien an der Schule positiv getestet worden, ein Kind privat. Am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) habe es einen Fall gegeben, der allerdings ebenfalls nicht an der Schule selbst positiv getestet wurde, wie der stellvertretende Schulleiter Clemens Hauser schildert. An der Gertrud-Luckner-Realschule (GLR) gab es ebenfalls positive Testergebnisse, doch nur eines wurde durch den anschließenden PCR-Test bestätigt. Einen größeren Ausbruch gab es aber nicht, wie Realschulleiterin Birgit Barth auf Nachfrage erklärt.
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  1. .Wie steht es um die Impfquote? „Manche Schüler zeigen den Impfausweis vor, weil sie dann nicht getestet werden müssen“, sagt Clemens Hauser (GBG). Doch insgesamt kennt niemand die Impfquoten der Schulen, denn der Impfstatus unterliegt dem Datenschutz. Deshalb wissen weder Schulträger noch Schulleiter, wie hoch die Impfquoten sind. Auch an den einzelnen Schulen oder den dafür zuständigen Behörden ist die Erhebung solcher Daten nicht erlaubt. Das betont auch Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler.
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  1. .Wie stehen die Schulen zur gelockerten Maskenpflicht? Gemeinschaftsschulleiter Brugger sieht der Lockerung der Maskenpflicht an Schulen gelassen entgegen. Seit gestern müssen Schüler im Unterricht keine Maske mehr tragen, wenn sie an ihrem Platz sitzen. Rückmeldungen dazu von Eltern, Lehrern oder Schülern hat Clemens Hauser (GBG) bisher keine bekommen. Der Unterricht ohne Mundschutz erleichtere aber die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern, sagt er. Auf seiner Homepage ruft das GBG aber vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen zum Mitdenken auf. Die Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht bedeute nicht, dass es nicht manchmal sinnvoll ist, dennoch einen Mundschutz zu tragen, zum Beispiel vor den Tests. Für sinnvoll hält auch Realschulleiterin Birgit Barth die Maskenpflicht. So sehr sie sich wünscht, dass der Mundschutz nicht mehr nötig wäre, so sehr hält sie ihn für ein sinnvolles Mittel zum Schutz vor Ansteckung. Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen vor allem bei Jugendlichen stiegen. Auch Hauptamtsleiter Clemens Schuler ist der Meinung, es sei zu früh, ebenso wie die Lehrergewerkschaft. „Ich hätte mit dieser Lockerung auch lieber noch abgewartet“, sagt Schuler. Doch mit weiter steigenden Infektionszahlen und damit einem Wechsel der Lage von der Basis- in die Warnstufe würde die Lockerung wieder zurückgenommen. „Das Maß der Dinge sind für mich die Tests an Schulen, Rheinfelden ist da auf einem guten Weg“, betont Clemens Schuler.
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  1. .Wie läuft‘s mit Tests und Regeln? Sowohl die Tests als auch die Hygieneregeln seien für das Gros der Schüler zur Routine geworden, sagen Brugger und Barth ebenso wie Hauser. Dreimal pro Woche wird getestet. Ist ein Ergebnis positiv, muss die jeweilige Klasse oder Jahrgangsstufe einmal pro Tag, also fünfmal pro Woche getestet werden. Das laufe gut an den weiterführenden Schulen und sei Teil des Alltags geworden. „Es kommt darüber natürlich keine große Freude bei den Schülern auf, aber das ist bei jedem so“, sagt Barth.
  2. .Was ist mit der Belüftung? Die Gemeinschaftsschule in Rheinfelden verfügt über keine speziellen Belüftungsgeräte. Doch eine CO2-Ampel zeigt an, wann gelüftet werden muss. „Es ist gar nicht so leicht, Belüftungsgeräte zu finden, die auch lieferbar sind“, sagt Schulleiter Hans Peter Brugger. Laut einer Studie sei das Lüften ohnehin das Effektivste. Zudem seien alle Räume der Gemeinschaftschule gut zu lüften. Im GBG erinnert ebenso die CO2-Ampel ans Lüften, das wie an den anderen Schulen über geöffnete Fenster und teils auch Türen geschieht. In der Gertrud-Luckner-Realschule werden ebenso alle 20 Minuten die Fenster des Gebäudes geöffnet. In Räumen, die schlecht zu lüften sind, gibt es dort ebenso wie im GBG zusätzliche Luftfilter.