Die Schweizer Baumer Gruppe, die Sensoren vor allem für die Industrie herstellt, konnte ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig steigern: Das international tätige Unternehmen hat laut eigenen Angaben die Rekordmarke von 500 Millionen Euro Jahresumsatz geknackt. Das Wachstum von mehr als 20 Prozent verteile sich gleichmäßig über die Weltregionen und Industriesegmente.

Das Unternehmen führt seinen Erfolg auf seine „Innovationsoffensive“ zurück. „Wachstumstreiber im zurückliegenden Geschäftsjahr waren die zahlreichen Neuentwicklungen, mit denen wir unser breites Portfolio smarter Sensorlösungen erweitert haben und unsere Stellung als einer der Technologieführer ausbauen konnten“, sagt Unternehmenschef Oliver Vietze.

2018 eröffnet Baumer das Technologiezentrum in Stockach

Dabei spielt der Standort Stockach eine bedeutende Rolle: Dort eröffnete Baumer im Jahr 2018 sein Technologiezentrum, zu der Zeit eine der größten Industrieansiedlungen im Kreis Konstanz. Die Mitarbeiter in Stockach produzieren smarte Sensoren und liefern sie über das Logistik-Zentrum europaweit aus.

Gerade in einem Jahr mit labilen Lieferketten sei dies ein wichtiger Baustein für die gute Lieferfähigkeit von Baumer gewesen, teilt das Unternehmen mit. Kontinuierlich wachsende Entwicklerteams trieben die Innovationen weiter voran.

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Am Schweizer Stammsitz in Frauenfeld investiert Baumer 20 Millionen Franken in den Neubau des „Innovation Center“, einem hochmodernen Arbeitsplatz für Entwickler. Das Gebäudeenergie-Konzept sei ressourcenschonend angelegt, geplant sei eine Solarhülle und die Nutzung von Erdwärme.

Insgesamt sieht sich das Unternehmen mit weltweit 2900 Mitarbeitern gut gerüstet für die Zukunft – auch wenn die kommenden Monaten schwieriger werden könnten. Baumer sei als „verlässliches Familienunternehmen“ langfristig ausgerichtet, so Unternehmenschef Vietze. Weiteres Wachstum werde dem Sensorik-Hersteller die Fabrikautomation bescheren.