Wie halten es die Corona-Rebellen mit der Demokratie? Spätestens nach diesem Wochenende muss diese Frage erlaubt sein. Und spätestens jetzt müssen sich auch die Corona-Gegner selbst die Frage stellen.

Wie schon beim letzten Mal spazierten Impfgegner, Esoteriker sowie besorgte Männer und Frauen einträchtig neben Reichsbürgern und Neonazis, die anhand von Flaggen und Kleidung leicht als solche zu erkennen waren.

Die Demonstration in Berlin am 29. August: Neben Regenbogenfahnen und einem Schild mit den Worten“Frieden, Freiheit, Demokratie“ sind auch Reichsflaggen zu sehen
Die Demonstration in Berlin am 29. August: Neben Regenbogenfahnen und einem Schild mit den Worten“Frieden, Freiheit, Demokratie“ sind auch Reichsflaggen zu sehen | Bild: JOHN MACDOUGALL, AFP

Schon das ist eigentlich kaum zu entschuldigen, zumal sich diese Szenen zum wiederholten Mal abspielen. Diesmal allerdings gingen die Rechtsextremen noch weiter und versuchten gleich, den Reichstag einzunehmen.

Eine Aktion, die zeigt, was diese Demonstranten tatsächlich im Sinn haben: Es geht ihnen nicht um Corona, das Virus ist lediglich ein Vorwand, um den Staat zu attackieren.

Letztlich lassen sich die friedlichen Corona-Demonstranten von Rechtsextremen vor den Karren spannen. Bei aller Kritik, die sie an der Regierung haben: Das können sie nicht im Sinn haben.