Ein Storch macht noch keinen Sommer. Aber es tut sich etwas beim traditionsreichen Freiburger Zeltmusikfestival, das in diesem Jahr seine 37. Ausgabe feiert. „Zuhause – wenn du jeden Sommer wiederkommst“ ist das Motto des diesjährigen Festivals, das sich – wie auch die Störche als Bild für das Zurückkommen – die Freiburger Agentur „Feyka & Herr“ überlegt hat.

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Neben Branding und neuer Website gibt es aber auch im Programm Veränderungen, die durch den Booker Alexander Hässler vorangetrieben wurden. Das ZMF-Publikum soll auch die Jugend ansprechen – deshalb kommen weniger Altstars, aber mehr junge Bands als früher aufs Festivalgelände.

Wolfgang Niedecken kommt mit „BAP“.
Wolfgang Niedecken kommt mit „BAP“. | Bild: Photogroove

Statt Weltmusik und Crossover-Projekten findet sich nun mehr Hip-Hop, Elektronische Musik und Indie-Rock im Programm. Auch sechs Clubnights im Spiegelzelt sorgen für einen höheren Partyfaktor.

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Mit Chick Corea (18.7.), der bereits beim allerersten Zeltmusikfestival 1983 gastierte, und dem international für Furore sorgenden Saxofonisten Kamasi Washington am 15. Juli (noch vor dem offiziellen Festivalstart) können die Festivalmacher im Jazzbereich zwei absolute Top Acts vorweisen.

Die Beach Boys (22.7.) und Wolfgang Niedeckens BAP (27.7.) decken das Segment Ü40 ab.

Dendemann ist Hip Hopper.
Dendemann ist Hip Hopper. | Bild: Nils Müller

Mit Max Herre (19.7.), Samy Deluxe (26.7.), Dendemann (28.7.) und Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi (30.7.) sind gleich vier Hip-Hop-Formationen im großen Zirkuszelt programmiert, das mit Moop Mama und Django 3000 am 25. Juli noch einen Abend zum Abtanzen verspricht.

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Angesagter Deutschpop ist mit Lea (29.7.) und dem Doppelkonzert von Namika und Joris beim ZMF-Abschluss am 4. August geboten.

Samy Deluxe soll jüngeres Publikum zum ZMF holen.
Samy Deluxe soll jüngeres Publikum zum ZMF holen. | Bild: janick zebrowski

Nach wie vor ist im Zirkuszelt eine große stilistische Bandbreite zu entdecken: vom keltischen Folk einer Loreena McKennitt im Eröffnungskonzert am 17.7. bis zum Politpunk von „Feine Sahne Fischfilet“ (3.8.), vom kreativen, melodischen Elektropop von Metronomy und Roosevelt (20.7.) bis zum obligatorischen, bereits ausverkauften Schlagerabend Dieter Thomas Kuhns (3.8.).

Perlen im kleinen Spiegelzelt

Bei der ZMF-Gala mit dem Philharmonischen Orchester Freiburg am 21.7. wird der Ehrenpreisträger Helge Schneider gleich sieben Instrumente spielen. Der Bereich Klassik findet sich auch in drei Matineen im Spiegelzelt wieder – unter anderem mit dem Freiburger Pianisten und Rising-Star-Künstler Robert Neumann am 28. Juli.

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Überhaupt sind im kleineren Spiegelzelt einige Perlen zu finden wie das Berliner Frauenquartett Laing (22.7.), Jazzanova (27.7.), die New Yorker Blechformation „Brass Against“ (1.8.) oder der deutsche Liedermacher Gisbert zu Knyphausen zum Festival-ende (4.8.).

Zeltmusikfestival Freiburg: von 17. Juli bis 4. August.
Infos und Tickets unter: http://www.zmf.de