13 Menschen wurden festgenommen, drei von ihnen sollen am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs, Widerstands und Störung öffentlicher Betriebe.

Laut Polizei waren die Besetzer am frühen Mittwochmorgen entdeckt worden. Acht Aktivisten hatten demnach den Betrieb von Bandanlagen lahmgelegt, vier von ihnen waren dabei angekettet. Eine technische Einheit der Polizei löste ihre Ketten. Fünf Menschen holten die Beamten von Baggern herunter. Sie waren nicht angekettet.

Mit Fußverletzung ins Krankenhaus

Ein Festgenommener wurde mit einer Fußverletzung in ein Krankenhaus gebracht. Ein weiterer mutmaßlicher Straftäter, der den Beamten von einer ansteckenden Erkrankung berichtete, kam unter polizeilicher Begleitung ebenfalls in eine Klinik.

Klimaschützer und Umweltaktivisten fordern seit Jahren einen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Sie kritisieren vor allem den hohen Kohlendioxidausstoß der Kraftwerke. Im rheinischen Braunkohlerevier gab es zuletzt wiederholt Proteste gegen den weiteren Kohleabbau durch den Tagebaubetreiber RWE. Erst am 5. November, kurz vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Bonn, drangen Aktivisten in den Tagebau Hambach bei Jülich ein.