In einem am Mittwoch im Vatikan veröffentlichten Schreiben zur Amazonas-Synode hat Papst Franziskus hat eine „ökologische Katastrophe“ im Amazonasgebiet mit weltweiten Auswirkungen beklagt. Der Forderung nach der Weihe verheirateter Männer zu katholischen Priestern folgt er jedoch nicht.

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Mit Blick auf den Priestermangel in entlegenen Gebieten der Amazonas-Region hatten Bischöfe, Ordensvertreter und Experten bei der Amazonas-Synode im Oktober zur Öffnung des Priesteramts für verheiratete Männer aufgerufen. Voraussetzung sollte dafür sein, dass die betreffenden Männer bereits als Diakone tätig sind. Überdies verlangten die Bischöfe, dass in der Region die Einführung des Diakonats für Frauen geprüft werden solle.

Franziskus wirft Unternehmen „Verbrechen“ an Umwelt und Amazonas-Bewohnern vor

In dem mit „Querida Amazonia“ (Liebes Amazonien) überschriebenen Nachsynodalen Schreiben warf der Papst zudem internationalen Unternehmen vor, „Verbrechen“ an der Umwelt und den Amazonas-Völkern zu begehen.

Mitglieder eines indigenen Volkes mit bemalten Gesichtern und Federschmuck am Kopf treffen auf Papst Franziskus während der Eröffnungsmesse für die Amazonas-Synode im Oktober 2019.
Mitglieder eines indigenen Volkes mit bemalten Gesichtern und Federschmuck am Kopf treffen auf Papst Franziskus während der Eröffnungsmesse für die Amazonas-Synode im Oktober 2019. | Bild: ANDREW MEDICHINI

Papst betont wichtige Rolle der Frauen in der Kirche

Papst Franziskus würdigte die wichtige Rolle weiblicher Laien in der Kirche für die Verbreitung des Glaubens im Amazonas-Gebiet und regte „das Entstehen anderer spezifisch weiblicher Dienste“ an, ohne jedoch konkret zu werden. (dpa, AFP)