Eins steht fest: Jeder Terminkalender Anfang des Jahres hatte – coronabedingt – seine Gültigkeit verloren. Der Lockdown traf Ausstellungsmacher hart. Viele Häuser haben die Dauer ihrer Ausstellungen daher verlängert, die Fondation Beyeler in Basel-Riehen etwa die Hopper-Retrospektive (bis 20. September). Ab 10. Oktober widmet die Fondation Goya eine große Ausstellung. Gezeigt werden 70 Gemälde sowie Zeichnungen und Grafiken (bis 23. Januar 2022; Info: http://www.fondationbeyeler.ch).

Die Edward-Hopper-Retrospektive der Fondation Beyeler in Basel-Riehen ist noch bis 20. September zu sehen. Hier: „Second Story Sunlight“ (1960). Bild: Robert Gerhardt and Denis Y. Suspitsyn
Die Edward-Hopper-Retrospektive der Fondation Beyeler in Basel-Riehen ist noch bis 20. September zu sehen. Hier: „Second Story Sunlight“ (1960). Bild: Robert Gerhardt and Denis Y. Suspitsyn | Bild: Robert Gerhardt and Denis Y. Suspitsyn

Auf Gegenwart setzt das Kunstmuseum Basel mit Werken von Isa Gensken. Mit ihrem Schaffen bewegt sich die Künstlerin innerhalb unterschiedlicher Disziplinen wie Skulptur, Installation, Film, Fotografie und Malerei (bis 24. Januar 2021; Info: http://www.kunstmuseumbasel.ch).

Blicken wir nach Zürich: Das Kunsthaus konnte am Ende des Lockdowns wie geplant die Ausstellung „Schall und Rauch. Die wilden Zwanziger“ eröffnen (noch bis 8. November). Demnächst folgt „Im Herzen wild. Die Romantik in der Schweiz“. Mit 50 Werken wird hier ein Bogen von Füssli bis Böcklin gespannt (13. November bis 14. Februar 2021; Info: www.kunsthaus.ch

Übrigens: Das Kunsthaus Bregenz zeigt den gebürtigen Zürcher Künstler Peter Fischli. Zusammen mit seinem 2012 verstorbenen Partner David Weiss entstanden von 1979 an Arbeiten, die zu den Meisterwerken des 20. Jahrhunderts gehören (bis 2. November; Info: http://www.kunsthaus-bregenz.at).

Peter Fischli malte im Alter von 10 Jahren diesen Affen. Weitere Werke von ihm zeigt das Kunsthaus Bregenz.
Peter Fischli malte im Alter von 10 Jahren diesen Affen. Weitere Werke von ihm zeigt das Kunsthaus Bregenz. | Bild: Peter Fischli

Nach Deutschland. Die Staatsgalerie Stuttgart will die Besucher „Mit allen Sinnen“ beeindrucken, so der Titel ihrer Impressionisten-Ausstellung. Die 60 Exponate stammen ausschließlich von französischen Künstlern wie Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley, Degas sowie Gauguin (6. Oktober bis 7. März 2021; Info: http://www.staatsgalerie.de).

Edgar Degas: Zwei Tänzerinnen: Leihgabe aus Privatbesitz.
Edgar Degas: Zwei Tänzerinnen: Leihgabe aus Privatbesitz. | Bild: Staatsgalerie Stuttgart

Impressionisten sind offenbar angesagt: Die Wessenberg-Galerie in Konstanz zeigt Werke von süddeutschen Vertretern dieser Richtung, darunter Lovis Corinth und Max Slevogt (bis 10. Januar 2021; Info: http://www.konstanz.de).

Doch noch einmal zurück in die Landeshauptstadt: Das Kunstmuseum titelt sein nächstes Ausstellungsprojekt „Wände – Walls“. Es geht der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand nach. Gezeigt werden gut 30 Positionen von 1966 bis 2020 (26. September bis 31. Januar 2021;
Info: http://www.kunstmuseum-stuttgart.de).

Die Kunsthalle Tübingen, um im Stuttgarter Raum zu bleiben, fragt mit „Supernatural“ nach der Zukunft der Körperlichkeit im Zeitalter des Anthropozän. Klingt spannend (10. Oktober bis 7. März 2021;
Info: http://www.kunsthalle-tuebingen.de).

Edward Hopper: Morgen am Cape Cod.
Edward Hopper: Morgen am Cape Cod. | Bild: Smithsonian American Art Museum, Gene Young

Und weiter: Das Burda-Museum in Baden-Baden zeigt (bis 4. Oktober) „Die Bilder der Brüder. Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda“. Die Ausstellung spürt den Wurzeln der Sammlungstätigkeit der drei Geschwister nach. Die nächste Schau ist dem 100-jährigen Pierre Soulages gewidmet, einem Vertreter der gegenstandslosen Malerei (17. Oktober bis 28. Februar 2021;
Info: http://www.museum-frieder-burda.de).

Für den Besuch der Museen gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. So ist Mund- und Nasenschutz auch beim Besuch der Pinakothek der Moderne in München Pflicht. Sie zeigt unter dem französischen Titel „Au rendez-vous des amis“ Werke der klassischen Moderne im Dialog mit Gegenwartskunst (29. September bis 28. März 2021; Info: http://www.pinakothek.de).

Das in Sichtweite der Pinakothek gelegene Museum Brandhorst zeigt Arbeiten von Lucy McKenzie. Die Schottin ist bekannt für ihren malerischen Einsatz illusionistischer Trompe-l‘oeil-Effekte und architektonisch skalierter Installationen (bis 21. Februar 2021; Info:
http://www.museum-brandhorst.de).

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