Handball, Landesliga: SG Schenkenzell/Schiltach – TV St.Georgen (Sonntag, 17 Uhr) – Mit breiter Brust durch neun Siege in Serie reisen die St. Georgener zum Schwarzwald-Derby in die Schiltacher Nachbarschaftssporthalle. Es ist zugleich auch das Duell Dritter gegen gegen Zweiter. Die Tabellenkonstellation und die Ergebnisse der vergangenen Wochen bieten einiges an Brisanz. Während die Bergstädter von Sieg zu Sieg eilten, mussten die Gastgeber zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken. Allerdings waren die Partien in Ehingen und Ringsheim sowie zu Hause gegen Liga-Primus HU Freiburg schwere Aufgaben.

Die St. Georgener sind zwar Favorit, doch die Ausgangssituation scheint für die Gäste tückisch. Der Lokalrivale wird alles daransetzen, die Punkte in eigener Halle zu behalten und somit die Niederlagenserie zu beenden. Zur neuen Saison hatte SG-Trainer Jochen Kilgus, seine traditionell sehr defensiv ausgerichtete Abwehr neu formiert und ein sehr offenes 3:3-System etabliert. Viele Spiele mit nur knapp über 20 Gegentoren beweisen, dass auch dieses System gut greift.

Die Duelle mit der SG Schenkenzell/Schiltach verliefen in den vergangenen Jahren häufig eng und hitzig. Hier wird es für die Jungs vom Roßberg wichtig sein, einen kühlen Kopf zu behalten und vor allem auch die taktische Disziplin zu wahren. Betrachtet man die nackte Tabellensituation und die aktuelle Negativserie der SG, gehen die Bergstädter sicherlich als Favorit in die Partie. Dennoch ist zu erwarten, dass Schenkenzell/Schiltach wohl ohne Zweifel für den TVS zum größten Prüfstein des bisherigen Saisonverlaufs werden wird. Am Ende könnten Kleinigkeiten und selbst kurze Schwächephasen das Pendel in die entsprechende Richtung stoßen.

Die Bergstädter werden jedoch in Bestbesetzung die Fahrt nach Schiltach antreten. Personell haben die Trainer Matthias Flaig und Patrik Papke somit einige Möglichkeiten.

„Uns erwartet eine erfahrene, spielstarke und kämpferisch starke Mannschaft. Wir wollen mit allem dagegenhalten. Unser Kader bietet dazu auch alle Mittel. Gewinnen wir dieses Spiel bringen wir sieben Punkte Abstand zwischen uns und die SG und verschaffen uns eine blendende Ausgangslage für das Heimspiel gegen Spitzenreiter Freiburg. Wir müssen von Beginn an hellwach sein, denn einen größeren Rückstand in der zweiten Hälfte noch zu drehen, wird in diesem Derby wohl verdammt schwierig“, so der Ausblick von Patrik Papke.