Fußball, Regionalliga: Lange Zeit war es still um Martin Braun, nun hat der frühere Trainer und sportliche Leiter des FC 08 Villingen sowie der Stuttgarter Kickers einen neuen Posten: Ab Mitte November fungiert der 50-jährige Löffinger als „Sportlicher Berater“ beim abstiegsbedrohten Regionalligisten TSG Balingen. „Ich habe schon seit mehreren Jahren ein gutes Verhältnis zu den Verantwortlichen der TSG und war hin und wieder bei Spielen. Deshalb kam der Verein auf mich zu und hat mir diesen Posten angeboten“, erklärt Braun das Zustandekommen des Engagements auf der Zollernalb, das momentan nicht zeitlich befristet ist.

Braun soll den Regionalligisten mit seinem Fachwissen in sportlichen Fragen unterstützen. „Ich werde meine Erfahrung und meine Überlegungen einbringen, um zu helfen, Balingen sportlich weiterzuentwickeln.“ Vorrangig ist Braun für die Kaderplanung verantwortlich. Die TSG Balingen ist mit acht Punkten aus 15 Spielen stark abstiegsgefährdet, steht in der Regionalliga auf dem 17. Platz und trennte sich in der Vorwoche vom langjährigen Trainer Ralf Volkwein. Abgeschrieben hat Braun den Klassenerhalt noch nicht. „Das zweite Jahr ist als Neuling immer schwer. Zudem haben die Balinger viele Verletzte. Wenn alle fit sind, ist die Mannschaft durchaus konkurrenzfähig. Es geht nun darum, sich mit dem neuen Trainer Bernd Bauer zu stabilisieren.“

Auch eine Liga darunter, in der Oberliga, kennt sich Martin Braun weiterhin bestens aus. Die jüngste Entwicklung seines früheren Vereins, FC 08 Villingen, verfolgt der Schwarzwälder mit Wohlwollen. „Dass die Nullachter trotz der vielen Ausfälle oben mitspielen, ist sehr beachtlich und verdient Anerkennung. Die Liga ist unberechenbar, es kann alles passieren.“