Fußball-Landesliga: – Giuseppe Stabile ist nur noch bis Saisonende Trainer des FSV Rheinfelden. Wie Sportchef Dieter Maier uns mitteilte, sind es ausschließlich persönliche familiäre Gründe, die Stabile zu diesem Schritt bewogen haben.

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Bis zum Sommer will der 40-jährige Murger, der die erste Mannschaft des FSV Rheinfelden schon von 2013 bis 2015 trainierte und in der laufenden Saison im September übernommen hat, den Ligaverbleib schaffen. Derzeit steht der FSV Rheinfelden als Vorletzter noch auf einem Abstiegsplatz. Im September 2018 hatte sich der FSV Rheinfelden von Marc Jilg und Spielertrainer Anton Weis getrennt. Für die beiden war Stabile eingesprungen.

Gleichzeitig bestätigte Stabile Kontakte zu seinem Heimatverein SV BW Murg, versichert aber: „Ich verlasse den FSV Rheinfelden nicht, weil ich nach Murg gehe.“ Tatsache ist, dass ihm der Aufwand zu den Spielen in der Landesliga und der Weg nach Rheinfelden zu weit ist. Der zweifache Familienvater, dessen Sohn im Nachwuchs der Blau-Weißen seine ersten fußballerischen Schritte macht, kickt selbst noch ab und zu in der Murger Reserve mit. Außerdem ist Stabile, der im schweizerischen Stein in einem Pharmaunternehmen arbeitet, beruflich stark eingespannt. Stabile: „Die Zeit ist einfach knapp. Mit Fußball will ich nicht aufhören. Auf den Murger Sportplatz habe ich zwei Minuten zu Fuß.“

Die Trainerarbeit beim SV BW Murg ab der kommenden Runde will er aber nicht allein machen. Er könnte sich beispielsweise ein Vierer-Team vorstellen – mit dem jetzigen Trainer Sven Oertel als Co-Trainer. Diese Konstellation gab es vor ein paar Jahren schon einmal, als Stabile mit Oertel als Co-Trainer beim FC Amicitia Riehen in der Schweiz tätig war. Beim SV BW Murg etwas aufzubauen – ob in der Kreisliga A oder sogar in der Bezirksliga – das wäre für Stabile eine tolle Sache. Der SV BW Murg ist derzeit Tabellenzweiter der Kreisliga A-Ost, hat also noch alle Chancen auf den Aufstieg in die Bezirksliga.

Dietmar Zapf aus dem Vorstandsteam des SV BW Murg bestätigte gegenüber dem SÜDKURIER Kontakte zu Stabile: „Es ist zwar noch nichts unterschrieben, aber wir sind in Gesprächen.“ Sven Oertel hat beim SV BW Murg einen Trainervertrag bis Sommer. Mit seiner Arbeit – Oertel ist derzeit bei den Blau-Weißen in seiner fünften Saison – sind die Murger aber sehr zufrieden. Eine Zusammenarbeit über diese Saison hinaus kann sich Zapf gut vorstellen.

Giuseppe Stabile will sich nun erst einmal darauf konzentrieren, mit dem FSV Rheinfelden den Abstieg zu verhindern. „Die Mannschaft gehört in die Landesliga„, versichert er.

Dieter Maier, Sportchef FSV Rheinfelden: „Zwei oder drei Trainerkandidaten für die neue Runde könnte ich mir vorstellen. Da steht aber derzeit noch nichts fest.“
Dieter Maier, Sportchef FSV Rheinfelden: „Zwei oder drei Trainerkandidaten für die neue Runde könnte ich mir vorstellen. Da steht aber derzeit noch nichts fest.“ | Bild: Welte, Gerd

Auch FSV-Sportchef Dieter Maier ordnet alles diesem Ziel unter. Maier geht von mindestens drei Absteigern aus. Das würde bedeuten, dass der FSV Rheinfelden als Vorletzter vier Punkte aufs rettende Ufer haben würde. Bei 13 noch ausstehenden Spielen ist das machbar.

Der FSV Rheinfelden hat sich außerdem noch einmal gut verstärkt. Vom SV Weil kommt Abwehrspieler Julien Tschira, von der SG Dinkelberg A-Junior Alessandro Giuglemelli. Neu ins Team rückt Nico Szyszka, der Oberliga-Erfahrung aus Nordrhein-Westfalen mitbringt und zuletzt in der Schweiz spielte. Spielberechtigt ist nun auch Torwart Ismaila Keita, der vom SV Weil II kam. „Im Tor gesetzt ist allerdings Dany Quintero als Nummer eins“, stellt Maier klar. Erst ab April spielberechtigt ist Neuzugang Dikonque Bertrand aus Mannheim.

Mit der Suche nach einem Nachfolger für Stabile zur kommenden Saison beschäftigt sich der Rheinfelder Sportchef in den kommenden Wochen. „Zwei oder drei Kandiaten könnte ich mir vorstellen. Da steht aber derzeit noch nichts fest“, so Maier.

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