Nikita Maul, Sie dürften noch bei den A-Junioren spielen. Wieso haben Sie sich für die „Erste“ entschieden?

Ich sollte schon vergangenes Jahr bei den Aktiven spielen. Der Verband gab keine Freigabe, weil ich damals nicht in der Auswahl spielte. Da ich seither schon mit der „Ersten“ trainiere, war es im Sommer keine Frage, ob ich mit den vielen jungen Spielern auch aufrücke.

Also kein Problem, sich zu integrieren?

Auf keinen Fall. Wir kennen uns ja alle längst. Mit den Jungs, die vom VfB Waldshut kamen, habe ich ja schon in der SG zusammen gespielt.

Youngster: Nikita Maul (18) hat mit Fußball beim FC Tiengen 08 begonnen, wechselte als Neunjähriger zu Grasshoppers Zürich. Zur U13 holte ihn der SC Freiburg. Dort spielte er drei Jahre lang im Nachwuchs. Als B-Junior kehrte er für eine Saison zurück zu GC Zürich, schloss sich dann 2018 dem FC Tiengen 08 an. Derzeit büffelt er fürs Abitur 2021 am WG in Waldshut. (gru)
Youngster: Nikita Maul (18) hat mit Fußball beim FC Tiengen 08 begonnen, wechselte als Neunjähriger zu Grasshoppers Zürich. Zur U13 holte ihn der SC Freiburg. Dort spielte er drei Jahre lang im Nachwuchs. Als B-Junior kehrte er für eine Saison zurück zu GC Zürich, schloss sich dann 2018 dem FC Tiengen 08 an. Derzeit büffelt er fürs Abitur 2021 am WG in Waldshut. (gru) | Bild: Scheibengruber, Matthias

Sie wurden im Juni erst 18. Wie fühlt man sich als Jungspund im Team?

Das passt. Ich habe meine Aufgaben, bin als Jüngster im Training für Bälle und Hütchen verantwortlich – und für die Kabinenmusik.

Nikita, der DJ des FC Tiengen 08?

Genau – das macht richtig Spaß.

Das findet Nikita Maul besser...

Naja, ich weiß nicht... den Stick in die Box und dann mal aufdrehen?

Ganz so einfach mache ich es mir nicht, sonst fliegen schnell mal Kickschuhe in meine Richtung. Erstmal ist wichtig, dass ich die Box zu den Spielen mitnehme. Und dann habe ich Playlists erstellt, mit ausgewählten Songs für jeden Spieler. Der eine mag dieses, der andere hört jenes.

Also eine Art Wunschkonzert?

Schon – wir saßen zusammen und schauten, welche Musik zu wem passt. Das kam im Team gut an. Dann achte ich, dass vor dem Spiel die Musik läuft, die uns richtig pusht. Das ist so wichtig wie die Ansprache des Trainers. Zum Feiern nach dem Spiel, muss der Sound ja auch passen.

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Und was lief nach dem 1:3 im städtischen Derby gegen den VfB Waldshut?

Nichts. Wenn wir verlieren, bleibt die Box aus – das ist besser so.

Erkan Kanli war früher Ihr Auswahltrainer, Ihr Vater Dimitri ist neuer Co-Trainer. Wie kommen Sie damit klar?

Hervorragend. Mein Vater, und mit ihm meine Familie, hat mich immer unterstützt, als ich bei Grasshoppers und beim SC Freiburg spielte. Als Co-Trainer behandelt er mich, wie jeden anderen Spieler auch – das ist mir sehr wichtig. Erkan Kanli lässt mich als „Sechser“ spielen. Diese Rolle gefällt mir: Bälle holen, sie verteilen, das Spiel aufbauen. Er schenkt mir Vertrauen, das tut gut.

Fragen: Matthias Scheibengruber

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